Deutscher Gewerkschaftsbund

Equal Pay Day: Ungleichheit geht früh los

Und das soll nicht so bleiben – am 21. März 2014 ist "Equal Pay Day".

Frauen erhalten in Deutschland noch immer durchschnittlich 22 Prozent weniger Entgelt als Männer – eine schlechte Quote, die EU-weit ihresgleichen sucht. Auch wenn Frauen genauso viel und genauso gut arbeiten wie ihre männlichen Kollegen, ist ihr Entgelt deutlich geringer.

"Das muss sich ändern", heißt es beim DGB. Gemeinsam mit dem Deutschen Frauenrat und dem Sozialverband Deutschland rufen die Gewerkschaften für den 21. März 2014 zu einer gemeinsamen Demo am Brandenburger Tor in Berlin auf. Sprechen werden u. a. DGB-Vize Elke Hannack und Familienministerin Manuela Schwesig (SPD).

Und wie ist es speziell mit den jungen Arbeitnehmerinnen? Der letztjährige Ausbildungsreport der DGB-Jugend hat zutage gefördert, dass sich die Lücke beim Einkommen ("Gender Pay Gap") schon in der Berufsausbildung auftut. Auch der Anteil befristeter Verträge hat innerhalb von zehn Jahren insbesondere bei jungen Frauen rasant zugenommen, wie der DGB in einer anderen Expertise analysiert hat. 40 Prozent der unter 30-jährigen in Vollzeit arbeitenden Frauen verdienten 2010 weniger als 1.500 Euro brutto und liegen damit oft nahe am Niedriglohnbereich.

Zudem sind junge Frauen öfter auf Hartz IV angewiesen als junge Männer. Auch bei den erwerbstätigen Hilfebedürftigen ist die Zahl junger Frauen größer. Arbeitslose Frauen, die im Hartz-IV-System stecken, werden nicht ausreichend gefördert bzw. in Ein-Euro-Jobs vermittelt, die nur geringe Integrationschancen bieten.  

Grund genug, am 21. März auf die Straße zu gehen!


http://frauen.dgb.de/-/zjQ


(aus der Soli 3/14, Autor: Soli aktuell)