© DGB-Jugend

Dr. Azubi

kein freier tag in der woche

Hallo und zwar hätte ich mal eine freage ich arbeite jetzt seid 17.9.07 in dem betrieb und hab mich infomiert bei den anderen azubis wie es im inter is in der lebkuchenzeit.die hab mir gesagt das es montags wenn ich berufschule habe mich meine chefin freistellt und ich unter der woche keinen freien tag habe keine pause nur 10 oder 20 minuten und samstags und sonntags arbeiten muss!dar die chefin das?und das nächste problem is ich hab ja 4 monate probezeit und andere haben gesagt das die schefin die azubis nach der lebkuchenzeit gekündigt hat weil ich habe etwas angst das mir das auch passiert da wir 8 azubis im 1 jahr sind und die chefin stellt immer noch mehr ein auch wenn wir noch 8 andere filialen haben finde ich das schon einbischen viel.freue mich über eine antwort.

tamara

RE: kein freier tag in der woche

Hallo ich bin Lamia und bin 18 ich arbeite als Verkäuferin und hab ein problem, Ich Arbeite von Mo bis Sa durchgehend über 8 Stunden und habe keine freie Tage in der woche Freie Tage., aber meine Arbeitskollege die auch in der Ausbildung sind habe ein freier tag in der woche und ich nicht. Ist das erlaubt das ich über 8 h arbeite und keine freietage zuhaben. LG Lamia

RE: kein freier tag in der woche

Hallo Lamia,

vielen Dank für deine Anfrage! Das klingt wirklich erstmal ungerecht, wenn du die Einzige in deinem Betrieb bist, die jeden Samstag arbeiten muss.

Grundsätzlich ist es so, dass die tägliche Höchstarbeitszeit bei 8 Stunden liegt. In Ausnahmefällen kann sie auch auf 10 Stunden erhöht werden (aber nur wenn innerhalb von einem halben Jahr im Schnitt nicht mehr als 8 Stunden gearbeitet wird).

Leider gibt es für volljährige Azubis keine Regelung, die sagt, dass man nur an 5 Tagen in der Woche arbeiten darf. Der Samstag ist im Gesetz ein ganz normaler Werktag. Du darfst also an 6 Tagen die Woche durchschnittlich 48 Stunden arbeiten. Es ist aber wichtig, welche Wochenarbeitszeit in deinem Ausbildungsvertrag drinnen steht. Wenn im Vertrag weniger Stunden stehen, dann sind die zusätzlichen Stunden Überstunden. Überstunden musst du als Azubi nur freiwillig machen!

Wenn du denkst, dass du viel mehr arbeiten musst als die anderen Azubis, solltest dir nochmal Hilfe bei deiner Gewerkschaft vor Ort suchen. Hier ist ein Kontakt für dich:

Ver.di Koblenz
Neustadt 9-10
56068 Koblenz
Tel.: 0261 97355-0
E-Mail: bz.mr@verdi.de

Da kannst du anrufen, nach einem_einer Jugendsekretär_in fragen und sagen, dass du von Dr. Azubi kommst. Als Gewerkschaftsmitglied hast du Anspruch auf kostenlose Rechtsberatung und kostenlosen Rechtsbeistand - daher solltest du dir überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, deiner Gewerkschaft beizutreten - wenn du nicht schon Mitglied bist. Du kannst jederzeit Mitglied deiner Gewerkschaft werden. Die Mitgliedschaft kostet in der Regel 1% vom Bruttolohn pro Monat.

Wenn du mehr über unsere Arbeit erfahren willst, dann folge diesem Link: https://jugend.dgb.de/dgb_jugend/ueber-uns/mitglied-werden

Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

Liebe Grüße

Dr. Azubi          

P. S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

RE: Gehaltszahlung

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe am 06.02.2023 mein 3. Ausbildungsjahr zum Kaufmann im Einzelhandel angefangen. Nachdem  ich bereits im Juni 2022 meine Ausbildung  zum Verkäufer  absolviertund bestanden habe. Danach warich 7 Monate arbeitslos. 

Mein Ausbildungsvertrag datiertvom 06.02.2023 im Vertrag steht drinnen, das die Vergütung spätestens am letzten Tag des Monats auf dem Konto zu sein hat. Als mein Gehalt am letzten Tag im Februar  nicht auf meinem Konto war, have ich meinen Chef gefragt. Dieser meinte: Das dies mit der IHK zusammen hängen würde.???

Auf Nachfrage bei der IHK sagte man mir dort: Das dieses mit der IHK auf keinen Fall etwas zutun hätte. Allerdings wäre mein Ausbildungsvertrag immer noch nicht bei der IHK. Und somit auch noch nicht eingetragen. 

Mein Ausbildungsgehalt war dann erst am 06.03.2023 auf meinem Konto. Im Vertrag steht 856€ erhalten  habe ich 680€.

In meiner Lohnabrechnung steht nun das es ein Vorschuss  sei. Da ich sogar etwas mehr bekommen  hätte. Dieses wird mir jetzt im März abgezogen.!???

Ich arbeite nur 6 1/2 Std Mo, Di, Fr, Sa am Di und Do ist Berufsschule diese zählen mit 8 Std. Der Mi hat 3 1/2 Std. Mein Chef sagt, wenn ich meine 40 Std nicht vlllkriege bekomme ich weniger Geld!?

Ich habe keinen einzigen freien Tag in der Woche. 

Könnt ihr mir sagen!, ob das alles seine Richtigkeit  hat!?

Mit freundlichen Grüßen 

RE: kein freier tag in der woche

Hallo lieber Azubi,

schön, dass du dich an Dr. Azubi gewendet hast. 

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist von Beruf zu Beruf sehr unterschiedlich. 

Leider gibt es zudem immer noch ziemliche Unterschiede zwischen Ost und West. Die Höhe deiner Ausbildungsvergütung ist in deinem Ausbildungsvertrag geregelt. Die Ausbildungsvergütung muss mit den Ausbildungsjahren ansteigen (§ 17 Berufsbildungsgesetz). Häufig sind die Ausbildungsvergütungen in einem Tarifvertrag festgelegt.

Wichtig: Bei deiner Gewerkschaft kannst du erfragen, ob es für deinen Ausbildungsberuf einen bindenden Tarifvertrag gibt. Aber auch, wenn für deinen Ausbildungsbetrieb kein Tarifvertrag gilt, muss deine Ausbildungsvergütung mindestens 80 Prozent der in deiner Branche üblichen tariflichen Vergütung betragen. Wenn du Mitglied in einer Gewerkschaft bist, klagt sie die Ausbildungsvergütung für dich ein. Kümmere dich frühzeitig darum, denn oft kann man die Vergütung nur für einen bestimmten Zeitraum rückwirkend einfordern! 

Als Orientierungshilfe bieten wir dir folgendes: https://www.bibb.de/de/12209.php

Deine Ausbildungsvergütung muss dir regelmäßig, und zwar vor Ablauf des Monats, gezahlt werden - so steht es im Gesetz (§ 18 Berufsbildungsgesetz). Sonst kannst du ja nicht richtig mit deinen monatlichen Finanzen kalkulieren. Wenn dein Gehalt ausbleibt oder nur unregelmäßig kommt, solltest du es möglichst bald geltend machen. Wenn du Gewerkschaftsmitglied bist, hilft sie dir dabei, ohne dass Kosten für dich entstehen. Sollten Dir durch die verspätete Zahlung Mahnkosten oder Überziehungszinsen entstanden sein, dann kannst Du diese Deinem Betrieb in Rechnung stellen.

Eine Geltendmachung schreibt man während der Ausbildung oder nach Ende der Ausbildung, um Leistungen schriftlich einzufordern. Wenn du eine Geltendmachung schreibst, musst du die Höhe deiner Forderung darin angeben und deinen Arbeitgeber am besten mit einer Fristsetzung (also einem genauem Datum) zur Zahlung auffordern. Außerdem solltest du sie so bald wie möglich formulieren und per Einschreiben (mit Rückschein) abschicken, damit du einen Nachweis über deine Geltendmachung hast. 

Du solltest mit der Geltendmachung nicht lange warten. Denn in deinem Ausbildungsvertrag oder im Tarifvertrag können unter Umständen sogenannte Ausschlussfristen geregelt sein. Diese Fristen müssen zwingend eingehalten werden, damit die Gehaltsansprüche nicht verfallen. Nur innerhalb der genannten Frist kannst du gegenüber deinem Ausbildungsbetrieb deine Vergütungsansprüche geltend machen. Oftmals betragen die Ausschlussfristen 3 oder 6 Monate.

Du kannst auch eine Kopie des Schreibens an die zuständige Stelle (in der Regel die Kammer) schicken (hier reicht ein ganz normaler Brief), um sie über deine Probleme in Kenntnis zu setzen. Hier hast du eine grobe Vorlage für eine Gehaltsgeltendmachung:

Sehr geehrter Herr/Frau…,

laut § 18 Berufsbildungsgesetz muss meine Vergütung bis zum letzten Arbeitstag des Monats auf meinem Girokonto eingehen. Ich habe mein Gehalt für den Monat allerdings bis heute nicht erhalten. Bitte überweisen Sie mir den ausstehenden Betrag von xxx Euro umgehend auf mein Konto.

Mit freundlichen Grüßen

[Unterschrift Auszubildende_r]

[Unterschrift der Sorgeberechtigen bei minderjährigem Auszubildenden]

Es gibt aber noch andere Punkte zu beachten, wenn du eine Geltendmachung schreiben willst. Deshalb empfehle ich dir, dich in diesem Fall an deine Gewerkschaft zu wenden. Meistens hat ein Brief von deiner Gewerkschaft einschlagenden Erfolg, weil dein Ausbilder dann weiß, dass du Rechtsschutz hast und deine Gewerkschaft Ansprüche notfalls einklagen wird. Hier ein Kontakt für dich:

Verdi Sitz des Landesbezirks Niedersachsen/Bremen
Goseriede 10
30159 Hannover

Tel.: 0511/12400-0
Fax: 0511/12400-150
E-Mail: service.nds-hb@verdi.de

Da kannst du einfach anrufen, nach einem_einer Jugendsekretär_in fragen und auch ruhig sagen, dass du von Dr. Azubi kommst...

Außerdem könntest du dich an eine_einer Ausbildungsberater_in der Kammer/Innung wenden und mit ihm_ihr ein persönliches Gespräch vereinbaren, denn die sind dafür da, die Ausbildung in den Betrieben zu kontrollieren.

Viel Erfolg! Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

Liebe Grüße

Dr. Azubi

P. S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

Neue Antwort

Die mit '*' gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.

Bist du in der Probezeit?*
Bist du Gewerkschaftsmitglied?*
Darf deine Telefonnummer oder deine E-Mail-Adresse an interessierte Journalist*innen für Hintergrundgespräche, Zitate oder Interviewanfragen weitergegeben werden?*
Über Antworten und Kommentare zu meiner Anfrage im Forum möchte ich per E-Mail informiert werden.*