Deutscher Gewerkschaftsbund

Finger weg von den Kumpel_innen

Engagement: Die DGB-Jugend Köln gewinnt den Sonderpreis NRW im Wettbewerb "Die gelbe Hand".

Unabhängig von sexueller Orientierung, Lebens- und Liebesformen – der Kampf für die Rechte aller muss weitergehen. Wir sind noch lange nicht am Ziel": Antonia Rabente, die Vorsitzende der DGB-Jugend Köln, ist hocherfreut über den Sonderpreis, den die Kölner Gewerkschaftsjugend von der Preisverleihung des "Gelbe-Hand"-Wettbewerbs am 12. März 2014 in Erfurt mit nach Hause nehmen konnte – mahnt aber unbedingtes weiteres Engagement an.

Für ihren Beitrag zum Christopher Street Day 2013 mit dem Titel "Gemeinsam leben – Gemeinsam arbeiten" hatten die Gewerkschafter_innen auf die Benachteiligung aufgrund sexueller Orientierung in Betrieben aufmerksam gemacht – und zwar richtig aufwändig: per eigenem Wagen samt großer Fußtruppe. "Nach wie vor werden Kolleginnen und Kollegen in der Arbeitswelt massiv diskriminiert. Das fängt bei unbedachten Äußerungen und Handlungen an – reicht bis zu Ausgrenzung sowie körperlichen und verbalen Übergriffen. Wir fordern Akzeptanz und die rechtliche Gleichstellung", sagt der Kölner DGB-Jugend-Vize Matthias Keime.

Zum siebten Mal richtete der gewerkschaftliche Verein "Mach meinen Kumpel nicht an" den Wettbewerb aus. Unter den Beiträgen waren Filme, Songs, Plakate, Projekttage, Demos usw. Beteiligt hatten sich Betriebe, Verwaltungen, Berufsschulen, Gruppen der Gewerkschaftsjugend sowie einzelne Berufsschüler_innen und Azubis.

"Im Kampf für Liebesformen sind wir nicht am Ziel." Antonia Rabente

Und nun noch mal von Anfang an: Den mit 1.000 Euro dotierten ersten Preis gewann der Bezirksjugendausschuss der IG BCE Hamburg-Harburg für die Fotoaktion "Vielfalt statt braune Einfalt". Mit der Collage wollte das Gremium aufzeigen, wie bunt und vielfältig Hamburg ist. Auf verschiedenen Veranstaltungen wurden Fotos von Menschen gesammelt, ein farbenfrohes und vielfältiges Mosaik gegen Rassismus ist so entstanden.

Der zweite Preis ging an zwei Berufsschulen – Hans-Schwier-Berufskolleg in Gelsenkirchen und Max-Born-Berufskolleg in Recklinghausen – für die Dokumentationen von Auschwitzreisen. Die Jugend- und Auszubildendenvertretung der Currenta AG in Leverkusen erhielt den dritten Preis für das Projekt "Sog des Rassismus". Die IG BCE-Jugend Hessen-Thüringen wurde für den Film "Spiel (k)eine Rolle" mit dem Sonderpreis Thüringen ausgezeichnet. Schüler_innen des Staatlichen Berufsschulzentrums Sondershausen erhielten für den Film "Szenenwechsel" den Sonderpreis der DGB-Jugend Thüringen.


Die Beiträge gibt’s auf www.gelbehand.de


(aus der Soli 4/14, Autor: Soli aktuell)