Deutscher Gewerkschaftsbund

flexible Arbeitszeitregelung auf Basis einer Jahresarbeitszeit

Hallo,

ich bin seit dem 01.08.2019 Azubi als Mediengestalter Digital/Print.
Zu meinem Ausbildungsvertrag soll jetzt in einer Anlage Folgendes geregelt werden:

- Die Jahresarbeitszeit beträgt 1.824 Stunden und errechnet sich auf der Basis einer monatlichen Arbeitszeit von 25 Stunden

-In den einzelnen Wochen können unterschiedliche Arbeitszeiten festgelegt werden. Diese Festlegung kann je Woche in einer Bandbreite zwischen 0 und 60 Stunden bzw. je Arbeitstag zwischen 0 und 10 Stunden schwanken.

-Der Arbeitgeber ist berechtigt, bei betrieblicher Notwendigkeit Kurzarbeit durchzuführen. Herr Wulff erteilt hierzu seine Zustimmung.

-Aufgrund größerer, nicht vorhersehbarer Auftragseingangsschwankungen oder bei Erkrankung anderer Mitarbeiter kann in Absprache mit Herr Wulff die festgelegte Arbeitszeit den geäderten Bedingungen angepasst werden.

Sind diese Regelungen rechtens? Darf das in meinem Ausbildungsvertrag geregelt werden? Ich befinde mich in der Probezeit. Kann mir etwas passieren, wenn ich mich weigere, diese Anlage zu unterschreiben?

Vielen Dank für eine Antwort!

Frank : 09.09.2019 11:16:14 |
  • RE: flexible Arbeitszeitregelung auf Basis einer Jahresarbeitszeit

    Lieber Frank,

    ich kann gut verstehen, dass dich diese Klausel verunsichert. Eigentlich darf auch im Nachhinein nichts mehr im Ausbildungsvertrag verändert werden. Normalerweise hast du einen Anspruch auf regelmäßige Arbeitszeiten. Es gibt hierzu gesetzliche Vorgaben, an die sich dein Arbeitgeber halten muss. Hierzu gehört z.B, dass du als Azubi nicht mehr als Stunden täglich arbeiten musst. Denn du bist nicht dazu verpflichtet Überstunden zu absolvieren. Du darfst täglich aber höchstens 10 Std. arbeiten dabei maximal 60 Std innerhalb der Woche. Diese müssen aber innerhalb von einem halben jahr so ausgeglichen werden, dass du im Durchschnitt 8 Std täglich gearbeitet hast. Außerdem muss in deine Arbeitszeiten so geplant sein, dass du alle Inhalte des Ausbildungsrahmenplans erlernen kannst. Da ich nicht genau vorliegen haben, was dein Chef genau von dir verlangt und warum, kann ich dir ganz schlecht einen Rat geben. Denn tasächlich kannst du in der Probezeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. dennoch solltest du dich deshalb nicht unter Druck setzen lassen diesen Zusatzvertrag zu unterschreiben. Als Gewerkschaftsmitglied hast du Anspruch auf Untertützung und rechtlcihe Bertaung. Bitte wende dich also direkt an deine Gewerkschaft vor Ort und bringe alle Unterlagen und deinen Ausbildungsvertrag mit. Dann kannst du gemeinsam mit den Experten und Expertinnen vor Ort das weitere Vorgehen planen und dich persönlich beraten lassen. Hier ein Kontakt für dich vot Ort:

    ver.di - ver.di vor Ort

    Sitz des Landesbezirks Nord
    Hüxstraße 1
    23552 Lübeck

    Tel.: 0451 8100-6
    Fax: 0451 8100-888
    E-Mail: lbz.nord@verdi.de

    Landesbezirksleiter/in: Susanne Schöttke

    Da kannst du einfach anrufen, nach einem_rJugendsekretär_in fragen und auch ruhig sagen, dass du von Dr. Azubi kommst....

    Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

    Liebe Grüße

    Dr. Azubi
    P. S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!

    Dr. Azubi: 10.09.2019 18:11:48


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