Deutscher Gewerkschaftsbund

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Ausbildung und Kind

Hallo,
Ich bin mittlerweile bei der Hälfte des dritten Lehrjahres angekommen und bin zu Anfang ungewollt Schwanger geworden. Den ersten Betrieb habe ich damals verlassen da die Zustände dort sehr extrem waren und ich dort nichts für die Ausbildung in Erfahrung bringen konnte. Es kam unter anderem zu Handgreiflichkeiten seitens des Arbeitgebers.
Nun habe ich Psychische Folgen davon getragen und war auch in Therapie. Im neuen Betrieb gab es dann wieder Probleme mit Arbeitskollegen, als ich schwanger wurde hat sich die ganze Situation zugespitzt. Ich bin mittlerweile heilfroh im Mutterschutz zu sein. Meine Noten sind trotz allem sehr gut und meine Zwischenprüfung habe ich durch Viel lernen und Einsatz im praktischen Bereich mit der Note gut abgeschlossen. Zur Schule gehen ich auch weiterhin Bis zwei Wochen vor der Entbindung. Nun ist die Frage wie es nach dem Mutterschutz weiter gehen soll. Ich möchte mir eigentlich weder Teilzeit noch Verlängerung der Ausbildung rein drücken lassen aus Befürchtung das Psychisch nicht zu schaffen. Gäbe es für die letzten 6 Monate bis zur Prüfung die Möglichkeit nur zur Schule zu gehen aber nicht mehr in den Betrieb, jedoch ohne Kündigung?
Den Termin bei der zuständigen HWK habe ich erst nach der Entbindung, daher hoffe ich hier vielleicht etwas zu erfahren.
Mit freundlichem Gruß.

RNB: 05.12.2018 18:31:55 |
  • RE: Ausbildung und Kind

    Hallo RNB,

    Danke für deine Anfrage im Forum.

    Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer nicht mehr als 10% der Ausbildungszeit verpasst hat. Bei drei Lehrjahren sind das 3,6 Monate (12-14 Wochen).
    Es gibt prinzipiell die Möglichkeit, dich frühzeitig zur Prüfung zuzulassen, wenn dir die Situation im Betrieb nicht mehr zuzumuten ist. Deine Noten sprechen ja auch dafür, dass du die Abschlussprüfung schaffen kannst. Allerdings entscheidet das die Kammer immer individuell und ich kann dir hier leider nicht sagen, wie sie in deinem Fall entscheiden wird.
    Wenn du durch die Schwangerschaft nicht viel mehr als die 10% verpasst hast, dann sieht es ganz gut aus, dass du zugelassen wirst. Wichtig ist, dass du mit deinem Berichtsheft belegen kannst, dass du alle nötigen Ausbildungsinhalte erlernt hast.
    Klappt es nicht mit der vorzeitigen Zulassung, oder du musst sogar verlängern, dann empfehle ich dir nach dem Mutterschutz bzw. nach der Elternzeit, den Betrieb zu wechseln. Denn unter diesen Umständen und mit der Belastung als junge Mutter, ist es fraglich, ob du die Ausbildung in deinem Betrieb meistern kannst, ohne weitere Schäden davon zu tragen.
    Wenn du weitere Unterstützung oder Rückendeckung brauchst, kannst du dich auch an deine örtliche Gewerkschaft wenden. Hier ist ein Kontakt für dich:

    NGG Region Unterfranken
    Würzburg
    Beethovenstr. 1 a
    97080 Würzburg
    Tel.: 0931 / 15086 / 0
    Fax: 0931 / 15086 / 19

    region.unterfranken@ngg.net
    >www.ngg.net/​unterfranken

    Da kannst du anrufen, nach einem_rJugendsekretär_in fragen und sag, dass du von Dr. Azubi kommst....Als Gewerkschaftsmitglied hast du Anspruch auf kostenlose Rechtsberatung und kostenlosen Rechtsbeistand - daher solltest du dir überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, deiner Gewerkschaft beizutreten - wenn du nicht schon Mitglied bist. Du kannst jederzeit Mitglied deiner Gewerkschaft werden. Die Mitgliedschaft kostet in der Regel 1% vom Bruttolohn pro Monat. Solltest du kein Einkommen haben (also kein Ausbildungsvertrag) gibt es pauschale Beiträge.
    Wenn du mehr über unsere Arbeit erfahren willst, dann klicke hier: https:/​/​jugend.dgb.de/​++co++f0e4cfdc-7dbc-11e7-b753-525400d872​9f

    Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

    Liebe Grüße
    Dr. Azubi
    P. S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

    Dr. Azubi: 06.12.2018 11:26:49


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