© DGB-Jugend

Dr. Azubi

sind schlechte noten in der bs kündigungsgrund

Schlechte Noten in der Berufsschule

Guten Morgen,

ich habe ein großes Problem in der Berufsschule bei meiner Ausbildung. Ich schreibe in letzter Zeit sehr schlechte Noten und ich habe große Angst, dass ich meine Ausbildung verlieren kann. Bei mir ist es so geregelt, dass ich eine Reha-Ausbildung über die Agentur für Arbeit und ich habe Panik wenn ich die nach den abH frage, weil ich zwar im Betrieb bereits 2x die Woche Nachhilfe bekomme, aber trotzdem hilft mir es wohl nicht in der Berufsschule und neben diesem Problem habe ich auch noch eine körperliche Behinderung (Epilepsie).

Ich weiß im Moment einfach nicht weiter und wo mir der Kopf steht. Mein Panik steht mir deutlich ins Gesicht geschrieben wenn man mich nur direkt persönlich ansieht. OBwohl noch 3 andere Kollegen mit mir in der Klasse sind und wir auch zusammen arbeiten sind die gut in der Schule und trotzdem bin ich schlechter als die.

Wissen Sie was ich, da machen kann? Den die Agentur kann ja auch sagen, dass Sie nicht mehr wollen, dass ich weitermache, weil die evtl. denken das ich das Ausbildungsziel nicht erreiche und davor habe ich riesig Panik.

RE: sind schlechte noten in der bs kündigungsgrund

Hallo Senna!

Vielen Dank für deine Anfrage im Forum. Gerne helfen wir dir.

Oft macht man sich sehr viel Druck. Besonders wenn man glänzen will und sehr viel Hilfe erhält. Vielleicht gibt es eine andere Lernmethode mit der du dir die Inhalte besser merken kannst z.B Karteikarten oder wichtige Inhalte aufnehmen und sie sich immer wieder anhören. Du solltest dich nicht scheuen nach Hilfe zu fragen das zeigt, dass du die Ausbildung wirklich machen möchtest und alles dafür tust. Du könntest auch mit deinem Arzt über diese Probleme sprechen. Besonders mit Einschränkungen gibt es verschiedene Faktoren an denen es auch noch liegen kann.
Wenn du weitere Unterstützung oder Rückendeckung brauchst, kannst du dich auch jederzeit an deine örtliche Gewerkschaft wenden. Hier ist ein Kontakt für dich:


Ver.di Stuttgart
Willi-Bleicher Str. 20
70174 Stuttgart
Tel.: 0711/1664-000
Fax: 0711/1664-249
E-Mail: bz.stuttgart@verdi.de

Da kannst du anrufen, nach einem_r Jugendsekretär_in fragen und sagen, dass du von Dr. Azubi kommst.... Als Gewerkschaftsmitglied hast du Anspruch auf kostenlose Rechtsberatung und kostenlosen Rechtsbeistand - daher solltest du dir überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, deiner Gewerkschaft beizutreten - wenn du nicht schon Mitglied bist. Du kannst jederzeit Mitglied deiner Gewerkschaft werden. Die Mitgliedschaft kostet in der Regel 1% vom Bruttolohn pro Monate.

Wenn du mehr über unsere Arbeit erfahren willst, dann folge diesem Link: https:/​/​jugend.dgb.de/​++co++f0e4cfdc-7dbc-11e7-b753-525400d872​9f

Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

Liebe Grüße
Dr. Azubi
P. S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

RE: sind schlechte noten in der bs kündigungsgrund

Guten Tag,

ich versuche mich ein wenig kurz zufassen obwohl es für mich ein schwieriges Thema ist was darüber zu sprechen.

ich habe momentan 4 oder 5 Abmahnungen, ich hab auch nicht mehr mit gezählt.
Der eigentlich Grund laut dem Betriebsrat seien die ganzen Abmahnungen nie aus dem Grund das ich Eigeninitiative zeigen sollte, ich habe 130 Überstunden gehabt das war wohl nicht gut genug und das hat ihn wohl nicht gereicht ich habe Lehrgänge selber bezahlt aus meiner eigenen Tasche als Azubi (gerade in der Branche Kfz- Mechatroniker verdient man nicht viel) ich habe Vorbereitungskurse bezahlt. Ich habe dem oberserviceleiter schriftlich eine Anfrage dazu geschrieben das ich mich in eine Richtung orientieren möchte also beispielsweise Motorentechnik, oder Fehlersuche. Ich sollte ein Antrag dafür abgeben und ihm zeigen bzw auch erklären können wieso ich in die Richtung will das habe ich auch gemacht.

Ich habe meine Abschlussprüfung bestanden aber weil ich die Zwischenprüfung nicht bestanden habe, muss ich die Zwischenprüfung wiederholen, ich seh darin alles kein Problem ich werde das schon hinkriegen irgendwie,

Das Problem was jetzt gerade steht ist das von meinem Oberserviceleiter so Druck kommt was ich momentan physisch gar nicht aushalte, jedes Mal wenn er durch die Werkstatt momentan läuft fällt der aller erste Blick auf mich bzw. er sucht mich regelrecht das ist mir aufgefallen, er kommt zu mir während ich Pause habe lässt jedes Mal Kommentare ab wie " sag mal gehen sie überhaupt trainieren" oder solche Sachen wie " wie sehen sie denn aus, haben sie keine sauberen Arbeitsklamotten" (wo ich mir denke ich arbeite unter einem Fahrzeug es ist normal das meine Arbeitskleidung dreckig wird) oder " ich seh sie nie arbeiten wenn ich hier bin, was soll das" Ich hab Pause und denk mir nur was wollen sie von mir .... 
einmal hab ich es nicht mehr ausgehalten und hab ihn darauf angesprochen was wollen sie von mir... ich hatte Pause gehabt und darauf hab ich Musik gehört und Café getrunken,
darauf hin ist er irgendwie um die Ecke gekommen hat mein Handy mir aus der Hand raus gerissen und sich angesehen was ich mir ansehe, darauf hin meinte ich "moment mal was machen sie hier, sie dürfen das nicht geben sie mein Handy bitte wieder" darauf hin hat er das Handy so zusammen gedrückt das ich es erst beim 2 mal ziehen wieder bekommen habe ich hab die Antwort bekommen " es lag offen in der Ecke, dann darf ich ja wohl lesen"

Tage darauf war ich kurz vorm explodieren wegen dem Meister der mir sagt ich soll ein räderwechsel machen ich hab ihn nur gefragt auf welcher Bühne 
er darauf hat sich den Rücken zu mir gedreht ist weg gelaufen nach einer halben Stunde wurde eine Bühne frei und er kam zu mir an nach dem Motto ist er schon fertig 
ich meinte ihn nur das die Bühne gerade frei wurde 

ich habe nur den Satz zu hören bekommen "wieso sind sie so frech, wäre ich ihr Vater hätte ich sie schon längst geklatscht du kleiner drecks****"

 

das ging mir alles zu weit so das ich zu einem Arzt ging und meinte das ich den Druck dort nicht mehr aushalte ich schon Magenkrämpfe bekomme weil ich nix dagegen tun kann...
und das für mich schon Richtung mobbing geht, aber das vom höchsten Niveau weil der oberserviceleiter jedes Mal irgendwas zu sagen hat gegen mich.... er nach dem Motto geht ich hab hier alles zu sagen... so läuft es auch ab ich hab sehr viel drecks Arbeit getan obwohl das nicht meine Aufgaben entspricht während die anderen gearbeitet haben an einem Auto 


jetzt meine eigentliche Frage, kann ich sie nicht klagen ?
was kann ich denn tun ?
aufgrund meiner schlechten Noten kann es ja nicht mehr sein das er mich so behandelt  ... 

mich bitte dringend um einen Rat 

mfG

Anonym R.

RE: sind schlechte noten in der bs kündigungsgrund

Hallo,

vielen Dank für deine Nachricht. Gerne helfe ich dir bei deiner Frage weiter.

Das ist eine schwierige Situation in der du dich befindest und ich finde es erstaunlich, wie lange du sie schon erträgst. Es ist auf jeden Fall sehr wichtig, dass du dich gegen den psychischen Druck wehrst, denn dadurch verlierst du ja nicht nur alle Freude an deiner Ausbildung, sondern Mobbing macht auf Dauer auch Krank! Insofern finde ich es gut, dass du nun aktiv geworden bist. Es ist auch wichtig, dass du mit Menschen deines Vertrauens über deine Probleme am Ausbildungsplatz sprichst. Wenn du es nur runterschluckst werden sich die Erfahrungen bald auf deine Seele oder deinen Körper auswirken, z. B. Schlafstörungen, Depressionen, Magen-Darmprobleme.

Wenn du deinen Ausbilder darüber in Kenntnis gesetzt hast, dass du gemobbt wirst, kann er dich nicht ohne weiteres kündigen, wenn du deswegen krank geworden bist. Denn für eine Kündigung muss ein wichtiger Grund vorliegen. Bei der Prüfung des wichtigen Grundes muss der besondere Charakter des Ausbildungsverhältnisses berücksichtigt werden. Das bedeutet, dass bei Pflichtverletzungen deinerseits, schlechten Leistungen oder leichten Vergehen eine fristlose Kündigung des Azubis erst dann zulässig ist, wenn trotz aller Erziehungsmaßnahmen - zum Beispiel Ermahnungen und Abmahnungen - keine Besserung eintritt. Der Kündigung müssen deshalb normalerweise mindestens zwei Abmahnungen für das gleiche Vergehen (!) vorausgehen. Ausnahme: Bei besonders gravierenden Verfehlungen wie zum Beispiel nachweislicher Diebstahl oder ein tätlicher Angriff auf den Ausbilder kann auch ohne Abmahnung gekündigt werden. Grundsätzlich hängt es davon ab, wie gravierend dein Pflichtverstoß ist und wie weit das Ausbildungsverhältnis fortgeschritten ist.

 Und je weiter die Ausbildungszeit fortgeschritten ist, umso strengere Anforderungen werden an den Kündigungsgrund gestellt. Kurz vor dem Ende der Ausbildung ist eine Kündigung nur noch in extremen/krassen Ausnahmefällen zulässig. Soviel erst mal zur Kündigung!

Aber dennoch, auch wenn du bereits mehrere Abmahnungen erhalten hast, klingen mir die Gründe sehr fragwürdig. Eine Abmahnung wegen schlechter Leistungen ist eigentlich nicht möglich. Am besten verfasst du zu jeder Abmahnung eine Gegendarstellung und schilderst die Situation aus deiner Sicht. Schick sie via Einschreiben in den betrieb und bitte darum, dass deine Gegendarstellungen deiner Persnalakte beigefügt werden. hebe dir auch eine Kopie auf. Im Zweifel hast du dann einen Nachweis.

Leider gibt es in Situationen wie deiner kein Patentrezept! Auf der einen Seite kannst du versuchen innerhalb deines Betriebes aktiv zu werden. Dein Ausbilder muss dafür sorgen, dass du weder körperlich noch psychisch geschädigt wirst (§14 Berufsbildungsgesetz). Er muss dich vor Gewalt, Mobbing oder sexueller Belästigung am Arbeitsplatz in Schutz nehmen. Daher solltest du dir überlegen, mit deinem Ausbilder in Kontakt zu treten. Vielleicht hast du ja auch die Möglichkeit in eine andere Abteilung/Filiale versetzt zu werden. Davor würde ich dir dringend raten, eine Beratungsstelle für Mobbingopfer aufzusuchen und dich dort beraten zu lassen. Solltest du weitergehende Hilfe in Anspruch nehmen wollen, gibt es eine Übersicht für Mobbingberatungsstellen unter folgendem Link: http://www.work-watch.de/2012/10/hilfestellung-bei-mobbing

 

RE: sind schlechte noten in der bs kündigungsgrund

 

Ebenso möchte ich dir raten, dich an deine Gewerkschaft zu wenden und dich dort beraten zu lassen. Die kennt sich mit Mobbing am Arbeitsplatz auch aus und weiß, was zu tun ist. Als Gewerkschaftsmitglied hast du Anspruch auf Beratung und rechtliche Unterstützung. Nim diese bitte unbedingt wahr. Hier ist ein Kontakt in deiner Nähe:

IG Metall Berlin

Strasse / Nr. Alte Jakobstr. 149 PLZ / Ort: 10969 Berlin Telefon: 030/253870 Fax: 030/25387200 E-Mail: kontakt@igmetall-berlin.de Homepage: www.igmetall-berlin.de

Da kannst du einfach anrufen, nach einem_rJugendsekretär_in fragen und auch ruhig sagen, dass du von Dr. Azubi kommst....

Ich kann aber auch sehr gut verstehen, dass du am liebsten deinen Betrieb überhaupt nicht mehr aufsuchen und den Ausbildungsplatz wechseln möchtest. Bei einem Ausbildungsplatzwechsel gehst du wie folgt vor:

  1. Bewirb dich ab sofort, denn solange du noch einen Ausbildungsplatz hast, sind deine Bewerbungschancen viel besser. Ausbildungsplätze, die sofort zu besetzen sind, findest du unter www.arbeitsagentur.de oder www.meinestadt.de, oder www.ihk.de. Schau auch in der Zeitung und in den Stellenportalen im Internet nach oder frag im Bekanntenkreis. Auch einen Versuch wert: Suche eines Ausbildungsplatzes über soziale Netzwerke wie XING oder LinkedIn.

 

  1. Sobald du was Neues hast -und erst dann!- kannst du einen Aufhebungsvertrag machen, wenn dein Betrieb mit deinem Weggang einverstanden ist. Wichtig bei einem Aufhebungsvertrag ist, dass es sich um eine vorzeitige Lösung des Ausbildungsverhältnisses im Einverständnis mit deinem Ausbilder handelt. Bei einem Aufhebungsvertrag gibt es keine Frist, im Klartext heißt das du und dein Ausbilder könnt das Beendigungsdatum auf einen beliebigen Zeitpunkt setzen. Falls du noch Minderjährig bist, müssen deine Eltern den Aufhebungsvertrag auch unterschreiben. Du solltest im Vorfeld deinen Ausbilder auf einen Aufhebungsvertrag „vorbereiten“, damit dein Weggang nicht aus heiterem Himmel kommt. Erkläre ihm auch die Gründe für deinen Wechselwunsch und unterschreibe den Aufhebungsvertrag nur, wenn du schon sicher eine neue Ausbildungsstelle in der Tasche hast. Ein einmal unterschriebener Aufhebungsvertrag kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.

 

  1. Falls der Betrieb nicht einverstanden ist, kannst du unter Umständen außerordentlich und fristlos kündigen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (§22 Berufsbildungsgesetz). Fristlos bedeutet: Du kannst sofort gehen, nachdem du die Kündigung übergeben hast oder nachdem die Kündigung per Post im Betrieb angekommen ist. Wichtige Gründe sind zum Beispiel:


 

  • schwere und andauernde Verstöße gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz oder das Arbeitszeitgesetz

  • mangelhafte Ausbildung durch Verstöße gegen die Ausbildungspflicht und berufliche Mängel
  • eine andauernde Beschäftigung mit ausbildungsfremde Tätigkeiten

  • Sexuelle Belästigung oder Züchtigung (körperliche Gewalt)

  • mehrmalige ausbleibende Ausbildungsvergütung
  • wenn deinem Betrieb die Ausbildereignung fehlt, entzogen wird oder er gar keine besitzt

  • angeordnete Überstunden, die auch nach Aufforderung nicht bezahlt oder in Freizeit ausgeglichen wurden und durch die das Ausbildungsziel gefährdet ist

  • Systematisch schlechte Behandlung (immer wieder Beschimpfungen, Beleidigungen, Benachteiligungen, Diskriminierung)


 

Du musst schriftlich und unter genauer Angabe der Gründe (wer, was, wann, wo) kündigen. Sonst ist die Kündigung unwirksam. Sie ist auch unwirksam, wenn dir der auslösende Kündigungsgrund bereits länger als zwei Wochen bekannt war.


Wenn du aufgrund von Pflichtverletzungen kündigst, die der Betrieb langfristig nicht beheben kann (z. B.: Entziehen der Ausbildereignung) oder es dir absolut unzumutbar ist weiter in dem Betrieb deine Ausbildung fortzusetzen (z. B.  sexuelle Belästigung) dann kannst du sofort unter Angaben der Gründe fristlos kündigen. Wenn dein Betrieb aber die Möglichkeit hat sein Verhalten zu ändern (z. B.  ausbildungsfremde Tätigkeiten), dann musst du den Betrieb zunächst auf die Pflichtverletzung in Form einer schriftlichen Abmahnung hinweisen und ihn dazu auffordern die Situation zu ändern. Es kann auch sinnvoll sein, die zuständige Kammer mit einzubeziehen und die Schlichtung einzuberufen. Falls sich daraufhin nichts ändern sollte, dann hast du die Möglichkeit fristlos zu kündigen.

Eine außerordentliche Kündigung zu schreiben, ist eine Wissenschaft für sich und deshalb gibt es keine allgemeine Vorlage. Du musst in der fristlosen Kündigung schwere Vorwürfe gegen deinen Ausbildungsbetrieb erheben. Damit die Sache auch wasserdicht ist, solltest du dir unbedingt Hilfe bei deiner Gewerkschaft holen.

Wenn deine Gründe für die fristlose Kündigung nicht ausreichen, hat dein Betrieb auch die Möglichkeit Schadensersatzansprüche innerhalb von drei Monaten nach Beendigung gegen dich geltend zu machen.

Als Vorbereitung einer fristlosen Kündigung ist es wichtig für dich Nachweise zu sammeln. Wenn du beispielsweise aufgrund von einer andauernden Beschäftigung mit ausbildungsfremden Tätigkeiten fristlos kündigen möchtest, dann ist dein Berichtsheft mit der Aufzeichnung der ausbildungsfremden Tätigkeiten ein guter Nachweis. Wenn du aufgrund schwerer Verstöße gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz kündigen möchtest, dann ist ein Dienstplan/Arbeitszeitnachweis für dich wichtig.

 

Wenn du aufgrund von Mobbing kündigen möchtest, dann ist ein gut geführtes Mobbingtagebuch von deiner Seite aus ein guter Nachweis, Aussagen von Kollegen, die das Mobbing mitbekommen haben, Gesprächsnotizen mit dem Vorgesetzten und dem „Täter“ sowie eine Bestätigung deines behandelnden Arztes, dass Folgen der Mobbingsituation bereits körperliche und psychische Auswirkungen bei dir ausgelöst haben, stellen ebenfalls einen handfesten Nachweis für dich da.

 

Rückendeckung kannst du oft auch nach der Kündigung gebrauchen: Wenn der Azubi kündigt, ist der Ausbilder leicht verärgert und gibt dir nicht immer freiwillig, was dir noch zusteht, zum Beispiel Arbeitszeugnis, Arbeitspapiere, Restgehalt, Urlaubsansprüche, die ausbezahlt werden müssen.


 

  1. Nachdem deine Kündigung oder der Aufhebungsvertrag durch sind, setzt du deine Ausbildung nahtlos im neuen Betrieb fort. Aber Vorsicht: Du hast wieder bis zu 4 Monate Probezeit...

 

Da du aber auch schon im dritten Ausbildungsjahr bist, kannst du dich auch bei der für dich zuständigen Stelle informieren, ob du auch als externer Prüfling zu den Abschlussprüfungen zugelassen werden kannst.

 Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen! Ich wünsche dir viel Kraft, um die anstehenden Schwierigkeiten erfolgreich zu meistern!

Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

Liebe Grüße

Dr. Azubi

RE: sind schlechte noten in der bs kündigungsgrund?

Hallo Leute!

Ich anfange jetzt mit 1 Ausbildungsjahr zum Busfahrer!

-Busfahrer sind in diese firma viel gesucht

Ich habe probezeit 4 monate und ich habe Angst von schule und noten wegen deutsch (bin Ausländer)  und dass ich in diese probezeit schon Kündigung bekomme!  

Ich möchte Bus fahren aber schule geht sehr schlecht

Kann ich Kündigung bekommen wenn ich z.b gut bin im Firma und im Büro aber schlecht in der Schule?

Noten sind 4,5,6

Von schule habe ich große angst!

RE: sind schlechte noten in der bs kündigungsgrund

Lieber Florian,

vielen Dank für deine Anfrage. Gerne möchten wir dich unterstützen. In der Probezeit kann dein Betrieb dich ohne Gründe kündigen. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen.

Es gibt eine kostenlose Nachhilfe für Azubis. Ein spezieller Unterricht und gegebenenfalls begleitende sozialpädagogische Betreuung. Das kannst du bei der Agentur für Arbeit beantragen.

Manchmal gibt es in der Berufsschule auch spezielle Klassen für Menschen, die nicht so gut Deutsch sprechen. Frage einfach mal nach.

Sprich auch mit deinem Betrieb und sag, dass du bei der Berufsschule Unterstützung brauchst und diesen Beruf unbedingt machen möchtest.

So sieht dein Betrieb deine Motivation und wird dir nicht einfach so in der Probezeit kündigen. Wenn du noch weitere Unterstützung brauchst, dann kannst du dich auch an deine zuständige Gewerkschaft wenden. Hier ist ein Kontakt für dich:

ver.di Bayern
Neumarkter Str. 22
81673 München

Tel.: 089/59977-0
Fax: 089/59977-488
E-Mail: LBZ.Bayern@verdi.de

Alles Gute für deine weitere Ausbildung.

Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

Liebe Grüße

Dr. Azubi

P. S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

Hier kannst du Mitglied einer Gewerkschaft werden: https://jugend.dgb.de/dgb_jugend/ueber-uns/mitglied-werden

RE: sind schlechte noten in der bs kündigungsgrund

Hallo zusammen,

ich mache meine Lehre in der Schweiz und habe im Zeugnis eine 5, 4.5, 3.5, 4.0, 4.0, 3.0, 4.5, 5.5....

bin ich in Gefahr meine Lehre zu verlieren????

RE: sind schlechte noten in der bs kündigungsgrund

Hallo,

vielen Dank für deine Nachricht. Leider sind wir ein Portal, dass Azubis aus Deutschland Hilfe anbietet. Da die Ausbildung und auch die Berufsschule hier evtl einer ganz anderen Gesetzetzesgrundlage als in der Schweiz unterliegt, kann ich dir leider nicht weiterhelfen. Am besten wendest du dich an die Berufschule bei dir vor Ort und lässt dich da beraten. Vielleicht gibt es da ja eine_n Vertrauenselher_in oder Sozialarbeiter vor Ort in der Schule, die dir weiterhelfen können. In der Schweiz gibt es sicher auch Beratungsstellen für Azubis, schau dich mal da nach und wende dich an diese.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen weiteren Schritten und alles Gute für deine weitere Ausbildung!

Liebe Grüße dein Dr. Azubi

RE: schlechte note

Guten Tag, 

Ich habe vor kurzem erfahren das ich auf meinem zwischenzeugnis im dritten Lehrjahr eine 5 in einem Fach bekomme. 

Ich lerne jeden Tag und schreibe trotzdem schlechte Noten. 

Ich habe große Angst das meinem Chef zu sagen. Da ich Angst habe das er mich nach der Ausbildung durch die schlechte Note nicht übernimmt. 
Und habt ihr irgendwelche Tipps wie ich das meinem Ausbilder erklären kann mit der schlechten Note? Außerdem habe ich große Angst wie mein Ausbilder reagiert. Was kann mir passieren? 

Ich bin immer pünktlich da. 

Ich habe nie unentschuldigt gefehlt und wurde auch mehrmals gelobt. 

Ich habe auch schon viel über diese Nachhilfe bei der Agentur für Arbeit gehört wir kann ich mir diese vorstellen? 

Über eine schnelle Antwort würde ich mich freuen. 

Danke schon mal im Voraus. 


Mit freundlichen Grüßen 

mila2771

RE: schlechte note

Guten Tag, 

Ich habe vor kurzem erfahren das ich auf meinem zwischenzeugnis im dritten Lehrjahr eine 5 in einem Fach bekomme. 

Ich lerne jeden Tag und schreibe trotzdem schlechte Noten. 

Ich habe große Angst das meinem Chef zu sagen. Da ich Angst habe das er mich nach der Ausbildung durch die schlechte Note nicht übernimmt. 
Und habt ihr irgendwelche Tipps wie ich das meinem Ausbilder erklären kann mit der schlechten Note? Außerdem habe ich große Angst wie mein Ausbilder reagiert. Was kann mir passieren? 

Ich bin immer pünktlich da. 

Ich habe nie unentschuldigt gefehlt und wurde auch mehrmals gelobt. 

Ich habe auch schon viel über diese Nachhilfe bei der Agentur für Arbeit gehört wir kann ich mir diese vorstellen? 

Über eine schnelle Antwort würde ich mich freuen. 

Danke schon mal im Voraus. 


Mit freundlichen Grüßen 

mila2771

RE: schlechte note

Guten Tag, 

Ich habe vor kurzem erfahren das ich auf meinem zwischenzeugnis im dritten Lehrjahr eine 5 in einem Fach bekomme. 

Ich lerne jeden Tag und schreibe trotzdem schlechte Noten. 

Ich habe große Angst das meinem Chef zu sagen. Da ich Angst habe das er mich nach der Ausbildung durch die schlechte Note nicht übernimmt. 
Und habt ihr irgendwelche Tipps wie ich das meinem Ausbilder erklären kann mit der schlechten Note? Außerdem habe ich große Angst wie mein Ausbilder reagiert. Was kann mir passieren? 

Ich bin immer pünktlich da. 

Ich habe nie unentschuldigt gefehlt und wurde auch mehrmals gelobt. 

Ich habe auch schon viel über diese Nachhilfe bei der Agentur für Arbeit gehört wir kann ich mir diese vorstellen? 

Über eine schnelle Antwort würde ich mich freuen. 

Danke schon mal im Voraus. 


Mit freundlichen Grüßen 

mila2771

RE: sind schlechte noten in der bs kündigungsgrund

Hallo Mila,

vielen Dank für deine Nachricht. Gerne helfe ich dir bei deiner Frage weiter. Du brauchst keine Angst vor Konsequenzen haben wegen der schlechten Note. Dein Chef darf dir deshalb nicht kündigen oder dich "bestrafen". Er muss damit konstruktiv umgehen und dir dabei helfen deine Leistungen zu verbessern. Praxis und Theorie klaffen manchmal auseinander. Es kann also durchaus sein, dass du im Betrieb trotzder schlechten Note gute Leistungen erzielst. dennoch ist es wichtig, dass du dich auch in der Schule verbesserst, damit du dann später wirklich alle Bereiche deines Berufes gut erlernt hast. Am besten sagts du deinem Chef das du dir bereits Gedanken zu der Leistung in der Schule gemacht hast und es dein Zeil ist, dass du dich da verbesserst. Sag ihm doch, dass dir dein beruf sehr Spass macht und du ihn bestmöglichst erlernen willst. Frag ihn, ob er dir vielleicht helfen kann, auch in diesem Bereich, der dir scheinbar schwerer fällt, bessere Kenntnisse zu erziehlen. Vielleicht gibt es fRagen, die du an ihn hast oder er könnte dir in der Arbeitszeit gezielt Aufgaben geben, die mit diesem Schulfach zusammenhängen? Mach ihm da Angebote und zeigt, dass du Motivation hast dich zu verbessern. Außerdem könntest du ihm anbieten, in eine abH Maßnahme zu gehen. Das ist geziehlte Nachhilfe. Dort bekommst du nochmal Unterstützung und zusätzlichen Unterricht in den Fächern, die dir schwer fallen. So kannst du Lücken aufholen und deine Schwierigkeiten in der Schule verbessern. Die Maßname bekommst du über die Agentur für Arbeit gestellt. Dein Chef muss dich dafür freistellen.

Mach dir aber generell nicht soviele Sorgen, denn es gehört auch mal dazu, dass nicht alle Dinge perfekt laufen. Dfür bist du ja in der Ausbildung. Du bist da zum Lernen. Es kann auch mal sein, dass einem Bereiche leichter fallen und dafür andere schwerer. Du brauchst dich dafür nicht kleinzumachen und auch nicht zu schämen. Auch dein Chef stand mal am Anfang und wird sich auch nicht immer mit allen Bereichen leicht getan haben. Wichtig ist, dass dir die Ausbildung Spass macht und du die Bereitschaft hast, dich anzustregen. Dann kommt der rest von alleine!

Falls du noch weitere Fragen hast oder Hilfe brauchst, kannst du dich auch gerne direkt an deine Gewerkschaft vor Ort wenden. Hier ein Kontakt für dich:

Hagen
Hochstr. 117a
58905 Hagen

Tel.: 02331 1677-1
Fax: 02331 1677-21
E-Mail: service-ost.nrw@verdi.de

Bezirksgeschäftsführer/in: Jürgen Weiskirch

Da kannst du einfach anrufen, nach einem_r Jugendsekretär_in fragen und auch ruhig sagen, dass du von Dr. Azubi kommst....

Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

Liebe Grüße

Dr. Azubi
P. S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

Ist es ein Kündigungsgrund wenn ich nicht zur AbH gehe ?

Hallo,

ich bin im 2ten Lehrjahr und habe im Zeugnis für das 2. Lehrjahr nicht ausreichende Leistungen. Somit ist das Ziel zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden gefährdet. Somit wurde ich aufgefordert zu einer abh zu gehen. Welche jedoch in meiner Freizeit und ohne jegliche Vergütung oder Fahrkostenübernahme ablaufen soll. Als ich mich mehrere male dagegen geweigert habe, da ich Privat für die Ausbildung lerne und ich jetzt im 3. Lehrjahr komplett neue Lehrer habe und mich verbessern will, wurde mir gesagt, dass wenn ich die abh nicht in meiner Freizeit machen würde, der nächste Grund gesucht wird wo der Betrieb rechtlich dazu in der Lage ist mich zu kündigen. Ich fehle nie unentschuldigt und komme regelmäßig. Da die abh für mich kostentechnisch überhaupt nicht in frage kommt ist meine Frage, ob das alles so rechtens ist. Weder die Zeit noch die Lust noch das Geld hätte ich dafür.

RE: sind schlechte noten in der bs kündigungsgrund

Hallo lieber Azubi.

schön, dass du dich an Dr. Azubi gewendet hast. Du solltest dich an die Gewerkschaft wenden und dich mal rechtlich beraten lassen sollst.

Ist das AbH von dem Betrieb? Meistens gibt es die Möglichkeit während der Arbeitszeit das zu machen. 

Das alles musst du mit deinem Ausbilder*innen abklären.

um auf Nummer sicher zu gehen solltest du dich an die Gewerkschaft wenden.

Jetzt Gewerkschaftsmitglied werden!

Als Gewerkschaftsmitglied hast du Anspruch auf kostenlose Rechtsberatung und kostenlosen Rechtsbeistand - daher solltest du dir überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, deiner Gewerkschaft beizutreten - wenn du nicht schon Mitglied bist. Du kannst jederzeit Mitglied deiner Gewerkschaft werden. Die Mitgliedschaft kostet in der Regel 1% vom Bruttolohn pro Monat. Solltest du kein Einkommen haben (also keinen Ausbildungsvertrag) gibt es pauschale Beiträge. Ein Kontakt in deiner Nähe ist:

Verdi Sitz des Landesbezirks Nordrhein-Westfalen
Karlstraße 123-127
40210 Düsseldorf

Tel.: 0211/61824-0
Fax: 0211/61824-466
E-Mail: lbz.nrw@verdi.de

Da kannst du einfach anrufen, nach einem_r Jugendsekretär_in fragen und auch ruhig sagen, dass du von Dr. Azubi kommst....

Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

Liebe Grüße

Dr. Azubi

P. S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

Neue Antwort

Die mit '*' gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.

Bist du in der Probezeit?*
Bist du Gewerkschaftsmitglied?*
Darf deine Telefonnummer oder deine E-Mail-Adresse an interessierte Journalist*innen für Hintergrundgespräche, Zitate oder Interviewanfragen weitergegeben werden?*
Über Antworten und Kommentare zu meiner Anfrage im Forum möchte ich per E-Mail informiert werden.*