Deutscher Gewerkschaftsbund

Ich möchte meine Ausbildung wechseln

Hallo

Ich bin Japanerin. Ich bin nach Deutschland gekommen, meine ganz neue Karriere auszubilden. Ich fand deutsche Brot sehr interessant als japanische und möchte in hier Deutschland sondern alle Methoden des backen, als auch Deutsch lernen.
Aber in meiner Firma gibt es schon viele Japanern/innen.
Sie erklärt mir auf japanische, obwohl ich auf Deutsch lernen soll. Eigentlich ist das nicht schlecht Lage, mir auf japanische helfen zu werden, weil mein Deutsch noch nicht sehr gut ist. Da ich möchte in meiner Arbeitszeit auf Deutsch üben, will ich meinen Ausbildungsort wechseln.
Mit Keinen Japanern/innen, sondern mit Deutschen arbeite ich würde, ich wäre mehr fleißiger als jetzt..
Meine Motivation steige jetzt aus, und ich denke darüber nach, wo ich bin? In Japan? Warum ich komme hier?
Mein Ziel ist Ganz Klar! Backen und Deutsch zu meistern !
Aber ich Ausländerin bin, habe ich viel Angst darauf, ob ich selbst für einen neuen Ausbildungsplatz schaffen kann.

Mikako: 10.09.2019 20:49:59 |
  • RE: Ich möchte meine Ausbildung wechseln

    Liebe Mikado,

    vielen Dank für deine Anfrage im Forum. Gerne möchten wir dich weiter unterstützen.

    Es ist super, dass du so motiviert bist. Aller Anfang ist schwer - vor allem wenn es um die Eingewöhnung an einer neuen Ausbildungsstelle geht. Du musst dich nicht nur erst einmal mit den Kollegen und Vorgesetzten, sondern auch mit den Arbeitsabläufen vertraut machen. Ich rate dir daher noch einmal mit deinen Kollegen zu sprechen und sie darum bitten deutsch mit dir zu sprechen. Auch kommt die Berufsschule noch hinzu, die sicherlich auch noch neu und schwierig für dich sein wird. Da können deine Arbeitskollegen dir sicher auch helfen. Warte also noch ein wenig ab.
    Wenn du merkst, dass keine Änderung in Sicht ist und sich dien deutsch aufgrund deiner Ausbildungsstelle nicht verbessert, dann rate ich dir zu wechseln. Und keine Angst: ein Wechsel ist nicht schlimm und wenn du ihn gut vorbereitest auch nicht schwer.

    Bei einem Ausbildungsplatzwechsel gehst du am Besten folgendermaßen vor:

    1. Bewirb dich ab sofort, denn solange du noch einen Ausbildungsplatz hast, sind deine Bewerbungschancen besser. Ausbildungsplätze, die sofort zu besetzen sind, findest du unter www.arbeitsagentur.de oder www.meinestadt.de, oder www.ihk.de. Schau auch in den Stellenportalen im Internet nach sowie in der Zeitung und oder frag im Bekanntenkreis. Auch einen Versuch wert: Suche eines Ausbildungsplatzes über soziale Netzwerke wie XING oder LinkedIn.

    2. Sobald du was Neues hast -und erst dann!- kannst du einen Aufhebungsvertrag machen, wenn dein Betrieb mit deinem Weggang einverstanden ist.

    3. Falls der Betrieb nicht einverstanden ist, kannst du unter Umständen außerordentlich und fristlos kündigen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (§22 Berufsbildungsgesetz)

    Eine außerordentliche Kündigung zu schreiben, ist eine Wissenschaft für sich. Deshalb gibt es keine allgemeine Vorlage. Du musst in der fristlosen Kündigung schwere Vorwürfe gegen deinen Ausbildungsbetrieb erheben. Damit die Sache auch wasserdicht ist, solltest du dir unbedingt Hilfe bei deiner Gewerkschaft holen. Rückendeckung kannst du oft auch nach der Kündigung gebrauchen. Denn wenn der Azubi kündigt, ist der Ausbilder oftmals verärgert und gibt dir nicht immer freiwillig, was dir noch zusteht. Zum Beispiel Arbeitszeugnis, Arbeitspapiere, Restgehalt, Urlaubsansprüche, die ausbezahlt werden müssen.


    Da du aus München kommst kannst du dich auch mal an das Azubi-Beratungsbüro azuro von der Stadt München wenden. Da werden Azubis kostenlos beraten. Hier ist der Kontakt für dich:

    azuro
    Paul-Heyse-Str. 22
    80336 München
    Tel: 089-51410635

    Mail: azuro@azuro-muenchen.de

    Homepage: www.azuro-muenchen.de

    Da kannst du einfach anrufen, nach einem_rJugendsekretär_in fragen und auch ruhig sagen, dass du von Dr. Azubi kommst....

    4. Nachdem deine Kündigung oder der Aufhebungsvertrag durch sind, setzt du deine Ausbildung nahtlos im neuen Betrieb fort. Aber Vorsicht: Du hast wieder bis zu 4 Monate Probezeit.

    Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

    Liebe Grüße

    Dr. Azubi

    P. S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

    Dr. Azubi: 11.09.2019 13:46:46


Neue Antwort

Die mit '*' gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.



Ich habe die Datenschutzerklärung der DGB-Jugend gelesen.