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Dr. Azubi

Ausbildung wegen Depression abbrechen - und danach?

Hallo,
Ich stehe zur Zeit vor einem großen Problem. Ich bin seit August 2017 in der Ausbildung, jedoch geht es mir dadurch immer schlechter. Am Anfang fand ich die Ausbildung und den Betrieb super, es hat sich aber dann schnell geändert. Nach den ersten Schulblock habe ich gemerkt, dass mein Betrieb sich nicht wirklich an die Ausbildungsvorschriften hält. Überstunden waren an der Tagesordnung (nachdem ich längere Zeit versucht habe, meine Aufgaben so zu erledigen, damit ich pünktlich in den Feierabend gehen kann, wurde ich zur Seite genommen und mir wurde gesagt, dass mein Verhalten negativ auffällt). Auch werden mir wichtige Ausbildungsinhalte nicht beigebracht, da (laut Firma) keine Zeit für soetwas ist. Ebenfalls fühle ich mich in der Firma ausgegrenzt, ungerecht behandelt und einfach nicht wohl.
Seit ein paar Woche geht es mir immer schlechter. Ich hatte schon vor ca. zwei Jahren Probleme mit Depressionen, das habe ich aber dann dank Therapie gut in den Griff bekommen. Jetzt ist es aber wer´gen der Arbeit so weit gekommen, dass ich zum Arzt musste, der mich zum Psychater überwiesen und mir Antidepressiva verschrieben hat, damit es nicht noch schlimmer wird.
Da ich die meine jetzige Ausbildung sowieso nicht weiter machen will, habe ich mich in einem anderen Betrieb (als Fachinformatikerin) beworben und die Chancen stehen auch sehr gut, dass ich die Stelle dort bekomme.
Jetzt ist nur die Frag, wie ich die Zeit bis zum Ausbildungsbeginn überbrücken kann. In meine jetzige Firma will und kann ich einfach nicht mehr, da mir schon beim bloßen Gedanken daran schlecht wird bis hin zu Panikattacken. Schule hingegen ist für mich kein Problem. Da ich nicht mehr bei meinen Eltern wohne, brauch ich irgendwie Geld für Miete usw.
Welche Möglichkeiten gibt es, die Zeit bis September finanziell zu überbrücken?
Ich würde mich ungern bis September einfach nur krank schreiben lassen, da ich das nicht mit meinen Gewissen vereinbaren kann.

Vielen Dank im Voraus.

RE: Ausbildung wegen Depression abbrechen - und danach?

Guten Morgen, ich hab da ein Problem.

Ich habe im Mai 2019 eine Ausbildung zur ZFA angefangen.
Davor war ich in der psychosomatischen aufgrund mittelgradiger rezessive Depressionen. Nebenbei hab ich ein hws Syndrom.
Anfangs war alles ok bis Schikane und Beschimpfungen  anfingen von Kollegin und Chefin aus. Jetzt ist die Depression und meine hws Schmerzen so stark zurück das ich seit drei Wochen krankgeschrieben bin. Mit einem Gespräch mit meiner Chefin am Donnerstag sagte ich ihr das ich psychisch nicht mehr kann und die ständigen Schmerzen und Symptome in der hws so schlimm sind das ich vor erst nicht kommen kann. Das ich die Ausbildung abbrechen muß. Darauf fragte sie ob ich kündigen will und da ich so durch den Wind war und immernoch ständig neben der Spur bin sagte ich ja. Sie will die Kündigung am Montag haben eine spätere Zeit verneinte sie. Kann sie das verlangen? Wie kann ich mich absichern nach der Kündigung? Dazu bin ich krankgeschrieben, eine OP wird kommen auch einen weiteren Aufenthalt in der psychosomatischen. Bin sehr verzweifelt.

Bianca

RE: Ausbildung wegen Depression abbrechen - und danach?

Hallo Bianca,

vielen Dank für deine Anfrage, gern helfen wir dir weiter.

Wenn du krank bist, bist du krankt, da kann dir niemand etwas anderes sagen. Deine Gesundheit geht vor, entsprechend kann sie auch nicht verlangen, dass du kündigst.

Ich würde nochmal das Gespräch mit deinem Ausbilder suchen und die Situation nochmal erklären. Sollte sie immer noch auf eine Kündigung bestehen, würde ich mir Hilfe bei deiner zuständigen Gewerkschaft suchen. Krankheit ist nämlich kein Kündigungsgrund!

Mein Rat wäre also, dich nochmal an deine zuständige Gewerkschaft zu wenden. Die Kolleginnen und Kollegen kennen sich mit diesen Themen sehr gut aus und können dich im Zweifelsfall auch rechtlich beraten. Hier ist ein Kontakt für dich:

Ver.di
Geschäftsstelle Rosenheim
Rathausstr. 15
83022 Rosenheim
Tel.: 08031/30427-0
Fax: 08031/30427-24
E-Mail: bz.ro@verdi.de

Da kannst du anrufen, nach einem_r Jugendsekretär_in fragen und sagen, dass du von Dr. Azubi kommst.... Als Gewerkschaftsmitglied hast du Anspruch auf kostenlose Rechtsberatung und kostenlosen Rechtsbeistand - daher solltest du dir überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, deiner Gewerkschaft beizutreten - wenn du nicht schon Mitglied bist. Du kannst jederzeit Mitglied deiner Gewerkschaft werden. Die Mitgliedschaft kostet in der Regel 1% vom Bruttolohn pro Monat.

Wenn du mehr über unsere Arbeit erfahren wollt, dann folge diesem Link: https://jugend.dgb.de/++co++f0e4cfdc-7dbc-11e7-b753-525400d8729f

Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

Liebe Grüße
Dr. Azubi     
P.S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

RE: Ausbildung wegen Depression abbrechen - und danach?

Schönen guten Tag, 

momentan geht es mir nicht gut. 
Ich leide an Panikattacken, vermehrt am Arbeitsplatz, Angsstörungen u. Zwängen. Die Ausbildung im August begann erstmal ganz gut, bis nach dem Jahreswechsel die ersten Symptome aufkamen- mittlerweile war ich immer mal wieder Tage u. Wochenweise krank geschrieben.(was auch dem Arbeitgeber nicht verborgen blieb) Ich kenne das selbst schon von mir, da ich in den letzten 10 Jahren schon zwei mal für ein Jahr in Psychotherapeutischer Behandlung war.

Doch da war ich in keinem Arbeitsverhältnis u. konnte mich voll auf die Therapien konzentrieren- nach denen es mir auch besser ging... Den Entschluss nochmal nach der ersten Ausbildung im Büro - eine zweite im Lagerbereich zu machen, geht auch auf eine längerjährige Arbeitslosigkeit zurück- die auch durch die vorherigen Depressionen u. Störungen zurückgingen. Mittlerweile bin ich 28, verheiratet u. frage mich ob dieser Schritt mit dieser Ausbildung der richtige für mich war, da ich doch jetzt auch merke- dass man so etwas mit 28 (Berufsschule, lernen etc) nicht so leicht wegsteckt wie vielleicht mit 20. Noch dazu entscheide ich dies alles nicht für mich selbst- sondern habe auch mit meiner Frau Verantwortung (sie arbeitet allerdings selbst), jedoch weiß ich momentan nicht was ich tun soll- die Ausbildung abbrechen u. mich erstmal auf die Gesundheit zu konzentrieren o. so weiter machen bis die Ausbildung endet, was für mich allerdings auch kein Zustand ist. Ich weiß einfach nicht was das Richtige ist....


Liebe Grüße Ioanis

RE: Ausbildung wegen Depression abbrechen - und danach?

Hallo Ioanis,

vielen Dank für deine Anfrage, gern helfen wir dir weiter.

Wir können dir natürlich nicht sagen was du machen sollst, sondern können dir nur raten auf dein Bauchgefühl zu hören. Wenn du das Gefühl hast, dass die Arbeit deiner Gesundheit nicht gut tut und du dich auch nicht voll auf die Ausbildung konzentrieren kannst, dann wäre es vielleicht besser dich in irgendeiner Weise in Behandlung zu begeben. Deine Gesundheit geht immer vor und sollte nicht zu Lasten deiner Ausbildung Schaden nehmen. Nun könntest du dich, mit Rücksprache deines Arztes,  in Therapie begeben und deine Ausbildung „pausieren“, sofern du das möchtest. So hättest du die Möglichkeit deine Ausbildung später fortzusetzen.

Sprich am besten nochmal mit deiner Familie und auch mit deinem Betrieb, vielleicht findet ihr gemeinsam eine Lösung die für alle passt. Mein Rat wäre außerdem, dich nochmal an deine zuständige Gewerkschaft zu wenden. Die Kolleginnen und Kollegen kennen sich mit diesen Themen sehr gut aus und können dich im Zweifelsfall auch rechtlich beraten. Hier ist ein Kontakt für dich:

IG Metall
Geschäftsstelle Darmstadt 
Rheinstraße 50 
64283 Darmstadt
Tel.: 06151/36670 
Fax: 06151/366766
E-Mail: darmstadt@igmetall.de
www.igmetall-darmstadt.de

Da kannst du anrufen, nach einem_r Jugendsekretär_in fragen und sagen, dass du von Dr. Azubi kommst.... Als Gewerkschaftsmitglied hast du Anspruch auf kostenlose Rechtsberatung und kostenlosen Rechtsbeistand - daher solltest du dir überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, deiner Gewerkschaft beizutreten - wenn du nicht schon Mitglied bist. Du kannst jederzeit Mitglied deiner Gewerkschaft werden. Die Mitgliedschaft kostet in der Regel 1% vom Bruttolohn pro Monat.

Wenn du mehr über unsere Arbeit erfahren wollt, dann folge diesem Link: https://jugend.dgb.de/dgb_jugend/ueber-uns/wer-wir-sind

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Liebe Grüße
Dr. Azubi     
P.S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

RE: Ausbildung wegen Depression abbrechen - und danach?

Hallo 

ich hätte eine Frage.

Ich mache gerade eine Ausbildung zur ZFA im ersten lehrjahr. Und meine Depressionen haben wieder stark angefangen welche ich vor 3 mal hatte. Ich hab schon mit meinem Arzt geredet und er hat mich jetzt 3 Wochen krankgeschrieben, aber ich weiß das das nichts bringt.

Ich kann mich in der Arbeit nicht konzentrieren es ist sehr schlimm. Deswegen möchte ich auch kündigen das ich erst wieder ganz gesund werde. Aber wie läuft das ab weil ich habe ja dann eine Kündigungsfrist von 4 Wochen

kann mich mein Arzt davon befreien, weil würde es nicht schaffen 4 Wochen dort zu arbeiten?

RE: Ausbildung wegen Depression abbrechen - und danach?

Hallo Lisa,

vielen Dank für deine Nachricht. Aus einem wichtigen Grund, dazu zählt auch deine Gesundheit, darfst du fristlos und mit sofortiger Wirkung kündigen. Allerdings müsste das dein Arzt durch Attest bestätigen. Ich würde dir aber von einer unüberlegten Kündigung abraten. Denn dann hängst du in der Luft und hast keine neue Perspektive. Gerade bei depressionen kann es vorkommen, dass man sich kraftlos und nicht in der Lage sieht, die Ausbildung jemals wieder aufzunehmen. Das kann sich aber durch Therapie und eine Auszeit verändern und zum positiven wandeln. Lass dich von deiner jetzigen verfassung nicht entmutigen und warte erstmal ab, wie es nach deiner dreiwöchigen Auszeit ist. Du kannst dich auch längerfirstig krankschreiben und währendessen schauen, wie sich deine Meinung zum Thema "Ausbildung als ZMF" verändert. Wenn du nicht sofort kündigst, hättest du den Vorteil, dass du nach deiner Auszeit wieder im Betrieb anknüpfen könntest und deine Ausbildung beenden könntest. Wenn du über einen längeren Zeitraum krankgeschrieben bist, kannst du auch mit einer langesamen Wiedereingliederung starten. Du beginnst dann nach deiner genesung zunächst mit wenigen Stunden und steigerst diese dann in enger Absprache mit deinen Ärzten Schritt für Schritt. Dein Chef ist dazu verfplichet diesen Weg mitzugehen. Er darf dich weder zu einer Kündigung noch zu einem schnellen Wiedereinstig drängen. Dir steht alle Zeit offen um dich um deine Gesundheit zu kümmern. Während der Krankheitsphase muss dich der Betrieb in Ruhe lassen und darf dich nicht bedrängen. Am besten besprichst du mit deinen Ärzten was der beste Weg für dich ist. Ob du erstmal krankgeschrieben bleibst oder ob du tatsächlich einen Cut machen willst und kündigst. Hier noch ein paar allgemeine Infos zum Thema Kündigung, die du dann beanchten musst:

Du kannst außerordentlich und fristlos kündigen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (§22 Berufsbildungsgesetz). Fristlos bedeutet: Du kannst sofort gehen, nachdem du die Kündigung übergeben hast oder nachdem die Kündigung per Post im Betrieb angekommen ist. Wichtige Gründe sind zum Beispiel:

  •  gesundheitliche Gründe, die vom Facharzt bestätigt sind

• schwere und andauernde Verstöße gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz oder das Arbeitszeitgesetz


• mangelhafte Ausbildung durch Verstöße gegen die Ausbildungspflicht und berufliche Mängel

• eine andauernde Beschäftigung mit ausbildungsfremde Tätigkeiten


• Sexuelle Belästigung oder Züchtigung (körperliche Gewalt)


• mehrmalige ausbleibende Ausbildungsvergütung

• wenn deinem Betrieb die Ausbildereignung fehlt, entzogen wird oder er gar keine besitzt


• angeordnete Überstunden, die auch nach Aufforderung nicht bezahlt oder in Freizeit ausgeglichen wurden und durch die das Ausbildungsziel gefährdet ist


• Systematisch schlechte Behandlung (immer wieder Beschimpfungen, Beleidigungen, Benachteiligungen, Diskriminierung)



Du musst schriftlich und unter genauer Angabe der Gründe (wer, was, wann, wo) kündigen. Sonst ist die Kündigung unwirksam. Sie ist auch unwirksam, wenn dir der auslösende Kündigungsgrund bereits länger als zwei Wochen bekannt war.  Wenn du aufgrund von Pflichtverletzungen kündigst, die der Betrieb langfristig nicht beheben kann (z. B. : Entziehen der Ausbildereignung) oder es dir absolut unzumutbar ist weiter in dem Betrieb deine Ausbildung fortzusetzen (z. B.  sexuelle Belästigung) dann kannst du sofort unter Angaben der Gründe fristlos kündigen. Wenn dein Betrieb aber die Möglichkeit hat sein Verhalten zu ändern (z. B.  ausbildungsfremde Tätigkeiten), dann musst du den Betrieb zunächst auf die Pflichtverletzung in Form einer schriftlichen Abmahnung hinweisen und ihn dazu auffordern die Situation zu ändern. Es kann auch sinnvoll sein, die zuständige Kammer mit einzubeziehen und die Schlichtung einzuberufen. Falls sich daraufhin nichts ändern sollte, dann hast du die Möglichkeit fristlos zu kündigen.

Falls du minderjährig bist, müssen auch deine gesetzlichen Vertreter - in der Regel deine Eltern - die Kündigung unterschreiben. Überlege dir die Kündigung gut. Kündige nicht in einer Situation, in der du unter Druck gesetzt wirst!

Achtung: Eine außerordentliche Kündigung zu schreiben, ist eine Wissenschaft für sich und deshalb gibt es keine allgemeine Vorlage. Du musst in der fristlosen Kündigung schwere Vorwürfe gegen deinen Ausbildungsbetrieb erheben. Wenn deine Gründe für die fristlose Kündigung nicht ausreichen, hat dein Betrieb auch die Möglichkeit Schadensersatzansprüche innerhalb von drei Monaten nach Beendigung gegen dich geltend zu machen.

Damit die Sache auch wasserdicht ist, solltest du dir unbedingt Hilfe bei deiner Gewerkschaft holen. Rückendeckung kannst du oft auch nach der Kündigung gebrauchen: Wenn der Azubi kündigt, ist der Ausbilder leicht verärgert und gibt dir nicht immer freiwillig, was dir noch zusteht, zum Beispiel Arbeitszeugnis, Arbeitspapiere, Restgehalt, Urlaubsansprüche, die ausbezahlt werden müssen. Dein Ausbilder kann grundsätzlich innerhalb von drei Wochen Widerspruch gegen die Kündigung einlegen, das kommt aber sehr selten vor: Wer will schon einen Azubi, der ganz offensichtlich keine Lust mehr hat, in dem Betrieb zu arbeiten und nicht besonders motiviert ist?

Falls du noch weitere Fragen hast oder Hilfe brauchst, kannst du dich auch gerne direkt an deine Gewerkschaft vor Ort wenden. Hier ein Kontakt für dich:

ver.di vor Ort

Sitz des Landesbezirks Bayern
Schwanthalerstraße 64
80336 München

Tel.: 089/59977-0
Fax: 089/59977-2222
E-Mail: LBZ.Bayern@verdi.de

Landesbezirksleiter/in: Luise Klemens

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RE: Ausbildung wegen Depression abbrechen - und danach?

Hallo,

Ich habe meine Ausbildung mitten im 2.Ausbildungsjahr abgebrochen.Auf Grund von Depressionen bin ich nicht mehr zur Ausbildungsstätte gefangen ohne meinen Arbeitgeber zu informieren.Ebenso habe ich mich nicht krank schreiben lassen Daraufhin nach Abmahnungen wurde mir gekündigt.Da ich nicht zu Haus gewohnt habe wusste meine Familie nichts darüber.Nach ca.2 Monaten nach der Kündigung habe ich meiner Eltern offenbart.Es wurden sofort Schritte eingeleitet .Ich bin zu meinem Hausarzt und würde krank geschrieben.Leider gab es viele Nachzahlungen zu tätigen.Ich kann mich ja auch Information vom Arbeitsamt erst arbeitslos melden ,wenn ich wieder gesund bin.Leider bin ich das gar nicht. Ich habe mich auf einen neue Ausbildungsplatz  beworben und weiss nicht ob ich den überhaupt antreten kann ,wenn eine Zusage bekommen sollte.Im Moment wohne ich wieder bei meinen Eltern und konnte mich auch nicht arbeitslos melden aufgrund der Krankschreibung.

RE: Ausbildung wegen Depression abbrechen - und danach?

Liebe Mona,

vielen Dank für deine Anfrage im Forum. Gerne möchten wir dich weiter unterstützen. Es ist absolut nicht o.k. wenn dein Arbeitgeber dich aufgrund deiner Krankheit unter Druck setzt und dich kündigt. Wenn du nicht mehr in der Probezeit bist, kannst du nur noch außerordentlich und fristlos gekündigt werden, wenn du extrem gegen deine Pflichten verstoßen hast und Krankheit ist keine Pflichtverletzung!!! In deiner jetzigen Situation ist es zunächst einmal wichtig, dass du dich um deine Gesundheit kümmerst. Diese hat oberste Priorität. Deine Ausbildung kannst du zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen.

Es kann gut sein, dass du Krankengeld bekommst. Einen guten Überblick über Leistungen, die nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses bekommst, bekommst du hier:

https://mittelhessen.verdi.de/themen/rechtstipps-a-z/++co++c9fda76e-ced2-11e3-817c-525400248a66

Gerade weil du schreibst, dass du viele Nachzahlungen tätigen musst, kannst dich auch an deine Schuldnerberatung für Jugendlich vor Ort wenden.  Hier findest du einen Kontakt:

https://hilfe.diakonie.de/hilfe-vor-ort/schuldnerberatung-und-insolvenzberatung

Wenn du weitere Unterstützung oder Rückendeckung brauchst, kannst du dich auch jederzeit an deine örtliche Gewerkschaft wenden. Hier ist ein Kontakt für dich:


ver.di Braunschweig
Wilhelmstr. 5
38100 Braunschweig

Tel.: 0531/24408-0
Fax: 01805/837343 25500
E-Mail: service.nds-hb@verdi.de

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Hier kannst du Mitglied werden

https://jugend.dgb.de/dgb_jugend/ueber-uns/mitglied-werden

RE: Ausbildung wegen Depression abbrechen - und danach?

Hallo,

ich weiß gar nicht so genau, ob ich hier überhaupt richtig bin, aber ich dachte mir, ich kann ja mal nachfragen.

Ich mache seit einem Jahr ein duales Studium und habe auch eine Art Ausbildungsvertrag bei meiner Firma mit dem Zusatz, dass ich nebenbei an einer Hochschule studiere.

Leider hat sich mein psychischer Zustand im letzten Jahr extrem verschlechtert. Ich leide (vermutlich) unter Panikattacken, einer Essstörung und depressiven Phasen. Ich hatte schon mal vor ein paar Jahren damit zu kämpfen und eigentlich wollte mich mein Hausarzt an einen Fachmann überweisen, aber ich habe den Termin damals nie wahrgenommen und mich dementsprechend auch nicht behandeln lassen...

Nun will ich meinen Vertrag mit der Firma kündigen, da ich im Moment nicht in der Lage bin das duale Studium ordentlich zu machen. Hinzu kommt, dass ich eh viel lieber eine reine Ausbildung machen will, da mir das Konzept des dualen Studiums doch nicht gefällt, was mich noch mehr anstrengt und zu mehr Stress führt.

Die Kündigung an sich sollte eigentlich kein Problem sein, da in meinem Vertrag nur drin steht, wenn ich kündigen will, habe ich eine zweiwöchige Kündigungsfrist. Sonst stehen da keine weiteren Bedienungen oder Konsequenzen.

Eigentlich wollte ich das schon längst mal ansprechen, aber irgendwie ging mein erster Versuch total nach hinten los. Ich habe durch die Panikattacken und depressiven Phasen ein großes Problem damit mich zum Beispiel per Telefon oder E-Mail zu melden. Sei es selbstständig oder auch pünktlich zu antworten. Das hat meine Chefin natürlich verärgert und hat mich offiziell verwarnt. Dabei wollte ich probieren zu erklären woran das liegt, aber ich habe mich dabei wohl nicht klar genug ausgedrückt oder sie hat mich nicht verstanden. Sie meinte nur, sie könnte das nicht nachvollziehen und sie hofft die Verwanrung in meiner Personalakte würde etwas bringen... Jetzt habe ich ehrlich gesagt große Angst davor das Thema nochmal anzusprechen und offiziell wegen meines Zustandes zu kündigen.

Glaubt Ihr es würde helfen, wenn ich ein Attest eines Psychologen oder Psychotherapeuten hätte, das meine Probleme bestätigt?

Wo könnte ich Hilfe finden, die mich in meiner Lage unterstützen kann? Ich habe oft das Gefühl, dass es schwieriger ist jemanden zu finden, der dafür zuständigt ist, da duale Studenten weder richtige Azubis noch richtige Vollzeitstudenten sind.

Ich hoffe sehr, dass Ihr mir vielleicht weiterhelfen könnt.

Liebe Grüße,

Grace.

RE: Ausbildung wegen Depression abbrechen - und danach?

Liebe Grace,

vielen Dank für deine Anfrage im Forum. Gerne möchten wir versuchen dich weiter zu unterstützen.

Deine Gesundheit sollte an erster Stelle stehen und wenn du den Entschluss gefasst hast, dass du das duale Studium beenden möchtest, dann gehe auf jeden Fall diesen Weg, wenn er deiner Gesundheit dient.

Es kann hilfreich für dich sein, wenn du bereits eine Ausbildungsstelle gefunden hast. Erstens bei der Bewerbung hast du eine bessere Verhandlungsposition und kannst dich im Moment aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis hinausbewerben und zweitens hast du so keine Lücke in deinem Lebenslauf.

Unter Umständen kann dir etwas Zeit deines Studiums bei einer Ausbildung in einem ähnlichen Bereich angerechnet werden. Erkundige dich hier bei der zuständigen Kammer (IHK oder HWK).

Wie du richtig schreibst, ist es oftmals schwierig Ansprechpartner_innen für dual Studierende zu finden.

Als Gesprächsvorbereitung kann ich dir folgende Tipps geben. Bereite dich gut auf das Gespräch vor. Sprich mit deiner Familie und deinen Freunden darüber. Diese Dinge solltest du dir vorher überlegen:

  • Schlafe erstmal eine Nacht über die ganze Sache und mach deinem Ärger nochmal Luft bei jemanden, dem du vertraust.
  • Was ist dein Wunsch an dieses Gespräch?
  • Überlege dir auch, mit wem es sinnvoll ist, das Gespräch zu führen (Ausbilder_in, Personalabteilung, Kolleg_in) und mache dir Gedanken, wen du zur Unterstützung mit in das Gespräch nehmen könntest, denn es ist wichtig, dass du dich im Gespräch sicher fühlst. (JAV, Betriebsrat, Eltern, Kolleg_innen, Mit-Azubis etc.)
  • Vereinbare einen konkreten Termin mit deinem_rGesprächspartner_in. Stelle vorher sicher, dass er/sie Zeit hat und ihr ungestört sprechen könnt.
  • Und keine Panik! Wenn du nervös bist, das ist ganz normal.

Wenn du in das Gespräch gehst, bleib ruhig und sachlich.

  • Formuliere zuerst, worum es dir geht.
  • Wenn dein Entschluss feststeht kündigen u wollen, dann nimm diese gleich mit zu dem Gespräch. Eine Bestätigung von deinem Psychologen brauchst du nicht, wenn sie dir für das Gespräch Sicherheit gibt, dann lass dir eine ausstellen.
  • Fasse am Ende alle wichtigen Punkte, auf die ihr euch geeinigt habt, nochmal kurz zusammen. Und einigt euch auf weitere Schritte. Du kannst auch gleich einen Termin für ein weiteres Gespräch ausmachen, falls ihr nochmal sprechen müsst.

Da du aus München kommst kannst du dich auch mal an das Azubi-Beratungsbüro azuro von der Stadt München wenden. Da werden Azubis kostenlos beraten. Hier ist der Kontakt für dich:

azuro

Paul-Heyse-Str. 22

80336 München

Tel: 089-51410635

Mail: azuro@azuro-muenchen.de

Homepage: www.azuro-muenchen.de

Viel Erfolg und viel Kraft für die vor dir liegenden Herausforderungen! Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

Liebe Grüße


Dr. Azubi


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RE: Ausbildung wegen Depression abbrechen - und danach?

Hallo, 

Ich hab am 01.08.2021 eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte begonnen. Die ersten 1,5 Monate haben auch sehr viel Spaß gemacht in der Samtgemeinde. 
Nach den 1,5 Monaten begann der Dienstbegleitene Unterricht beim Landkreis für mich. Die ersten zwei Wochen war auch alles gut weil wir uns erstmal kennengelernten und alles ganz entspannt angingen lassten. 
Nach diesen zwei Wochen bin ich dann wieder zum Landkreis gefahren und bei der Auto Fahrt merkte ich schon das ich totale Panik bekomme (da die Prüfungsphase langsam beginnt) und fing an zu weinen. Ich rief meine Mutter an als ich angekommen war und fragte sie was ich machen sollte. Ich bin dann wieder nach Hause gefahren weil ich auf keinen Fall dort rein konnte. 
Ich leide schon seit 5 Jahren unter Schulangst und war auch schon in Therapie aber alles bringt irgendwie nichts auf Dauer. 
Die nächsten Tage bin ich auch immer wieder hingefahren aber ich konnte dort nicht reingehen und bin letztendlich wieder nach Hause gefahren. 
Dann hab ich auf der Arbeit Bescheid gesagt das ich seit Tagen nicht mehr zum DBU gehe, wegen der Schulangst. Mein Personalchef ist total entspannend gewesen und meine ich würde die Ausbildung auf jeden Fall schaffen aber wenn es mir schlecht geht soll ich mich erstmal darum kümmern. Zu Not sollte ich mich auch den Rest vom DBU krankschreiben lassen und dann wieder normal zur Arbeit kommen, weil der DBU Block dann vorbei wäre.  Ich bin jetzt auch erstmal krankgeschrieben aber ich habe in einem Monat wieder Schule als Blockunterricht und merke jetzt schon das ich das nicht schaffe werde dort hinzugehen. 
Was soll ich jetzt machen? 
Soll ich kündigen aber was wird dann aus mir? 
Wenn ich nächstes Jahr wieder eine Ausbildung beginne wird die Angst dann auch wieder kommen? 

Ich bitte um dringende Hilfe :(

RE: Ausbildung wegen Depression abbrechen - und danach?

Hallo lieber Azubi,

schön, dass du dich an Dr. Azubi gewendet hast. 

Jeder kann krank werden und es dürfen keine negativen Folgen daraus resultieren. Für die Dauer und den Zeitpunkt kannst du ja nichts. Deine psychische und physische Gesundheit ist dein wichtigstes Gut. Die Ursachen von psychischem Stress können sehr unterschiedlich sein: zu hohe Arbeitsbelastung, Druck am Arbeitsplatz, Unterforderung bis hin zu fehlender Anerkennung von Vorgesetzten oder private Probleme. Aber auch Mobbing, Gewalt oder sexuelle Belästigung am Ausbildungsplatz können Auslöser psychischer Belastung sein.

Nicht selten sind Bauchschmerzen, Schlafstörungen oder Energieverlust bis hin zu Depressionen und Burnout Folgen von psychischem Stress. Aber nicht jedes Unwohlsein ist gleich ein Indiz für eine psychische Belastung. 

Wenn die Symptome über einen längeren Zeitraum auftreten, solltest du die Warnsignale ernst nehmen und dir Hilfe von einem fachlich qualifizierten Arzt holen. Konzentriere dich erst einmal darauf, dass es dir bald wieder besser geht und mach dir keine Sorgen wegen deiner Ausbildung. Blöde Kommentare oder Druckausübungen von Seiten deines Betriebes sind nicht in Ordnung.

Bitte wende dich an deine Gewerkschaft und lass dich dort beraten. Dann bist du in guten Händen falls wirklich etwas passiert:

Wenn du weitere Unterstützung oder Rückendeckung brauchst, kannst du dich auch jederzeit an deine örtliche Gewerkschaft wenden. Hier ist ein Kontakt für dich:

Verdi Sitz des Landesbezirks Niedersachsen/Bremen
Goseriede 10
30159 Hannover

Tel.: 0511/12400-0
Fax: 0511/12400-150
E-Mail: service.nds-hb@verdi.de

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Wenn du mehr über unsere Arbeit erfahren willst, dann folge diesem Link: https://jugend.dgb.de/dgb_jugend/ueber-uns/mitglied-werden

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Liebe Grüße

Dr. Azubi   

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RE: Ausbildung wegen Depression abbrechen - und danach?

Hallo,

ich mache eine Aubildung und habe diese verkürzt. Ich habe also im Spetmber 2022 eine zweijährige Ausbildung begonnen. 

Mein Zustand hat sich schon vor Beginn der Ausbildung verschlechtert und inzwischen zu starken Depressionen geführt. Ich möchte meinem Arbeitgeber mitteilen, dass ich die Ausbildung so nicht fortführen kann.
Gibt es die Möglichkeit die Ausbildung abzubrechen, nach ausreichend Zeit (vermutlich ein paar Wochen) und hoffentlich bei Genesung wieder im Betrieb zu arbeiten (als "Hilfsarbeiter") und dann im Septmber diesen Jahres nochmal eine ganz normale dreijährige Ausbildung anzufangen (alles im selben Betrieb)?

Ich wäre um eine (Schnelle) Antwort sehr dankbar :)

Liebe Grüße 

Julia

RE: Ausbildung wegen Depression abbrechen - und danach?

Hallo lieber Azubi, 

schön, dass du dich an Dr. Azubi gewendet hast. 

Erst einmal vorweg: es ist nicht in Ordnung, dass du in deinem Betrieb so unter Druck gesetzt wirst und du dir Sorgen um die Reaktionen deines Chefs machen musst, denn wenn du krank bist, bist du krank! Jeder kann krank werden und es dürfen keine negativen Folgen daraus resultieren. Für die Dauer und den Zeitpunkt kannst du ja nichts. Blöde Kommentare darüber oder versuchte Druckausübung seitens deines Chefs sind nicht in Ordnung, aber es ist natürlich schwierig das abzustellen. Letztendlich zahlt dein Chef selbst drauf, weil es nachgewiesenermaßen die Fehlzeiten erhöht wenn kranke Mitarbeiter nicht positiv begrüßt werden, wenn sie an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.

Wenn du die ganze Zeit ein schlechtes Gewissen hast, wenn du krankgeschrieben wirst, kannst du dich nicht erholen und dein gesundheitlicher Zustand wird immer schlimmer. Ich kann gut verstehen, dass das für dich die Hölle ist. Du darfst dich aber auf keinen Fall unter Druck setzen lassen – es gibt nichts, was dir vorgeworfen werden kann.

Nun aber ein paar Infos zu deiner Krankschreibung:

Wenn du krank bist, hast du Anspruch auf Vergütungsfortzahlung im Krankheitsfall (§ 3 Entgeltfortzahlungsgesetz). Erst wenn du länger als 6 Wochen krank bist, bekommst du Krankengeld von deiner Krankenkasse. Die Krankenkasse zahlt 70 Prozent der regelmäßig erzielten Bruttoausbildungsvergütung (das ist der Betrag ohne Abzüge), jedoch nicht mehr als 90 Prozent der letzten Nettoausbildungsvergütung (das ist der Betrag, der auf deinem Konto eingeht). Das Krankengeld ist einschließlich Vergütungsfortzahlung auf 78 Wochen innerhalb von drei Jahren beschränkt.

Wenn du sehr lange krankgeschrieben bist, kann dein Arbeitgeber den medizinischen Dienst der Krankenkasse einschalten. Der überprüft dann die Diagnose deines Arztes.

Wenn du durch zu hohe Fehl- und Krankheitszeiten bis zur Anmeldung der Abschlussprüfung die vorgeschriebene Ausbildungszeit nicht abgeleistet hast, solltest du Kontakt zu deiner zuständigen Stelle (IHK / HK) aufnehmen und fragen, ob eine Zulassung nicht trotzdem möglich ist. Wenn dir nicht mehr als zehn Prozent (12-15 Wochen) an Ausbildungszeit fehlen hast du gute Chancen zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden und nicht verlängern zu müssen. Das mit den zehn Prozent ist übrigens eine Faustregel - kein Gesetz. Dabei sind auch immer Ausnahmeregelungen möglich.

Jetzt Gewerkschaftsmitglied werden!

Als Gewerkschaftsmitglied hast du Anspruch auf kostenlose Rechtsberatung und kostenlosen Rechtsbeistand - daher solltest du dir überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, deiner Gewerkschaft beizutreten - wenn du nicht schon Mitglied bist. Du kannst jederzeit Mitglied deiner Gewerkschaft werden. Die Mitgliedschaft kostet in der Regel 1% vom Bruttolohn pro Monat. Solltest du kein Einkommen haben (also keinen Ausbildungsvertrag) gibt es pauschale Beiträge. Ein Kontakt in deiner Nähe ist:

Verdi Sitz des Landesbezirks Bayern
Neumarkter Str. 22
81673 München

Tel.: 089/59977-0
Fax: 089/59977-488
E-Mail: LBZ.Bayern@verdi.de

Da kannst du einfach anrufen, nach einem_r Jugendsekretär_in fragen und auch ruhig sagen, dass du von Dr. Azubi kommst....

 

Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

 

Liebe Grüße

Dr. Azubi

P. S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

 

RE: Ausbildung wegen Depression abbrechen - und danach?

Hallo,

ich habe meine Praktische Prüfug der ausbildung letzte woche nicht bestanden. Nun machen mir alle Druck, dass ich dieses halbe jahr ja dran hängen muss. Ich habe bis morgen Zeit mich zu entscheiden.

Ich bin mir sehr sehr unsicher, ob ich das wirklich möchte. Erstmal spricht mich der Ausbildungsberuf gar nicht mehr an. Zweitens habe ich immense Probleme mit meinem Ausbilder. Wir reden seit einem guten 3/4 Jahr gar nicht mehr miteinander. Er hat mich die letzten 3 jahre davor gemobbt. Drittens kann ich einfach nicht mehr. Ich stehe seit einem guten halben jahr komplett neben mir und bekomm einfach nichts mehr hin. Sei es zuhause oder auf der Arbeit.

Ich habe den Schriftlichen Prüfungsteil und die Berufsschule bestanden, es geht wirklich nur noch um den Praktischen Teil. Ich habe aber auch immense Panik vor der Prüfung, hatte Panikattacken und alles.

Ich habe für mich das Gefühl, dass es richtig wäre die Ausbildung abzubrechen, aber ist es wirklich so Schlau, wenn mir ja nur noch ein Teil fehlt?

Ich bitte um hilfe. Ich kann das alleine nicht entscheiden.

Vielen Dank,

Liebe Grüße!

RE: Ausbildung wegen Depression abbrechen - und danach?

Hallo lxurx!

Danke für deine Anfrage! Das tut mir leid, dass es im ersten Versuch nicht geklappt hat und dass du so große Probleme hast in deinem Betrieb. Ich kann nachvollziehen dass es erstmal hart ist, sich vorzustellen, dort noch länger bleiben zu müssen. Ich kann dir die Entscheidung leider nicht abnehmen. Allerdings ist es so, dass du die Ausbildung auch danach noch abbrechen kannst, wenn du das möchtest weil du den Beruf aufgeben willst. Das heißt, du könntest auch erstmal zustimmen, länger zu bleiben und dann in Ruhe überlegen, ob du das wirklich bis zum Ende durchziehen möchtest. In manchen Fällen kannst du auch das Ausbildungsverhältnis auslaufen lassen und als externer Prüfling teilnehmen. Das müsstest du am besten bei der zuständigen Stelle (z.B. IHK oder HWK) nachfragen, ob es diese Möglichkeit für dich gibt.

Der Nachteil, die Abschlussprüfung als externer Prüfling abzulegen ist, dass du die Prüfungsgebühren selbst tragen musst und dich selbstständig frühzeitig zur Abschlussprüfung anmelden musst. Außerdem ist es natürlich nicht ideal als externer Prüfling in die Prüfung zu gehen, wenn du noch wichtige Dinge für das Bestehen der Abschlussprüfung lernen müsstest. Und: Wenn du kündigst giltst du unter Umständen als mitschuldig am Verlust deines Arbeitsplatzes und riskierst eine Sperre des Arbeitslosengeldes.

Grundsätzlich ist die IHK/HWK übrigens auch dafür da, die Ausbildungsqualität in den Betrieben zu kontrollieren. Da könntest du die Missstände in deinem Betrieb also auch mal ansprechen.

Mobbing in der Ausbildung passiert leider öfter. Zuerst möchte ich dir raten, dass du einen Arzt oder eine Ärtzin aufsuchst, wenn es dir schlecht geht. Diese_r kann dann einschätzen ob er_sie dich krankschreibt oder nicht.

Mobbing musst du dir nicht gefallen lassen, denn dein_e Ausbilder_in hat eine Fürsorgepflicht dir gegenüber. Er oder sie muss dich also vor solchen Angriffen in Schutz nehmen! Am besten du dokumentierst alles so genau wie möglich: Wer hat was, wann zu wem gesagt und wer war noch dabei. Schreibe genaue Zitate auf usw. so hast du später einen guten Nachweis. Ich rate dir, bei deiner Gewerkschaft um Hilfe zu bitten. Die können dir helfen einzuschätzen, ob dir evtl. sogar ein Schadensersatz zusteht und welche Ansprüche du gegen deinen Betrieb hast. Dort kannst du auch nochmal persönlich deine Möglichkeiten durchsprechen und dann eine informierte Entscheidung treffen. Einen Kontakt zu deiner Gewerkschaft findest du hier:

IG Metall
Gutenbergstr. 2
32756 Detmold
Telefon: +49 5231 99190
E-Mail: detmold@igmetall.de

Da kannst du anrufen, nach einem_einer Jugendsekretär_in fragen und sagen, dass du von Dr. Azubi kommst. Als Gewerkschaftsmitglied hast du Anspruch auf kostenlose Rechtsberatung und kostenlosen Rechtsbeistand - daher solltest du dir überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, deiner Gewerkschaft beizutreten - wenn du nicht schon Mitglied bist. Du kannst jederzeit Mitglied deiner Gewerkschaft werden. Die Mitgliedschaft kostet in der Regel 1% vom Bruttolohn pro Monat.

Ich wünsche dir alles Gute für deine Gesundheit und deine weitere Ausbildung - dass du dich bald wieder besser fühlst.

Wenn du mehr über unsere Arbeit erfahren willst, dann folge diesem Link: https://jugend.dgb.de/dgb_jugend/ueber-uns/mitglied-werden

Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

Liebe Grüße

Dr. Azubi          

P. S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

RE: Ausbildung wegen Depression abbrechen - und danach?

Hallo alle miteinander, 

Ich bin im letzten Lehrjahr meiner Ausbildung und stehe kurz vor den Prüfungen. Seit einigen Monaten geht bei uns im Betrieb alles drunter und drüber, Kündigungen, enorme Krankheitsausfälle, Schikane der Mitarbeiter etc.

Ich kann nicht mehr schlafen, ich habe Panik zur Arbeit, habe sicher schon eine Art von Depression und weiß nicht wie ich diese letzten Monate überstehen soll. In der Berufsschule habe ich fast nur 1er aber die Arbeit macht mich emotional und psychisch fix und fertig.. ich habe das Gefühl ich breche jeden Moment zusammen aber ich habe Angst dass wenn ich mich krankmelde noch irgendwelche Konsequenzen drohen können, da ich meine Krankheitstage für die 3 Jahre Ausbildungszeit schon aufgebraucht habe, vorallem auch aufgrund von Corona.

Bitte, ich brauche dringend einen Rat was ich tun kann.. ich habe das Gefühl ich kann dort keinen Tag länger mehr hingehen. 

RE: Ausbildung wegen Depression abbrechen - und danach?

Hallo alle miteinander, 

Ich bin im letzten Lehrjahr meiner Ausbildung und stehe kurz vor den Prüfungen. Seit einigen Monaten geht bei uns im Betrieb alles drunter und drüber, Kündigungen, enorme Krankheitsausfälle, Schikane der Mitarbeiter etc.

Ich kann nicht mehr schlafen, ich habe Panik zur Arbeit, habe sicher schon eine Art von Depression und weiß nicht wie ich diese letzten Monate überstehen soll. In der Berufsschule habe ich fast nur 1er aber die Arbeit macht mich emotional und psychisch fix und fertig.. ich habe das Gefühl ich breche jeden Moment zusammen aber ich habe Angst dass wenn ich mich krankmelde noch irgendwelche Konsequenzen drohen können, da ich meine Krankheitstage für die 3 Jahre Ausbildungszeit schon aufgebraucht habe, vorallem auch aufgrund von Corona.

Bitte, ich brauche dringend einen Rat was ich tun kann.. ich habe das Gefühl ich kann dort keinen Tag länger mehr hingehen. 

RE: Ausbildung wegen Depression abbrechen - und danach?

Hallo lieber Azubi, 

schön, dass du dich an Dr. Azubi gewendet hast. Ich kann dir empfehlen deine Ausbildung zu Ende zu machen und dann zu schauen, wo du arbeiten möchtest. Gerne kannst du das schon davor. Bei einem Ausbildungsplatzwechsel gehst du am besten folgendermaßen vor:

Bewirb dich ab sofort, denn solange du noch einen Ausbildungsplatz hast, sind deine Bewerbungschancen besser. Ausbildungsplätze, die sofort zu besetzen sind, findest du unter www.arbeitsagentur.de oder www.meinestadt.de, oder www.ihk.de. Schau auch in den Stellenportalen im Internet nach sowie in der Zeitung und oder frag im Bekanntenkreis. Auch einen Versuch wert: Suche eines Ausbildungsplatzes über soziale Netzwerke wie XING oder LinkedIn.

Sobald du was Neues hast -und erst dann!- kannst du einen Aufhebungsvertrag machen, wenn dein Betrieb mit deinem Weggang einverstanden ist.

Falls der Betrieb nicht einverstanden ist, kannst du unter Umständen außerordentlich und fristlos kündigen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (§ 22 Berufsbildungsgesetz). Fristlos bedeutet: Du kannst sofort gehen, nachdem du die Kündigung übergeben hast oder nachdem die Kündigung per Post im Betrieb angekommen ist. Wichtige Gründe sind zum Beispiel:

schwere und andauernde Verstöße gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz oder das Arbeitszeitgesetz

mangelhafte Ausbildung durch Verstöße gegen die Ausbildungspflicht und berufliche Mängel

eine andauernde Beschäftigung mit ausbildungsfremde Tätigkeiten

Sexuelle Belästigung oder Züchtigung (körperliche Gewalt)

mehrmalig ausbleibende Ausbildungsvergütung

wenn deinem Betrieb die Ausbildereignung fehlt, sie entzogen wird oder er gar keine besitzt

angeordnete Überstunden, die auch nach Aufforderung nicht bezahlt oder in Freizeit ausgeglichen wurden und durch die das Ausbildungsziel gefährdet ist

systematisch schlechte Behandlung (immer wieder Beschimpfungen, Beleidigungen, Benachteiligungen, Diskriminierung)

Du musst schriftlich und unter genauer Angabe der Gründe (wer, was, wann, wo) kündigen. Sonst ist die Kündigung unwirksam. Sie ist auch unwirksam, wenn dir der auslösende Kündigungsgrund bereits länger als zwei Wochen bekannt war. Wenn du aufgrund von Pflichtverletzungen kündigst, die der Betrieb langfristig nicht beheben kann (z. B.: Entziehen der Ausbildereignung) oder es dir absolut unzumutbar ist weiter in dem Betrieb deine Ausbildung fortzusetzen (z. B. bei sexueller Belästigung), dann kannst du sofort unter Angabe der Gründe fristlos kündigen. Wenn dein Betrieb aber die Möglichkeit hat sein Verhalten zu ändern (z. B. bei ausbildungsfremden Tätigkeiten). Anschließend musst du den Betrieb zunächst auf die Pflichtverletzung in Form einer schriftlichen Abmahnung hinweisen und ihn dazu auffordern die Situation zu ändern. Es kann auch sinnvoll sein die zuständige Kammer mit einzubeziehen und die Schlichtung einzuberufen. Die Schlichtung ist eine Besonderheit in der Berufsausbildung, die zum Ziel hat Streitigkeiten zwischen Azubi und Ausbilder bereits vor einem Gerichtsprozess zu klären. Falls sich daraufhin nichts ändern sollte, dann hast du die Möglichkeit fristlos zu kündigen.

Eine außerordentliche Kündigung zu schreiben, ist eine Wissenschaft für sich. Deshalb gibt es keine allgemeine Vorlage. Du musst in der fristlosen Kündigung schwere Vorwürfe gegen deinen Ausbildungsbetrieb erheben. Damit die Sache auch wasserdicht ist, solltest du dir unbedingt Hilfe bei deiner Gewerkschaft holen. Rückendeckung kannst du oft auch nach der Kündigung gebrauchen. Denn wenn der Azubi kündigt, ist der Ausbilder oftmals verärgert und gibt dir nicht immer freiwillig, was dir noch zusteht. Zum Beispiel Arbeitszeugnis, Arbeitspapiere, Restgehalt, Urlaubsansprüche, die ausbezahlt werden müssen.

Hier ist ein Kontakt für dich:

Verdi Sitz des Landesbezirks Baden-Württemberg
Theodor-Heuss-Straße 2 / Haus 1
70174 Stuttgart

Tel.: 0711 - 88788-7
Fax: 01805 - 83734329920
E-Mail: lbz.bawue@verdi.de

Da kannst du einfach anrufen, nach einem_einer Jugendsekretär_in fragen und auch ruhig sagen, dass du von Dr. Azubi kommst...

Nachdem deine Kündigung oder der Aufhebungsvertrag durch sind, setzt du deine Ausbildung nahtlos im neuen Betrieb fort. Aber Vorsicht: Du hast wieder bis zu 4 Monate Probezeit.

 

Viel Erfolg! Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

 

Liebe Grüße

Dr. Azubi

P. S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

RE: Ausbildung wegen Depression abbrechen - und danach?

Hallo lieber Azubi, 

schön, dass du dich an Dr. Azubi gewendet hast. Ich kann dir empfehlen deine Ausbildung zu Ende zu machen und dann zu schauen, wo du arbeiten möchtest. Gerne kannst du das schon davor. Bei einem Ausbildungsplatzwechsel gehst du am besten folgendermaßen vor:

Bewirb dich ab sofort, denn solange du noch einen Ausbildungsplatz hast, sind deine Bewerbungschancen besser. Ausbildungsplätze, die sofort zu besetzen sind, findest du unter www.arbeitsagentur.de oder www.meinestadt.de, oder www.ihk.de. Schau auch in den Stellenportalen im Internet nach sowie in der Zeitung und oder frag im Bekanntenkreis. Auch einen Versuch wert: Suche eines Ausbildungsplatzes über soziale Netzwerke wie XING oder LinkedIn.

Sobald du was Neues hast -und erst dann!- kannst du einen Aufhebungsvertrag machen, wenn dein Betrieb mit deinem Weggang einverstanden ist.

Falls der Betrieb nicht einverstanden ist, kannst du unter Umständen außerordentlich und fristlos kündigen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (§ 22 Berufsbildungsgesetz). Fristlos bedeutet: Du kannst sofort gehen, nachdem du die Kündigung übergeben hast oder nachdem die Kündigung per Post im Betrieb angekommen ist. Wichtige Gründe sind zum Beispiel:

schwere und andauernde Verstöße gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz oder das Arbeitszeitgesetz

mangelhafte Ausbildung durch Verstöße gegen die Ausbildungspflicht und berufliche Mängel

eine andauernde Beschäftigung mit ausbildungsfremde Tätigkeiten

Sexuelle Belästigung oder Züchtigung (körperliche Gewalt)

mehrmalig ausbleibende Ausbildungsvergütung

wenn deinem Betrieb die Ausbildereignung fehlt, sie entzogen wird oder er gar keine besitzt

angeordnete Überstunden, die auch nach Aufforderung nicht bezahlt oder in Freizeit ausgeglichen wurden und durch die das Ausbildungsziel gefährdet ist

systematisch schlechte Behandlung (immer wieder Beschimpfungen, Beleidigungen, Benachteiligungen, Diskriminierung)

Du musst schriftlich und unter genauer Angabe der Gründe (wer, was, wann, wo) kündigen. Sonst ist die Kündigung unwirksam. Sie ist auch unwirksam, wenn dir der auslösende Kündigungsgrund bereits länger als zwei Wochen bekannt war. Wenn du aufgrund von Pflichtverletzungen kündigst, die der Betrieb langfristig nicht beheben kann (z. B.: Entziehen der Ausbildereignung) oder es dir absolut unzumutbar ist weiter in dem Betrieb deine Ausbildung fortzusetzen (z. B. bei sexueller Belästigung), dann kannst du sofort unter Angabe der Gründe fristlos kündigen. Wenn dein Betrieb aber die Möglichkeit hat sein Verhalten zu ändern (z. B. bei ausbildungsfremden Tätigkeiten). Anschließend musst du den Betrieb zunächst auf die Pflichtverletzung in Form einer schriftlichen Abmahnung hinweisen und ihn dazu auffordern die Situation zu ändern. Es kann auch sinnvoll sein die zuständige Kammer mit einzubeziehen und die Schlichtung einzuberufen. Die Schlichtung ist eine Besonderheit in der Berufsausbildung, die zum Ziel hat Streitigkeiten zwischen Azubi und Ausbilder bereits vor einem Gerichtsprozess zu klären. Falls sich daraufhin nichts ändern sollte, dann hast du die Möglichkeit fristlos zu kündigen.

Eine außerordentliche Kündigung zu schreiben, ist eine Wissenschaft für sich. Deshalb gibt es keine allgemeine Vorlage. Du musst in der fristlosen Kündigung schwere Vorwürfe gegen deinen Ausbildungsbetrieb erheben. Damit die Sache auch wasserdicht ist, solltest du dir unbedingt Hilfe bei deiner Gewerkschaft holen. Rückendeckung kannst du oft auch nach der Kündigung gebrauchen. Denn wenn der Azubi kündigt, ist der Ausbilder oftmals verärgert und gibt dir nicht immer freiwillig, was dir noch zusteht. Zum Beispiel Arbeitszeugnis, Arbeitspapiere, Restgehalt, Urlaubsansprüche, die ausbezahlt werden müssen.

Hier ist ein Kontakt für dich:

Verdi Sitz des Landesbezirks Baden-Württemberg
Theodor-Heuss-Straße 2 / Haus 1
70174 Stuttgart

Tel.: 0711 - 88788-7
Fax: 01805 - 83734329920
E-Mail: lbz.bawue@verdi.de

Da kannst du einfach anrufen, nach einem_einer Jugendsekretär_in fragen und auch ruhig sagen, dass du von Dr. Azubi kommst...

Nachdem deine Kündigung oder der Aufhebungsvertrag durch sind, setzt du deine Ausbildung nahtlos im neuen Betrieb fort. Aber Vorsicht: Du hast wieder bis zu 4 Monate Probezeit.

 

Viel Erfolg! Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

 

Liebe Grüße

Dr. Azubi

P. S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

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