Deutscher Gewerkschaftsbund

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Schlechtwetterregelung in der Ausbildung

hallo :)

ich mache eine ausbildung als zimmermann und wir hatten wegen des extrem schlechten wetters die letzten tage frei und mussten zu hause bleiben.jetzt will er mir diese "schlechtwettertage" (etwa 5 oder 6 tage) von meinen urlaubstagen abziehen.ich halte das für nicht erlaubt.

nun meine frage: darf er das wirklich tun??

der lehrling: 21.01.2010 |
  • Re: Schlechtwetterregelung in der Ausbildung

    da oben ist etwas durcheinander gekommen.mit "er" meine ich natürlich meinen chef. ;)

    der lehrling: 21.01.2010


  • Re: Schlechtwetterregelung in der Ausbildung

    Hallo,

    als Azubi geht so etwas natürlich nicht.
    In der Regel ist die Berechnung von Minusstunden nicht rechtens. Denn die Ausbildungsvergütung muss weitergezahlt werden, wenn die Ausbildung aus gründen, für die du nichts kannst ausfällt, obwohl du bereitstehen würdest (§19 Berufsbildungsgesetz). Klassisches Beispiel: dein Ausbilder schickt dich heim, weil nichts mehr zu tun ist. Oder du bekommst einen Anruf, dass du gar nicht erst kommen sollst. In diesen fällen bist du bezahlt freigestellt und sammelst keine Minusstunden an, denn du hast ein recht darauf, die festgelegte tägliche Arbeitszeit auch zu arbeiten. Wenn es aus Witterungsgründen keine Arbeit gibt, könnte sich Dein Chef immer noch Übungsaufgaben in der Werkstatt ausdenken.

    Liebe Grüße,
    Dr. Azubi

    P.S. bitte empfehle unseren Service weiter!

    Dr. Azubi: 22.01.2010


  • Re: Schlechtwetterregelung in der Ausbildung

    hallo, also mir wollte mein chef urlaubstage abziehen wegen schlechtwetter. und da ich nur 2 dieses jahr noch hatte hat er mir den rest einfach unbezahlten urlaub gegeben, also jetzt im januar habe ich bis jetzt nur letzte woche 4 tage gearbeitet und meine nächste ausbildungsvergütung wird deutlich weniger sein. darf er das?

    R.K.: 25.01.2010


  • Re: Schlechtwetterregelung in der Ausbildung

    Lieber R.K.

    nein, dass darf er nicht so einfach, denn wie du in dem Beitrag oben schon lesen konntest, muss deine Ausbildungsvergütung weitergezahlt werden, wenn die Ausbildung aus Gründen, für die du nichts kannst ausfällt, obwohl du bereitstehen würdest (§19 Berufsbildungsgesetz).
    Für schlechtes Wetter kannst du nichts und auch nicht dafür, dass dich dein Chef deshalb heim schickt und sich nicht z.B. Übungsaufgaben ausdenkt, die du drinnen erledigen kannst. Du hast ein recht darauf, die festgelegte tägliche Arbeitszeit auch zu arbeiten!

    So gesehen warst du den Großteil des Januars bezahlt freigestellt und dein Chef darf dir weder Urlaubstage, noch etwas von deinem Lohn abziehen, weil er dich freigestellt hat.

    Wende dich an deine Gewerkschaft IG BAU vor Ort und hol dir dort rechtliche Unterstützung, falls du welche brauchst. Hier ist ein Kontakt in deiner Nähe für dich:

    IG BAUEN-AGRAR-UMWELT
    Bezirksverband
    Mülheim-Essen-Oberhausen
    Gildehofcenter
    Hollestr.3 (9.Etage)
    45127 Essen

    Tel.: 0201/24 56 50
    Fax.: 0201/24 56 520
    e-mail: essen@igbau.de
    Internet: www.igbau.de/​meo

    Da kannst du einfach anrufen, nach einem Jugendsekretär fragen und auch ruhig sagen, dass du von Dr. Azubi kommst....

    Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

    Liebe Grüsse,
    Dr. Azubi
    P.S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

    Dr. Azubi: 28.01.2010


  • Re: Schlechtwetterregelung in der Ausbildung

    Hallo,

    Ich habe meinen Chef bzw. Meister mal gefragt wie es mit dem "Schlechtwetter" bei Azubis aussieht, Sie meinten es würde von meinen Urlaubstagen abgezogen. Es sei den ich komm in die Firma!!
    Januar waren es schon 6 oder 7 Tage wo Schlechtwetter war, + letzes Jahr Dezember 4 oder 5 Tage..
    Ich mache mir sorgen wegen Urlaubstage bzw. Lohn..
    Ich habe mich mal hier umgesehen und gelesen, dass sie das nicht dürfenusw.
    Noch eins, wenn ich zur Arbeit fahren will, und die Busse fahren nicht weil die Straßen zu Glatt sind oder weil die Busfahrer des Risiko nicht auf sich nehmen wollen.

    Muss ich Angst haben wenn ich mir jetzt meine Urlaubstage für das Jahr setzte und die sagen nein soviele hast du nicht mehr.
    Das ich sage das sie das nicht dürfen, wenn die mich dan Kündigen :/

    mfg Dirk

    Ich versteh die ganzen sachen "Schlechtwetter" nicht -.-

    Dirk: 30.01.2010


  • Re: Schlechtwetterregelung in der Ausbildung

    Lieber Dirk,

    wie gesagt, die Ausbildungsvergütung muss weitergezahlt werden, wenn die Ausbildung aus gründen, für die du nichts kannst ausfällt, obwohl du bereitstehen würdest (§19 Berufsbildungsgesetz). Klassisches Beispiel: dein Ausbilder schickt dich heim, weil nichts mehr zu tun ist. Oder du bekommst einen Anruf, dass du gar nicht erst kommen sollst. In diesen Fällen bist du bezahlt freigestellt und sammelst keine Minusstunden an, denn du hast ein recht darauf, die festgelegte tägliche Arbeitszeit auch zu arbeiten. Wenn es aus Witterungsgründen keine Arbeit gibt, könnte sich Dein Chef immer noch Übungsaufgaben in der Werkstatt ausdenken.
    Also solltest du bei schlechtem Wetter auf jeden Fall in die Firma gehen, damit dir dein Chef auch Arbeit geben kann.

    Das pünktliche Erscheinen am Arbeitsplatz ist eine deiner vertraglich geregelten Pflichten. Du bist verpflichtet sicher zu stellen, dass du (egal bei welcher Verkehrs- oder Wetterlage) rechtzeitig bei der Arbeit erscheinst. Das würde bedeuten, dass du zur Not sogar zur Arbeit laufen müsstest, wenn die Busse nicht fahren.

    Wenn du nicht mehr in der Probezeit bist, kannst du übrigens nicht so einfach gekündigt werden, denn nach der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis vom Ausbilder nur noch außerordentlich und fristlos gekündigt werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (§22 Berufsbildungsgesetz). Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn die Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses bis zum Ablauf der Ausbildungszeit für den Ausbilder unzumutbar geworden ist. Wichtige Gründe sind zum Beispiel:
    • Wiederholtes schwänzen der Berufsschule
    • Häufiges zu spät kommen in der Arbeit
    • Eigenständiger Urlaubsantritt
    • Mehrmaliges unentschuldigtes Fehlen in der Arbeit
    • Trotz Aufforderung nicht geführte schriftliche Ausbildungsnachweise
    • Diebstahl

    Außerdem gibt es eine Faustregel die besagt, dass der Kündigung eines Azubis mindestens zwei Abmahnungen vorausgehen müssen.

    Wenn du rechtliche Unterstützung brauchst, um dich gegen den Abzug der Urlaubstage zu wehren oder dich einfach noch einmal ausführlich beraten lassen möchtest, kannst du dich an deine Gewerkschaft IG BAU vor Ort wenden. Hier ist ein Kontakt für dich:

    IG BAU Mitgliederbüro Wiesbaden
    Salierstr. 25
    65189 Wiesbaden
    Telefon: 0611 - 87023
    Fax: 0611 - 87058
    E-Mail: wiesbaden@igbau.de

    Da kannst du einfach anrufen, nach einem Jugendsekretär fragen und auch ruhig sagen, dass du von Dr. Azubi kommst....

    Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

    Liebe Grüsse,

    Dr. Azubi
    P.S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

    Dr. Azubi: 01.02.2010


  • Re: Schlechtwetterregelung in der Ausbildung

    Hallo,
    ist es zulässig, dass es für Auszubildene ein sogenanntes Stundenkonto für
    Schlechtwettertage gibt?
    Auf diesem stehen zur Zeit ca.160Stunden aus erstem
    und zweitem Lehjahr.
    Meine weitere Frage: Wenn dies zulässig sein sollte, wie viele Stunden dürfen
    darauf stehen bleiben und aus welchem Zeitraum dürfen diese Stunden stehen?
    Mein Chef ist nicht gewillt mit diese Stunden vor Ende der Lehrzeit
    auszubezahlen!
    Desweiteren: Können diese Stunden auch verfallen und in welchem Zeiraum?

    mfg René

    R.J.: 06.05.2012


  • Re: Schlechtwetterregelung in der Ausbildung

    Lieber René!

    Vielen Dank für deine Anfrage!

    Mir ist nicht ganz klar, was das mit dem Schlechtwetter-Konto sein soll.
    Denn entweder wurde dir gesagt, dass du zu Hause bleiben sollst, oder du musstest ganz normal zur Arbeit, da sich dein Ausbilder bspw. Übungsaufgaben für dich ausgedacht hat.

    D.h., entweder wurdest du von der Arbeit bezahlt freigestellt oder du hast ganz normal gearbeitet. Da konnten sich dann weder Minus- noch Überstunden angesammelt haben.

    Solltest du aber regelmäßig Überstunden gemacht haben, die dir nicht ausbezahlt oder in Freizeit ausgeglichen werden, schreibe sie dir genau auf und schreibe auch dazu, was du gemacht hast bzw. wo und mit wem. Am besten kopierst du dir z.B. auch Schichtpläne oder Arbeitszeitnachweise. Du kannst die Überstunden nämlich auch rückwirkend geltend machen, eventuell sogar nach dem Ende deiner Ausbildung. Bei deiner Gewerkschaft kannst du erfahren, wie lange du deine Überstunden rückwirkend fordern kannst, bevor sie dir verfallen. Kontakt siehe unten.

    Wenn du dich jetzt fragst, ob sich Überstunden für dich lohnen, rechne dir folgendes aus: Teile deine monatliche Ausbildungsvergütung durch 30 Tage. Teile diesen Betrag dann durch deine durchschnittliche tägliche Arbeitszeit, zum Beispiel acht Stunden. Schau dir den Betrag genau an, der zwischen einem und vier Euro liegen dürfte: Das verdienst du als Azubi in der Stunde. Da kommt jetzt noch ein Mehrarbeitszuschlag dazu, aber auch dann ist es nicht viel mehr. Jetzt überlege dir, ob du deine Überstunden wirklich ausbezahlt oder nicht lieber doch in Freizeit ausgeglichen haben willst. Auf dein Verlangen hin, ist ein Ausgleich der Überstunden in Freizeit möglich.

    Hier ein Kontakt zu deiner Gewerkschaft:

    IG Bau Mitgliederbüro Bonn

    Endenicher Str. 127
    53115 Bonn

    T: 0228 65 24 59
    F: 0228 65 29 91
    E: bonn@Mail-Adresseigbau.de

    Da kannst du einfach anrufen, nach einem Jugendsekretär fragen und auch ruhig sagen, dass du von Dr. Azubi kommst....

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    Liebe Grüße,
    Dr. Azubi

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    Dr. Azubi: 06.05.2012


  • RE: Schlechtwetterregelung in der Ausbildung

    Hallo mein Name ist Domenic undzwar habe ich folgende frage ich fange an den 01.08.2017 meine drei jährige Ausbildung als Landschaftsgärtner bei der Stadt an und wollte gerne mal wissen wenn es jetzt regnet oder schneit oder es zu kalt ist ob ich dan auch Schlechtwetter habe bzw ein recht drauf habe?? Und was ich auch gerne wissen würde wie viele Schultage sind Pflicht in der Ausbildung?? Mit freundlichen Grüßen Domenic

    Domenic: 26.07.2017


  • RE: Schlechtwetterregelung in der Ausbildung

    Hallo Domenic,

    Danke für deine Anfrage im Forum.

    Wie du oben lesen konntest, muss die Ausbildungsvergütung weitergezahlt werden, wenn die Ausbildung aus Gründen, für die du nichts kannst, nicht stattfinden kann (§19 Berufsbildungsgesetz). Es dürfen dir also keine Minusstunden angerechnet werden, oder Urlaubstage abgezogen werden und du hast auch ein Recht darauf, die vertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit ausgebildet zu werden. Dein Ausbilder kann sich im Falle von schlechtem Wetter auch Aufgaben in den Gewächshäusern oder in der Werkstatt ausdenken. Wichtig ist, dass du trotz schlechtem Wetter auch zur Arbeit bereit stehst.

    Nun zu deiner zweiten Frage mit den Berufsschultagen:
    Dein Ausbilder muss dich für die Teilnahme am Berufsschulunterricht bezahlt freistellen (§15 Berufsbildungsgesetz). Die Berufsschulzeit wird auf die Arbeitszeit angerechnet und die Berufsschulzeit geht der betrieblichen Ausbildungszeit vor. Die Teilnahme am Berufsschulunterricht ist verpflichtend! Normalerweise hast du im ersten Lehrjahr 1-2 Tage Berufsschule und ab dem zweiten Lehrjahr 1 Tag. Es kann aber auch sein, dass du Blockunterricht hast und dann wochenweise in die Berufsschule gehen musst.
    Wenn du weitere Unterstützung oder Rückendeckung brauchst, kannst du dich auch an deine örtliche Gewerkschaft wenden. Hier ist ein Kontakt für dich:

    IG BAU Bezirksverband Duisburg-Niederrhein
    Stapeltor 17-19
    47051 Duisburg
    T: +49 203298870
    E: duisburg igbau.de
    W: http:/​/​www.duisburg-niederrhein.igbau.de

    Da kannst du anrufen, nach einem_r Jugendsekretär_in fragen und auch ruhig sagen, dass du von Dr. Azubi kommst....

    Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

    Liebe Grüße
    Dr. Azubi
    P. S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

    Dr. Azubi: 27.07.2017


  • RE: Schlechtwetterregelung in der Ausbildung

    Hallo
    Ich bin azubi im 3 . Lehrjahr eines dachdecker Betriebes
    Mein chef und ich haben zunehmend Streit denn er streicht meinen urlaub verlangt jede 2. Woche samstag zu arbeiten und in der woche überstd zu mache womit ich natürlich nicht immer einverstanden bin
    Jetzt zu dem was heute war :

    Ich musste da ich keinen Schlüssel habe für das haus wo wir arbeiten bis 8. 30 uhr auf meinen gesellen im regen warten müssen (das sollte dann auch gleich meine frühstückspause sein)
    Habe dann ab 8.30 bis 11.30uhr im strömenden regen
    Osb Platten auf die Attika bohren müssen und war komplett durch von socken schuhen hose tshirt usw,ich sagt meinem gesellen ich gehe nachhause da dies kein arbeitszustand ist und er in seinem wagen wechsel klamotten hatte (ich fahre mit bahn )er zig sich um ich ging nachhause
    Mein chef schrieb es wäre das 1. Und letzte mal das ich sowas tue ich hätte mal ne Regenjacke bekommen (die mehrere kaputte stellen aufweist ubd damit nicht mehr regensicher ist

    Mein chef sagt ich muss bei Regen arbeiten
    Stimmt das ?
    Und das ich immer wechselklamotten bei haben muss ?
    Denn ich habe schon eine tasche mit werkzeug dabei (hammer psa/jedenfalls das bisschen was ich besitze pqppmesser usw )und kann ja nicht jeden tag 2 taschen mit schleppen oder?

    Dennis : 04.11.2019


  • RE: Schlechtwetterregelung in der Ausbildung

    Hallo Dennis,

    gerne helfe ich dir bei deiner Frage weiter. Dein Chef hat dir gegenüber eine Fürsorgepflicht. Das heißt er muss dafür sorgen, dass du körperlich wie seelisch nicht zu schaden kommst. Wenn du von Oben bis Untern durchnäßt bist, kann er nicht erwarten, dass du in diesem Zustand weiterarbeitest. Allerdings musst du dich auch deinem Beruf und dem Wetter angepasst anziehen. Dazu gehört auch eine angemessene Regenkleidung. Dein Chef muss dir natürlich passende Arbeits- und Schutzkleidung zur Verfügung stellen. Diese muss dir passen und auch in Ordnung sein. Löcher im Regenschutz sind nicht funktionstüchtig. Lass dir hier Ersatz geben.
    Dein Arbeitswerkzeug musst du immer bei dir haben. Din Chef kann aber nicht erwarten, dass du noch weitere Einsatzmittel, die ihr für eure Arbeit braucht offentlch transportierst. Aber mal was zum Wechseln muss schon drinnen sein. das Wetter darf auch mal schlecht sein. Das bedeutet nicht gleich, dass du frei bekommst. Allerdings dürfen keine extremen Wetterverhältnisse bestehen, die die Arbeit zur Gefahr machen und dich gesundheitlich schädigen können. ZB kann er nicht verlangen, dass du bei Gewitter, Hagel oder Sinnflutartigem Regen am Dach rumkletterst. Am besten schaust du auch mal in deinen Arbeitsvertrag. Vielleicht gibt es hier einen Verweis auf eine Arbeitsschutzregelung. Manchmal wird soetwas auch durch eine Betriebsvereinbarung oder einen Tarifvertrag genauer geregelt. Wende dich doch auch mal an deine Zuständige Gewerkschaft direkt vor Ort und erkundige dich. Hier ein Kontakt für dich:

    IG Bau
    Addresse
    Kapweg 4
    13405 Berlin
    Telefon
    030 20620670
    Fax
    030 20620666
    Email
    berlin@igbau.de
    Website
    http:/​/​www.berlin.igbau.de
    Regionalleiter
    Herr Nikolaus Landgraf
    Bezirksvorsitzender
    Christian Stephan
    stellv. Bezirksvorsitzender
    Axel Haese
    Ansprechpartner: Hivzi Kalayci
    Branche: Abbruchgewerbe, Bauhauptgewerbe, Dachdeckerhandwerk, Garten-/Landschaftsbau, Gerüstbaugewerbe, Glaserhandwerk, Maler-/Lackiererhandwerk, Nassbaggergewerbe, Ofen-/Luftheizungsbauer, Schilder-/Lichtreklame, Steinmetzhandwerk
    Betreuungsgruppe: Berufsschulen, Ausbildungszentren,Telefon: 0174 3327334

    Da kannst du einfach anrufen, nach einem_rJugendsekretär_in fragen und auch ruhig sagen, dass du von Dr. Azubi kommst....

    Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

    Liebe Grüße

    Dr. Azubi

    P. S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

    Dr. Azubi: 06.11.2019


  • RE: Schlechtwetterregelung in der Ausbildung

    Guten Tag, ich habe jetzt meinen 1.Lohnschein bekommen und darauf gesehen, dass mir Geld für die WBU (sicherlich die Schlechtwetterumlage) abgezogen wurde. Ist das bei Azubi´s rechtens?

    JonasP.: 21.09.2020


  • RE: Schlechtwetterregelung in der Ausbildung

    laut der IG Bau sind nach allgemeinverbindlichen Rahmentarifvertrag (RTV) Azubis vom Saison-KuG nicht ausgenommen. Aber die AG haben die Pflicht sie auch bei Schlechtwetter auszubilden. Sie müssen also weiter arbeiten.

    Dazu kommt, dass Azubis und Angestellte gar nicht berechtigt sind Winterbeschäftigungsumlage (WBU) zu erhalten. Das bedeutet, sie müssen auch kein Arbeitnehmeranteil bezahlen. Und der Arbeitgeber muss auch keinen AG-Anteil bezahlen. Der Arbeitgeber kann hier auch selbst 1,2% Umlage sparen.

    Ich würde dir raten, auf den AG zugehen und sagen, dass hier ein Fehler vor liegt. Wenn das nicht hilft, dann nimm mit der IG BAU Kontakt auf. Die können dir weiterhelfen. Grundsätzlich: Die Ausbildungsvergütung muss weitergezahlt werden, wenn die Ausbildung aus Gründen, für die die Auszubildende nichts kann ausfällt, obwohl sie bereitstehen würde (§ 19 Berufsbildungsgesetz). In diesen Fällen ist die/der Auszubildende bezahlt freigestellt und sammelt keine Minusstunden an, denn sie/er hat ein Recht darauf, die festgelegte tägliche Arbeitszeit auch zu arbeiten. Wenn es aus Witterungsgründen keine Arbeit gibt, kann sich der Ausbildungsbetrieb immer noch Übungsaufgaben oder Tätigkeiten in der Werkstatt ausdenken.

    Von daher solltest du auch bei schlechtem Wetter auf jeden Fall in die Firma gehen, damit du auch bei bei dieser Witterung Tätigkeiten übertragen bekommen kannst.

    Falls du noch weitere Fragen hast und für genauere Infos, wende dich doch bitte an deine zuständige Gewerkschaft bei dir vor Ort. Hier ein Kontakt für dich:

    IG Bau

    Straße der Jugend 13/14
    03046 Cottbus

    Telefon0355 7843690

    Email

    cottbus@igbau.de

    Website

    http://www.suedbrandenburg.igbau.de

    Da kannst du einfach anrufen, nach einem_rJugendsekretär_in fragen und auch ruhig sagen, dass du von Dr. Azubi kommst....

    Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

    Liebe Grüße

    Dr. Azubi

    P. S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

     

    Dr. Azubi: 10.11.2020


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