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Dr. Azubi

Minusstunden in der Ausbildung?

Liebes Dr.azubi Team,

nach meinem Kenntnisstand gibt es in der Ausbildung keine Minusstunden. Mein Chef ist da aber anderer Meinung und meint ich habe so an die 100 Minusstunden. Zustande kamen diese wohl, weil in meinem Ausbildungsvertrag drin steht dass ich pro Tag 8,8 Std. also wöchentlich auf 44 Stunden kommen müsste. Mein Chef hat aber über den Winter uns Auszubildende erst Nachmittags um 16 Uhr anfangen lassen, weil er das Restaurant nur Abends aufgemacht hat, ab 17:30 Uhr.
So haben sich angeblich diese an die 100 Minusstd. angesammelt.
Ist das rechtens? Ich meine, ich als Azubi kann doch nichts dafür, dass er so spät aufmacht. Jetzt muss ich dafür büsen und mehr arbeiten. Eventuell brauche ich wirklich unterstützung, den mit sich reden lässt er nicht.

Vielen Dank für Eure Hilfe

RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Hallo, 
meine Chefin kam heute zu mir und sagte dass ich Minusstunden habe weil im Urlaub statt 7,5 nur 5,5 stunden bezahlt würden.
Ist das rechtens das der Urlaub anders berechnet wird wie die tatsächliche Arbeitszeit? 

RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Hallo Castaan,

vielen Dank für deine Anfrage, gern helfen wir dir weiter.

Was deine Chefin da erzählt ist vollkommener Quatsch! Wenn du Urlaub hast, muss dir genau dieselbe Zeit berechnet werden, als wenn du normal arbeiten würdest. Dir dürfen also keine Minusstunden berechnet werden. Das Entgeltfortzahlungsgesetz (§4) und das Bundesurlaubsgesetz (§11) regeln das eindeutig!

Mein Rat wäre, dich nochmal an deine zuständige Gewerkschaft zu wenden. Die Kolleginnen und Kollegen kennen sich mit diesen Themen sehr gut aus und können dich im Zweifelsfall auch rechtlich beraten. Hier ist ein Kontakt für dich:

Ver.di
Geschäftsstelle Saarbrücken
St.-Johanner-Straße 49
66111 Saarbrücken
Tel.: 0681/98849-0
Fax: 0681/98849-499
E-Mail: bz.saar-trier@verdi.de

Da kannst du anrufen, nach einem_r Jugendsekretär_in fragen und sagen, dass du von Dr. Azubi kommst.... Als Gewerkschaftsmitglied hast du Anspruch auf kostenlose Rechtsberatung und kostenlosen Rechtsbeistand - daher solltest du dir überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, deiner Gewerkschaft beizutreten - wenn du nicht schon Mitglied bist. Du kannst jederzeit Mitglied deiner Gewerkschaft werden. Die Mitgliedschaft kostet in der Regel 1% vom Bruttolohn pro Monat.

Wenn du mehr über unsere Arbeit erfahren wollt, dann folge diesem Link: https://jugend.dgb.de/++co++f0e4cfdc-7dbc-11e7-b753-525400d8729f

Dies war ein Service deiner Gewerkschaft! 

Liebe Grüße
Dr. Azubi     
P.S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Hallo.

Mir wurden 6 Wochen, die ich wegen dem Lockdown zuhause bleiben musste, als Minusstunden angerechnet, die ich seit Kurzem abarbeiten muss. Ende April musste ich einer Vereinbarung zustimmen, die bessgte, dass ich nach 6 Wochen Kurzarbritergeld erhalte. Genau nach den 6 Wochen musste ich wieder in die Arbeit, aber auf Nachfrage wegen der Vereinbarung wurde mir mitgeteilt, dass die Kurzarbeitervereinbarung bestehen bleibt, da wenn der Lockdown wieder eintritt, es wieder gelten würde. Ich bekam Ärger, weil ich immer wieder nachfragte. Meinen Lohn für Mai bekam ich voll, aber ich weiss nicht, wie das mit Juli aussieht. Wir haben zuhause online weiter gelernt, aber die Schulzeiten in Dachau werden nicht voll angerechnet, auch nicht die Werkstattwochen in Lübbecke, bei denen wir oft mehr als 6-7 Stunden mit dem Zug fahren müssen, um dorthin zu kommen, so dass auch dort mit den Jahren Minusstunden angerechnet wurden, wie ich später erfahren habe. Ich habe oft Ärger mit meinen Vorgesetzten deshalb. Und ich war oft krank/ entschuldigt deswegen. Ich war schon oft davor, die Ausbildung abzubrechen. Ich hatte schon mehrmals neue Ausbilderinnen, da ständig Wechsel in der Filiale vorkam und die Ausbilderinnen ihre Kompetenzen überschritten haben und ich mich beschwerte wegen der Behandlung. Ich bin psychisch mittlerweile ziemlich am Ende. Ich kann meinen Namen hier nicht nennen  da der Konzern überall seine Finger drin hat. Könnt ihr mir wegen den Minusstunden helfen? Vielen Dank. Liebe Grüße. 

RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Hallo,

vielen Dank für deine Nachricht. Gerne helfe ich dir bei deiner Frage weiter. Dein Chef darf dir keine Minusstunden aufschreiben. Besonders nicht, wenn er anordnet, dass du zuhause bleiben sollst. Er hätte dir auch Aufgaben für zuhasue mitgeben können, die du erfüllen kannst. Ausbildung kann auch durch Lernaufgaben erfüllt werden. Besonders in Zeiten wie diesen. Die Berufsschule zählt zur Arbeitszeit und muss von deinem Chef bezahlt werden. Auch hier dürften sich eigentlich keine Minusstunden ansammeln. Besonders dann nicht, wenn das vor Corona auch nicht der Fall war. Hier ein paar Informationen für dich, wie dein Chef deine Berufsschulstunden an deine Arbeitszeit narechnen muss:

Gemäß § 15 Berufsbildungsgesetz (BBiG) hat der Ausbildungsbetrieb seine Auszubildenden für die Teilnahme am Berufsschulunterricht freizustellen. Diese Freistellungspflicht gilt auch für Prüfungen und Schulveranstaltungen, die nicht eigentlich Unterricht sind, so zum Beispiel Schulausflüge oder Betriebsbesichtigungen mit der Schule. Für die Zeit der Freistellung ist die Ausbildungsvergütung fortzuzahlen (§ 19 BBiG).

Schulpflichtig sind im übrigen Jugendliche und Erwachsene Auszubildende, die ihre Ausbildung vor Vollendung des 21. Lebensjahres beginnen, für die gesamte Ausbildungszeit. Auszubildende, die bei Beginn der Ausbildung 21 Jahre oder älter sind, sind berufsschulberechtigt. Nimmt der Auszubildende am Berufsschulunterricht teil, gilt auch in vollem Umfang die genannte Freistellungspflicht. Grundsätzlich empfiehlt die Industrie- und Handelskammer auch bei nicht mehr berufsschulpflichtigen Auszubildenden, nicht auf den regelmäßigen Besuch der Berufsschule zu verzichten. An einem Berufsschultag mit mehr als fünf Unterrichtsstunden (sechs und mehr Unterrichtsstunden) darf keine Beschäftigung nach der Berufsschule erfolgen. Dieser Unterrichtstag ist mit acht Zeitstunden auf die gesetzliche Höchstarbeitszeit von 40 Stunden wöchentlich (§ 8, Abs. 1 JarSchG) und nicht auf die kürzere tarifliche Arbeits- beziehungsweise Ausbildungszeit anzurechnen, wenn es an einer eigenen tariflichen Anrechnungsregelung fehlt. Gibt es zwei Unterrichtstage in der Woche mit mehr als fünf Unterrichtsstunden, so kann der Ausbildungsbetrieb bestimmen, an welchem der beiden Tage der Auszubildende in den Betrieb zurückkommen muss. An diesem Tag sind dann die Unterrichtszeiten einschließlich der Pausen auf die tägliche Höchstarbeitszeit anzurechnen. Neuer Rechtsprechung zu Folge (siehe unten: Anrechnungsbestimmungen für Erwachsene) empfehlen wir allerdings eine Ausweitung der Anrechnungszeit um den Zeitraum der Wegezeit zwischen Berufsschule und Betrieb, um in dieser Hinsicht Jugendliche nicht schlechter zu stellen als Erwachsene.

Ein Beschäftigungsverbot besteht auch in Wochen mit einem planmäßigen Blockunterricht von mindestens 25 Unterrichtsstunden. Diese Unterrichtswochen entsprechen einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden (§ 9, Abs. 1, Nr. 3 und Abs. 2, Nr. 2 JArSchG). Es können also keine Minusstunden berechnet werden. Zulässig sind nur zusätzliche betriebliche Ausbildungsmaßnahmen bis zu zwei Stunden wöchentlich (§ 9, Abs. 1, Nr. 3). Die Stunden müssen auch dementsprechend vergütet und berechnet werden. Am besten dokumetierst du all deine Arbeitszeiten und schreibst auch genau auf, was du da gemacht hast. So hast du einen guten nachweis über deine geleistenten Stunden.

Bitte weise deinen Chef darauf hin. Falls es heirzu immernoch Unstimmigkeiten gibt, solltest du dir Hilfe bei der Kammer oder bei deiner Gewerkschaft vor Ort suchen. Hier ein Kontakt für dich:

ver.di

Augsburg
Am Katzenstadel 34
86152 Augsburg

Tel.: 0821/27954-0
Fax: 0821/27954-54
E-Mail: bz.augsburg@verdi.de

Bezirksgeschäftsführer/in: Erdem Altinisik

Da kannst du anrufen, nach einem_r Jugendsekretär_in fragen und sagen, dass du von Dr. Azubi kommst.... Als Gewerkschaftsmitglied hast du Anspruch auf kostenlose Rechtsberatung und kostenlosen Rechtsbeistand - daher solltest du dir überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, deiner Gewerkschaft beizutreten - wenn du nicht schon Mitglied bist. Du kannst jederzeit Mitglied deiner Gewerkschaft werden. Die Mitgliedschaft kostet in der Regel 1% vom Bruttolohn pro Monat.

Wenn du mehr über unsere Arbeit erfahren wollt, dann folge diesem Link: https://jugend.dgb.de/++co++f0e4cfdc-7dbc-11e7-b753-525400d8729f

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Arbeit die Nichtstun Beruf gehören machen

Moin,

ich mache eine Ausbildung aus Technische Produktdesignerin. Diese Woche musste ich allerdings vorne in der szentrale arbeiten, die wollen mich da mit einarbeiten und mich dauerhaft für Freitagnachmittag mit einplanen, dürfen die das?,mich in eine andere Abteilung setzten und mich fest mit einplanen. Weil mir macht das überhaupt kein Spaß. Gibt es dafür ein paragraf oder ähnliches, das ich in der Zentrale wieder raus komme?.

Dankeschön

LG Lina

RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Hallo Lina,

vielen Dank für deine Anfrage, gern helfen wir dir weiter.

Für jeden Beruf gibt es einen allgemeinen Ausbildungsrahmenplan, in dem genau steht, was du wann in deiner Ausbildung lernen sollst (Ausbildungsordnungen und Rahmenpläne findest du im Netz hier: http://www.bibb.de/de/berufesuche.php). Entsprechend kann dich dein Ausbilder nicht einfach die Arbeit eines anderen Berufes verrichten lassen, schon gar nicht dauerhaft. Außerdem muss deinem Ausbildungsvertrag ein grober Ausbildungsplan angefügt werden, in dem der Verlauf deiner Ausbildung in deinem Betrieb aufgezeigt wird. Der Ausbilder darf dir nur Arbeiten auftragen, die dem Ausbildungszweck dienen (§14 Berufsbildungsgesetz). Alle Verstöße gegen diese Ausbilderpflicht sind eine Ordnungswidrigkeit und können nach §102 Berufsbildungsgesetz mit einem Bußgeld geahndet werden!

1. Sprich die Situation bei deinem Chef an. Wenn kein Ausbildungsplan erstellt wurde, solltest du verlangen, dass dies so schnell wie möglich nachgeholt wird. Nenne deinem Ausbilder konkrete Inhalte, die bis jetzt fehlen und die du laut Ausbildungsrahmenplan schon können müsstest. Gehe positiv in das Gespräch und sage gleich zu Anfang, dass es dir nicht darum geht zu kritisieren, sondern vielmehr darum, deinen Beruf richtig zu lernen. Schalte außerdem (falls vorhanden) den Betriebsrat ein.

 

2. Wenn das Gespräch nichts bringt, solltest du den Ausbilder schriftlich auffordern. Hebe eine Kopie des Schreibens auf.

 

Sehr geehrter Herr/Frau ____________,

 

laut § 14 Berufsbildungsgesetz darf der Ausbildungsbetrieb den Azubi nur mit Arbeiten beauftragen, die dem Ausbildungszweck dienen. Als Ausbilder/Meister sind Sie verantwortlich dafür, dass die Berufsausbildung entsprechend des Ausbildungsrahmenplans durchgeführt wird. Ich muss allerdings häufig auf Ihre Weisung hin ausbildungsfremde Tätigkeiten verrichten. Einige Beispiele:
(Hier müssen mit genauer Datums- und Zeitangeben die ausbildungsfremden Tätigkeiten aufgeführt werden)
Ich fordere Sie hiermit noch einmal schriftlich auf, solche Weisungen zu unterlassen und mache Sie darauf aufmerksam, dass Ihnen ein Bußgeld droht und Sie schadensersatzpflichtig werden können, wenn Sie sich als Ausbilder nicht an Ihre gesetzlichen Pflichten halten.

 

Mit freundlichen Grüßen


Unterschrift Azubi ____________

 

3. Wenn auch das nichts bringt und sich deine Ausbildungssituation nicht verbessert, solltest du dich an deine Gewerkschaft vor Ort wenden und dir rechtliche Unterstützung holen.

Außerdem könntest du dich an eine_n Ausbildungsberater_in der Kammer/Innung wenden und mit ihm ein persönliches Gespräch vereinbaren, denn die sind dafür da, die Ausbildung in den Betrieben zu kontrollieren.

Mein Rat wäre, dich nochmal an deine zuständige Gewerkschaft zu wenden. Die Kolleginnen und Kollegen kennen sich mit diesen Themen sehr gut aus und können dich im Zweifelsfall auch rechtlich beraten. Hier ist ein Kontakt für dich:

 

IG Metall

Geschäftsstelle Oldenburg 
Amalienstr. 18
26135 Oldenburg

Tel.: +49 441 21857 0
Fax: +49 441 21857 28
E-Mail: oldenburg@igmetall.de

Da kannst du anrufen, nach einem_r Jugendsekretär_in fragen und sagen, dass du von Dr. Azubi kommst.... Als Gewerkschaftsmitglied hast du Anspruch auf kostenlose Rechtsberatung und kostenlosen Rechtsbeistand - daher solltest du dir überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, deiner Gewerkschaft beizutreten - wenn du nicht schon Mitglied bist. Du kannst jederzeit Mitglied deiner Gewerkschaft werden. Die Mitgliedschaft kostet in der Regel 1% vom Bruttolohn pro Monat.

Wenn du mehr über unsere Arbeit erfahren wollt, dann folge diesem Link: https://jugend.dgb.de/dgb_jugend/ueber-uns/wer-wir-sind

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Liebe Grüße
Dr. Azubi     
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RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Hallo liebes Azubi-Team,

Aufgrund der Corona Situation wurde ich als dualer Student freigestellt, so dass ich etwas mehr als 120 Minusstunden angesammelt haben. Nach einer Nachfrage von mir, wurde mir mitgeteilt, dass die Ansammlung der Minusstunden im Einklang mit der Dienstvereinbarung zur Variablen Arbeitszeit steht und der Betriebsrat die Entscheidung mitträgt. Es wurden mit betriebsimternen Weiterbildungen, die Möglichkeit geschaffen die Minusstunden abzubauen. Was auch bei mir bereits auf 50 Minusstunden geschehen ist.

Meine Frage an Sie, ob die Ansammlung der Minusstundne rechtskomform ist bzw. es auch nach einem bereits begonnen Abbau der Minusstunden möglich ist eine Rückerstattung der Stunden zu erlangen? Der Austausch mit der Personalabteilung hat keinen Effekt, so dass ich es in Erwägung ziehe dies gerichtlich durchzusetzen.

RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Lieber Duali,

vielen Dank für deine Anfrage im Forum. Gerne möchten wir dich weiter unterstützen. Unsere Antwort beruht darauf, dass du dich innerhalb deines Studiums im Ausbildungsteil befindest und deine duale Ausbildung nach dem BBIG machst.  In diesem Fall gilt: Wenn der Ausbildungsbetrieb dich nach Hause schickt, verzichtet er auf deine Ausbildungsleistung bzw. deine Arbeitskraft. Eine Berechnung von Minusstunden ist in diesem Fall nicht rechtens. Denn die Ausbildungsvergütung muss weitergezahlt werden, wenn die Ausbildung aus Gründen, für die du nichts kannst, ausfällt, obwohl du bereitstehen würdest (§19 BBiG).

Ausbildung kann auch unabhängig von der tatsächlichen Auslastung der Betriebe durchgeführt werden. Der Ausbildungsbetrieb hat nach § 14 BBiG eine Pflicht, dich auszubilden. Das heißt, dass der Ausbildungsbetrieb alle Mittel ausschöpfen muss, um deine Ausbildung auch weiterhin zu gewährleisten. Spreche mit deiner_deinem Ausbilder_in, wie du trotz der Situation für die Ausbildung lernen kannst.

Sollte dich der Betrieb trotzdem nach Hause schicken, dann hast du Anspruch auf Zahlung der vollen Ausbildungsvergütung für mindestens sechs Wochen (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 BBiG). Wie es danach weitergeht, ist aktuell noch unklar.

Informiere dich am besten noch einmal bei deiner Jugend- und Auszubildendenvertretung oder auch bei deiner zuständigen Gewerkschaft. Ob die Betriebsvereinbarung auch für Auszubildende gilt, kann ich leider aus der Ferne nicht beurteilen. Ausschlaggebend sind hier auch die Arbeitszeiten, die in deinem Ausbildungsvertrag eingetragen sind.

Einen Kontakt zu deiner Gewerkschaft vor Ort, findest du hier:

ver.di Neumünster
Kuhberg 1-3
24534 Neumünster

Tel.: 04321/70765-0
Fax: 04321/70765-25
E-Mail: bz.suedholst@verdi.de

Da kannst du einfach anrufen, nach einem_rJugendsekretär_in fragen und auch ruhig sagen, dass du von Dr. Azubi kommst....

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Liebe Grüße

Dr. Azubi

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RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Hallo,

Ich mache zurzeit Ausbildung als Zerspanungsmechaniker in 2.Lehrjahr. Auf dem Vertrag steht dass ich 40 Stunden pro Woche arbeiten muss. Seit Anfang meiner Ausbildung gehe ich immer mit andere Mitarbeiter Feierabend (um 16.15). Nach 1 Jahre habe ich bemerkt dass die andere Mitarbeiter nur 37,5 Stunden Vertrag (Arbeitszeit von 8.00 bis 16.15 mit 0,5Std. Pause) haben und ich habe schon 50 Minus Stunden gesammelt. Ich bin bewusst dass es mein Fehler ist. Mein Ausbilder hat gerade gesagt dass diese "Minus Stunden" Fall als Kundigungsgrund gelten kann oder ich kann weniger Lohn bekommen . Ist es wahr? In der 2.Corona Lockdown (seit dez 2020) bekam ich jedoch keine Zeit zum Lernen und musste 5 Tagen arbeiten (während alle andere Mitarbeiter Kurzarbeit gingen). Die Aufgabe von der Schule musste ich zu Hause in meiner Freizeit bearbeiten. Mussen diese Zeit, die ich zum Lernen verbraucht habe, als Arbeitszeit mitgezahlt werden?

Vielen dank

RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Hallo,

vilen Dank für deine Nchricht. Gerne helfe ich dir bei deiner Frage weiter. Zur Arbeitszeit:

Es kann schon sein, dass du als Azubi einen anderen Vertrag mit einer anderen Wochenarbeitsstunden hast als ausgelernte Mitarbeiter. Allerdings können 37,5 Wochenstundenverträge auch auf einen geltenden Tarifvertrag in deiner Firma hinweisen. Erkundige dich da mal und bring in Erfahrung, ob dieser dann auch für dich gültig ist. Denn es gibt allgemeingültige Tarifverträge, die eine Woche mit weniger als 40 Stunden regeln. Falls das bei dir auchn der Fall ist, dann musst du eigentlich weniger Wochenstunden arbeiten. Schau mal, ob in deinem Vertrag ein Hinweis zu einem g+ültigen Tarifvertrag ist oder frag auch mal in der Personalabteilung und beim Betriebsrat nach. Du kannst dich auch bei der Gewerkschaft vor Ort erkundigen. Falls du aber tasächlich 40 Stunden pro Woche arbeiten musst, dann musst du diese natürlich erfüllen. Allerdings muss dein Betrieb dir dafür auch Arbeit zur Verfügung stellen. Wenn alle deine Kolleg_innen schon früher als du Feierabend machen und du dann aleine weiterarbeiten müsstest, dann ist das nicht zulässig. Du darfst nämlich als Azubi nicht ohne Anöleitung arbeiten. Dein Chef muss dir während deiner Arbeitszeiten immer eine fachlich und persönlich geeignete Person an die Seite stellen. Diese Person muss dazu in der Lage sein, dich in neue Arbeiten einzuweisen, dir behilflich sein, für deine Fragen zur Verfügung stehen und die Veranwtortung für dich und deine Ausbildung tragen. Wenn du also ab 16:15 alleine im Betreib ist, dann kann dein Chef dir die fehlenden Stunden nicht als Minusstunden berechnen. Du darfst nämlich nicht alleine weiterarbeiten.

Während Coronamaßnahmen gibt es für Azubis keine Kurzarbeit. Dein Chef darf also schon von dir verlangen, dass du da arbeitest. Allerdings muss er auf den Infektionsschutz achten. Die Schulzeit muss auch als Arbeotszeit berechnet werden.

Ich hoffe deine Fragen beantwortet zu haben und wünsche dir alles Gute für deine weiteren Schritte. Falls du noch weitere Hilfe brauchst, kannst du dich auch gerne direkt an deine Gewerkschaft vor Ort wenden. Hier ein Kontakt für dich:

IG Metall Mühlheim, Essen, Oberhasuen

Str.: Friedrich-Karl-Str. 24 PLZ / Ort:46045 Oberhausen Telefon:+49 208 82333 0 Fax:+49 208 82333 20 Homepage:www.igmetall-meo.de

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Liebe Grüße

Dr. Azubi

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RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Hallo,

Folgendes Problem: ich wurde im April letzten Jahres freigestellt als Azubi. Und habe in Folge dessen -80 Stunden angesammelt. Mir ist bewusst, dass die Berechnung der Minusstundwn nicht zulässig ist, dementsprechend werde ich mich gegen diese wehren. Ich habe nur eine SMS eines Kollegen in der Buchhaltung, wo ich aktuell eingesetzt war bekommen, dass ich freigestellt bin. Ich habe nie eine offizielle Mitteilung eines Ausbilders oder der Personalabteilung bekommen. Ist es überhaupt zulässig Azubis über eine SMS ohne spätere offizielle Freistellung freizustellen? Ich habe bereits das Gespräch gesucht hat aber nichts bewirkt, weshalb ich auf die Hilfe angewiesen bin wie ich mich dagegen wehren kann. Ich sehe die gesamte Freistellung quasi als nie wirklich offziell erfolgt an und dementsprechend die Entstehung der Minusstundem als unzulässig.

RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Hallo Tom!

 

Vielen Dank für deine Anfrage im Forum. Gerne helfen wir dir.

Du hast Recht in der Regel sind Minusstunden bei Azubis nicht rechtmäßig. Dafür recht häufig sogar schon eine mündliche Aussage.

Du könntest die Minusstunden Geltendmachen. Eine Geltendmachung schreibt man während der Ausbildung oder nach Ende der Ausbildung, um Leistungen schriftlich einzufordern. Die Geltendmachung schickst du an deinen Ausbilder. Du kannst auch eine Kopie des Schreibens an die zuständige Stelle (siehe Stempel auf deinem Ausbildungsvertrag) schicken, um sie über deine Probleme in Kenntnis zu setzen.


Im Arbeitsrecht gilt eine Verjährungsfrist von drei Jahren. Die Frist beginnt erst am Ende des Jahres, in dem die Leistung fällig wurde. Das bedeutet, dass du mindestens drei Jahre rückwirkend Leistungen geltend machen kannst. Danach verfallen die Leistungen. Allerdings enthalten viele Tarifverträge so genannte Ausschlussfristen, in denen diese Frist auf drei oder sechs Monate verkürzt ist. Ausschlussfristen können auch in deinem Ausbildungsvertrag vereinbart worden sein. Von daher gilt: Eine Geltendmachung solltest du möglichst gleich schreiben, nachdem die Leistungen fällig geworden sind. Eine schriftliche Aufforderung stoppt den Ablauf der Frist. Wenn du dir nicht sicher bist, wie viel du fordern kannst, schreibe lieber mehr auf als zu wenig.

Manchmal – zum Beispiel bei Überstunden – kann es aber auch clever sein, bis zum Ende der Ausbildung zu warten, bevor man seine Ansprüche stellt, weil man dann der schlechten Stimmung am Ausbildungsplatz nicht mehr ausgesetzt ist. Falls du dich für diesen Weg entscheidest, informiere dich bei deiner Gewerkschaft genau über mögliche Ausschlussfristen!

Es gibt auch andere Punkte zu beachten, wenn du eine Geltendmachung schreiben willst. Deshalb empfehlen wir dir, dich in diesem Fall an deine Gewerkschaft zu wenden. Meistens führt ein Brief von deiner Gewerkschaft auf Anhieb zum Erfolg, weil dein Ausbilder dann weiß, dass du Rechtsschutz hast und deine Gewerkschaft Ansprüche notfalls einklagen wird.
Hier ist ein Kontakt:

Ver.di Hamburg
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg

Tel.: 040/890615-0
Fax: 040/890615-279
E-Mail: bezirk.hamburg@verdi.de

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Wenn du mehr über unsere Arbeit erfahren willst, dann folge diesem Link: https://jugend.dgb.de/dgb_jugend/ueber-uns/wer-wir-sind

 

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Liebe Grüße

Dr. Azubi          

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Hier kannst du Mitglied werden

https://jugend.dgb.de/dgb_jugend/ueber-uns/mitglied-werden

 

 

RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Vielen Dank für die schnelle Antwort,

Angenommen die Ausschlusspflicht wurde vereinbart und ich habe auf diesem Wege mittels der Geltendmachung keine Möglichkeit die Stunden zurück zu bekommen. Kann ich die Art und Weise der Freistellung anfechten, weil die nie über einen Betriebskanal erfolgt ist, sondern nur auf provatem Wege mittels SMS? Sowas sollte bestimmt nicht formlos erfolgen.

Liebe Grüße 

Tom

RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Hallo Ihr Lieben,

ich bekomme am Ende eines Quartal immer zu hören das ich zu wenig Stunden hätte und deswegen in den letzten Wochen immer 10/11 Tage Wochen habe. Wie kann es sein, dass wenn ich so arbeiten komme wie meine Chefs mich plant ich trotzdem jeden Monat -10h arbeite. Meine Verwaltung besteht darauf das ich diese Stunden nach Arbeit aber ich finde es ist nicht meine Schuld wenn ich nicht richtig geplant werde im letzten Monat dann nur 3-4 Tage frei zu haben weil alles andere nachgeholt werden muss. 

Vielleicht könnt ihr mir ja weiter helfen. 

mfg

lars 

RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Hallo Phipipper,

 

Danke für deine Anfrage im Forum.

Leider sind wir in Sachen Hartz 4 keine Profis. Am besten ist, du besprichst dich mit dem/der zuständigen Sachberater_in bei der Arbeitsagentur.

Was wir aber wissen: Solange du noch nicht 25 bist und mit deinen Eltern in einem Haushalt lebst, bildet ihr eine Bedarfsgemeinschaft. Deine Ausbildungsvergütung wird dann auf die Hartz 4-Bezüge deiner Eltern angerechnet.

Wenn du nicht mehr bei deinen Eltern lebst, zahlst du deine eigene Miete und zählst nicht mehr zur Bedarfsgemeinschaft mit deinen Eltern.

Wie gesagt, lass dich am besten nochmal bei der Arbeitsagentur beraten.

 

Wenn du weitere Unterstützung oder Rückendeckung brauchst, kannst du dich auch an deine örtliche Gewerkschaft wenden. Hier ist ein Kontakt für dich:

Ver.di Oldenburg
Güterstraße 1
26122 Oldenburg

Tel.: 0441/96976-0
Fax: 01805/837343 25500
E-Mail: service.nds-hb@verdi.de

 

Da kannst du anrufen, nach einem_rJugendsekretär_in fragen und sag, dass du von Dr. Azubi kommst....Als Gewerkschaftsmitglied hast du Anspruch auf kostenlose Rechtsberatung und kostenlosen Rechtsbeistand - daher solltest du dir überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, deiner Gewerkschaft beizutreten - wenn du nicht schon Mitglied bist. Du kannst jederzeit Mitglied deiner Gewerkschaft werden. Die Mitgliedschaft kostet in der Regel 1% vom Bruttolohn pro Monat. Solltest du kein Einkommen haben (also kein Ausbildungsvertrag) gibt es pauschale Beiträge. Hier findest du weitere

 Infos: https://jugend.dgb.de/dgb_jugend/ueber-uns/mitglied-werden

Wenn du mehr über unsere Arbeit erfahren willst, dann klicke hier: https://jugend.dgb.de/dgb_jugend/ueber-uns/wer-wir-sind

       

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Liebe Grüße       

Dr. Azubi  

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RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Hallo ich habe eine Anliegen.

Befinde mich in 3 Ausbildungsjahr in Altenpflege.

Da ich über Bundesagentur WG-Bau gefördert werde hab

Ich einen Arbeitsvertrag auf 30Std die Woche und einen Ausbildingsvertrag auf 39 Std die Woche.

Mein Arbeitgeber hat mir gesagt das ich 39 Std arbeiten muss, was kein Problem für mich ist.

So von Anfang an bin ich nur 30 Std die Woche eingeplant gewesen im Dinst Plan, hab aber immer wieder zum Chef und PDL gesagt die sollen mich beschäftigen 8 Std pro Tag es würde immer ignoriert, hab nie eine gescheide Antwort bekommen. So und jetzt ist so das Lohnabrechnungstellle aufgefahren ist das ich Schulstunden von 8 Std ableiste, sie hat nach gefragt, ja und plötzlich ohne mir es zusagen bin auf 243 Std minus gekommen weil sie die letzte 2 Jahre rückwirkend mich auf 39 Std umgestellt hat, und sowas darf es nicht sein, trotz meinen Angebot auf mehr Arbeit zu leisten würde ich nachause geschickt, ob wohl es in meinen Betrieb die Möglichkeit gibt meine 8 Std zu erarbeiten.

Können Sie mir helfen wie ich weiter verfahren soll.

Vielen Dank

Grüße Anita

RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Liebe Anita,

vielen Dank für deine Anfrage im Forum.

Leider kann ich dir in diesem Fall nicht weiterhelfen, denn dieses Forum behandelt eigentlich Fragen, die sich auf Probleme innerhalb einer innerbetrieblichen Ausbildung beziehen. Ausbildungen im medizinisch-gesundheitlichen Bereich unterliegen anderen gesetzlichen Bestimmungen und sind in erster Linie auf Länderebene geregelt. Dafür sind wir leider keine Experten. Deshalb würde ich dir raten, dich direkt an deine Gewerkschaft in deiner Nähe zu wenden, wenn du dich ausführlich beraten lassen möchtest. Hier ist ein Kontakt für dich:

ver.di Augsburg
Am Katzenstadel 34
86152 Augsburg

Tel.: 0821/27954-0
Fax: 0821/27954-54
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RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Hallo, ich habe ein Anliegen bezüglich meiner Ausbildung.

Ich bin derzeit im 2. Ausbildungsjahr einer berufsbegleitenden Ausbildung zur Erzieherin. Meine wöchentliche Arbeitszeit beträgt laut Arbeitsvertrag 20 Wochenstunden, die sich bei mir auf 3 Tage die Woche verteilen. Ich arbeite jedoch an meinen drei Arbeitstagen jeweils 8 Stunden, damit ich pro Woche auf 24 Stunden (4 Überstunden) komme. An den anderen beiden Tagen (Dienstag und Mittwoch) besuche ich meine Berufsschule. Mein Arbeitgeber handhabt es so, dass mir für einen Krankentag sowie einen Urlaubstag (nicht am Stück) immer 4 Minusstunden geschrieben werden. Begründet wird dies mit der Erklärung, dass ich laut Vertrag 4 Stunden am Tag da sein müsste, und wenn ich einen Tag krank bin oder einen Tag Urlaub habe, ich dennoch 8 Stunden "fehle". Nehme ich Urlaub am Stück oder fehle eine ganze Woche aufgrund von Krankheit, ist dies jedoch nicht der Fall. Das heißt, einzelne Tage Urlaub oder ein bis zwei Tage Krankheit bringen mir etliche Minusstunden. Ist das für meinen Arbeitgeber rechtens oder gibt es Möglichkeiten ihn darauf anzusprechen, da es nicht rechtens ist?

Vielen Dank schon mal im Vorraus und liebe Grüße.

RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Liebe Auszubildende,

vielen Dank für deine Anfrage im Forum. Grundsätzlich gilt deine Arbbeitszeit (täglich und wöchentlich) laut Arbeitsvertrag. Wenn du mehr als deine vertragliche Arbeitszeit arbeitest, dann baust du Überstunden auf. Für Krankheits- und Urlaubstage muss dir deine tägliche Arbeitszeit angerechnet werden. Dir darf dafür dennoch kein Nachteil entstehen.

Du machst scheinbar eine schulische Ausbildung - dafür sind wir leider keine Experten, denn dieses Forum behandelt eigentlich Fragen, die sich auf Probleme innerhalb einer innerbetrieblichen Ausbildung beziehen. Bei schulischen Ausbildungen gelten andere gesetzliche Grundlagen, denn Regelungen für schulische Ausbildungen sind schulintern und zudem Ländersache. Deshalb würde ich dir raten, dich direkt an deine Gewerkschaft in deiner Nähe zu wenden, wenn du dich ausführlich beraten lassen möchtest. Hier ist ein Kontakt für dich:

ver.di Leipzig
Karl-Liebknecht-Str. 30-32
04107 Leipzig

Tel.: 0341/21609-0
Fax: 0341/21609-90
E-Mail: bz.leipzig-nordsachsen@verdi.de

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RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Wegen corona haben wir wenigerbfeoffnet und ist auch deshalb weniger los. Meine cheffin gibt mir also aktuell nur ca 2.5 stunden pro tag arbeit da sie nicht moechte das mehrere gleichzeitig arbeiten da wir uns sonst langweilen ist das ok?

Meine woechentlich arbeitszeit beteaegt 40 stunden.

Dazu eine andere frage zu einem anderen thema. An meinem berufsschultag bin ich 8 stunden in der schule aber meine cheffin will das ich danach npxh zur arbeit komme. Ist das ok? 

RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Hallo Loki!

Vielen Dank für deine Anfrage im Forum. Gerne helfen wir dir.

Ausbildung kann auch unabhängig von der tatsächlichen Auslastung der Betriebe durchgeführt werden. Der Ausbildungsbetrieb hat nach § 14 Berufsbildungsgesetz (BBiG) eine Pflicht dich auszubilden. Das heißt, dass der Ausbildungsbetrieb alle Mittel ausschöpfen muss, um deine Ausbildung weiter zu gewährleisten. Hierbei hat er beispielsweise folgende Möglichkeiten:

  • Umstellung des Ausbildungsplans durch Vorziehen anderer Lerninhalte
  • Versetzung in eine andere Abteilung
  • Rückversetzung in die Lehrwerkstatt
  • Theoretische Vermittlung von Lerninhalten (z. B. schriftliche Aufgabenstellungen, Lektüre, digitale Lernmedien)
  • Aufgrund der besonderen Situation kann für einen beschränkten Zeitraum auch ein alternativer Ausbildungsort (Home Office etc.) sinnvoll sein

Erst wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, kann Kurzarbeit auch für Auszubildende in Frage kommen. In diesem Fall hast du zunächst Anspruch auf Zahlung der vollen Ausbildungsvergütung für mindestens sechs Wochen (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 BBiG). Danach sollte aus unserer Sicht dann das Kurzarbeitergeld greifen. Abweichend von der gesetzlichen Mindestdauer können Ausbildungs- und Tarifverträge längere Fristen vorsehen. Informiere dich bei deiner Jugend- und Auszubildendenvertretung, deinem Betriebs- oder Personalrat oder deiner zuständigen Gewerkschaft, ob es eine Betriebsvereinbarung oder einen Tarifvertrag dazu gibt.

 

 

Wenn du weitere Unterstützung oder Rückendeckung brauchst, kannst du dich auch jederzeit an deine örtliche Gewerkschaft wenden. Hier ist ein Kontakt für dich:


 

Ver.di Freiburg
Friedrichstraße 41-43
79098 Freiburg

Tel.: 0761/2855-0
E-Mail: service.bawue@verdi.de

 

 

Da kannst du anrufen, nach einem_r Jugendsekretär_in fragen und sagen, dass du von Dr. Azubi kommst.... Als Gewerkschaftsmitglied hast du Anspruch auf kostenlose Rechtsberatung und kostenlosen Rechtsbeistand - daher solltest du dir überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, deiner Gewerkschaft beizutreten - wenn du nicht schon Mitglied bist. Du kannst jederzeit Mitglied deiner Gewerkschaft werden. Die Mitgliedschaft kostet in der Regel 1% vom Bruttolohn pro Monate.

 

Wenn du mehr über unsere Arbeit erfahren willst, dann folge diesem Link: https://jugend.dgb.de/dgb_jugend/ueber-uns/wer-wir-sind

 

Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

 

               

Liebe Grüße

Dr. Azubi         

Bitte empfiehl unseren Service weiter!

 

Hier kannst du Mitglied werden

https://jugend.dgb.de/dgb_jugend/ueber-uns/mitglied-werden

 

RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Hallo,

vielen Dank für deine Nachricht. Normalerweise gibt es in der Ausbildung keine Minusstunden. Wenn du krank warst und dich ordentlich krankgemeldet hast, kann dein Chef die Stunden nicht von deiner Arbeitszeit abziehen. Du hast als Azubi einen Anspruch auf Lohnfortzahlung, das bedeutet auch, dass die Stunden von Krankheitstagen nicht von deiner Sollarbeitszeit als Minusstunden abgehen dürfen.

Am besten lässt du dir von deinem Chef die Minustsunden genau erklären und weisst ihn darauf hin, dass diese in der Ausbildung eigentlich nicht vorgesehen sind. Dein Chef darf dir keine Stunden für Krankheitstage oder für Tage, an denen er dich früher heimgeschickt hat, berechnen. 

Falls es hier weiterhin zu Unstimmigkeiten kommt, kannst du dich auch gerne direkt an die Gewerkschaft vor Ort wenden und dich hier nochmal beraten lassen, wie du am besten weiter vorgehst.

Ich hoffe dir weitergeholfen zu haben und wünsche dir viel Erfolg bei deinen weiteren Schritten.

Das war ein Service deiner Gewerkschaft!

Dein Dr. Azubi

RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Hallo liebe Dr. Azubi Mitarbeiter;

ich werde im Dienstplan für 7,5 std/Tag eingeplant was in der Woche 37,5 Stunden ergibt. Jedoch ist vertraglich 39std/Woche vereinbart. Aufeinmal soll ich 60 Minusstunden nacharbeiten.
Ist das rechtens, schließlich ist es nicht mein Verschulden, dass ich vom Arbeitgeber falsch eingeplant werde.

Angenommen die Arbeit beginnt um 9 Uhr und ich muss laut Arbeitgeber um 8:50 bereits gesattelt und gestriegelt bereit stehen, zählt dass dann schon als Arbeitszeit? Denn diese 10 Minuten jeden Tag wurden bei den Minusstunden nicht beachtet.

RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Hallo Skelerth,

vielen Dank für deine Anfrage.

Deine Arbeitszeit ergibt sich aus der Zeit, die du tatsächlich gearbeitet hast. Wenn du um 8:50 Uhr mit dem Arbeiten anfängst, dann gehört das auch zu deiner Arbeitszeit.

Wenn du allerdings weniger gearbeitet hast, dann kannst du in der Ausbildung keine Minusstunden sammeln, wenn du nichts dafür kannst. Da du im Dienstplan nur mit 7,5 Stunden eingeplant warst, bist du nicht selber Schuld an der fehlenden Zeit. Das heißt, es dürfen dir auch keine Minusstunden berechnet werden.

Gerade bei der Zeiterfassung gibt es immer wieder Probleme. Wenn du deine Rechte einfordern willst, kannst du dir jederzeit Rückendeckung von deiner örtlichen Gewerkschaft holen oder dich dort weiter beraten lassen. Hier ist ein Kontakt für dich:

Ver.di Bezirksverwaltung Köln
Hans-Böckler-Platz 9
50672 Köln
Tel.: 0221 / 48 558 0

Da kannst du einfach anrufen, nach einem_einer Jugendsekretär_in fragen und auch ruhig sagen, dass du von Dr. Azubi kommst...

Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

Liebe Grüße

Dr. Azubi

P. S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

RE: Minusstunden in der Ausbildung?

Hallo lieber Azubi,

schön, dass du dich an Dr.Azubi gewendet hast.

Ausbildung kann nur dann stattfinden, wenn am Ausbildungsplatz ein Ausbilder oder ein Ausbildungsbeauftragter anwesend ist, der dich ausbildet. Laut § 14 Abs. 1 Nr. 2 des Berufsbildungsgesetzes (BBIG) muss der Ausbildende selbst ausbilden oder einen Ausbilder oder eine Ausbilderin ausdrücklich damit beauftragen. Der Ausbilder oder die Person, die mit der Ausbildung beauftragt ist, muss dem Azubi Fragen beantworten und ihn in Arbeitsvorgänge einweisen. Er oder sie muss seine Arbeitsergebnisse kontrollieren und dafür sorgen, dass der Azubi alle wichtigen Ausbildungsinhalte erlernt. Daraus ergibt sich, dass er eigentlich immer anwesend sein muss. Der Azubi darf also nicht alleine am Ausbildungsplatz sein oder nur in Gesellschaft von anderen Azubis, Praktikanten und Ungelernten, die als Ausbilder nicht geeignet sind. Alle Verstöße gegen diese Ausbilderpflicht sind eine Ordnungswidrigkeit und können nach § 102 BBiG mit einem Bußgeld geahndet werden!

Hier sind ein paar Tipps für dich, was du unternehmen könntest:

1. Sprich mit deinem Ausbilder und mache ihn darauf aufmerksam, dass du seine Hilfe und sein Wissen brauchst, um deinen Beruf zu erlernen. Falls möglich schalte den Betriebsrat ein.

2. Falls sich nach dem Gespräch nichts ändert, solltest du den Ausbilder oder Betriebsinhaber noch einmal schriftlich an seine Pflichten erinnern. Hebe dir eine Kopie des Schreibens auf! Hier ist ein Musterbrief:

Sehr geehrte/r Frau/Herr…,

laut § 14 Berufsbildungsgesetz muss ein geeigneter Ausbilder die Ausbildungsinhalte vermitteln. 

- Ich bin allerdings sehr häufig alleine im Betrieb [Bitte Beispiele einfügen]

- Es steht für mich allerdings kein Ausbilder bereit und es ist auch niemand ausdrücklich mit meiner Ausbildung beauftragt worden.

Ich fordere Sie hiermit schriftlich auf, mir einen Ausbilder zur Verfügung zu stellen, mache Sie darauf aufmerksam, dass Sie schadensersatzpflichtig werden können, wenn Sie sich nicht an Ihre gesetzlichen Pflichten halten.

Mit freundlichen Grüßen,

[Unterschrift Azubi]

3. Wenn auch das nichts bringt und sich deine Ausbildungssituation nicht verbessert, solltest du dich an deine Gewerkschaft vor Ort wenden und dir rechtliche Unterstützung holen. Hier ist ein Kontakt in deiner Nähe:

Verdi Sitz des Landesbezirks Niedersachsen/Bremen
Goseriede 10
30159 Hannover

Tel.: 0511/12400-0
Fax: 0511/12400-150
E-Mail: service.nds-hb@verdi.de

Da kannst du einfach anrufen, nach einem_einer Jugendsekretär_in fragen und auch ruhig sagen, dass du von Dr. Azubi kommst...

Außerdem könntest du dich an eine_einer Ausbildungsberater_in der Kammer/Innung wenden und mit ihm_ihr ein persönliches Gespräch vereinbaren, denn die sind dafür da, die Ausbildung in den Betrieben zu kontrollieren.

Viel Erfolg! Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

Liebe Grüße

Dr. Azubi

P. S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

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