Deutscher Gewerkschaftsbund

Ausbildungsreport

Das Bildungs- und damit auch das Ausbildungssystem zu verbessern, gehört seit Jahren zur Agenda auch der Bundesregierungen. Kein Wunder, ist doch längst klar, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen volkswirtschaftlichem Erfolg und gut ausgebildeten Arbeitskräften gibt. Gute Fachkräfte sind oft ein wichtiger Faktor für die Standortentscheidung.

Die Wirklichkeit spiegelt diese Bedeutung von Ausbildung allerdings oft nicht wider. Die DGB-Jugend hat deshalb im vergangenen Jahr erstmals einen Ausbildungsreport herausgebracht, der die einzelnen Branchen und Berufe unter die Lupe nimmt – und ein Ranking der besten, bestbezahlten und überstundenintensivsten Ausbildungsberufe vornimmt. Bei der Gesamtbewertung werden dabei vier Kriterien abgeklopft:

Eine wirklich gute Ausbildung müsste danach so gut bezahlt sein, dass die Azubis davon ohne familiäre oder staatliche Unterstützung leben könnten. Die Aufgaben sollten sich auf Tätigkeiten konzentrieren, die direkt mit dem angestrebten Beruf zu tun haben. Private Dienstleistungen wie Kaffee kochen oder für den Chef einkaufen sollten ebenso tabu sein wie der Einsatz als reguläre Arbeitskraft ohne entsprechende Anleitung. Zudem sollte der vertraglich zugesicherte Zeitrahmen eingehalten werden. Das Jugendarbeitsschutzgesetz schränkt die Arbeitszeit auf sechs bis 20 Uhr ein, Überstunden sollten, wenn sie nicht vermeidbar sind, angemessen honoriert werden. Außerdem gehört die Berufsschule untrennbar zum dualen Ausbildungssystem und sollte entsprechend guten Unterricht anbieten.

DGB (Hg.): Ausbildungsreport 2006, zu bestellen unter E-Mail: jugend.bvv@dgb.de. Weitere Adressen: www.doktor-azubi.de


(aus der Soli extra "G8/'Gute Arbeit'", Frühjahr 2007, Autor: Soli aktuell)

WIR IM SOCIAL WEB