Deutscher Gewerkschaftsbund

Studieren oder nicht?

Eine wichtige Frage: Im Oktober 2010 fängt das Wintersemester an. Gerade für Ausgelernte kann dies ein wichtiger Aspekt der persönlichen Lebensplanung sein. Die DGB-Jugend bietet Hilfe bei der Orientierung.

Den erlernten Beruf zu verlassen, um ein Studium zu beginnen, ist eine Entscheidung, der zunächst viele Fragen vorausgehen:

  • Welche Zugangsvoraussetzungen gibt es?

  • Kann ich mir ein Studium überhaupt leisten?

  • Welches Studium passt zu mir?

  • Und nicht zuletzt: Was nützt mir ein Studium überhaupt?


Die DGB-Jugend-Broschüre "Ausgelernt – und nun? Studieren!" informiert über die Zugangsvoraussetzungen für ein Studium und stellt die unterschiedlichen Hochschularten sowie -abschlüsse vor. Sie soll eine Hilfestellung sein bei der Suche nach dem richtigen Studienfach und der Universität. Hier kann man auch nachlesen, wie der Zulassungsprozess abläuft.

Der zweite Teil konzentriert sich auf die Studienfinanzierung. Man bekommt einen Überblick über die Kosten eines Studiums und Finanzierungsmöglichkeiten. Denn die Probleme eines Studiums liegen auf der Hand: Es beansprucht Zeit und Geld. Mit der Entscheidung für ein Studium tauschen vor allem Ausgelernte eine vielleicht kurzfristig überschaubare und sichere Berufsperspektive gegen mehrere Jahre finanzieller Abhängigkeit ein.

Der Nutzen eines Studiums ist nicht so einfach festzumachen und hängt von den eigenen Wünschen und Vorstellungen ab. Es bietet keine Garantie auf einen Arbeitsplatz, dennoch wächst, statistisch gesehen, der Bedarf an hochqualifizierten Arbeitskräften. AkademikerInnen sind im Vergleich weniger von Arbeitslosigkeit betroffen und ihr Verdienst ist in der Regel höher. Ein Studienabschluss bietet eine flexiblere berufliche Einsatzmöglichkeit – und damit auch Alternativen, z.B. wenn ein Jobwechsel notwendig wird; aber auch die Möglichkeit, dein Wissen aus der Ausbildung theoretisch zu vertiefen. In vielen Bereichen wird diese Kombination aus Theorie und praktischer Erfahrung von ArbeitgeberInnen geschätzt.

Und die Vorteile eines Studiums reichen durchaus über die handfesten Arbeitsmarktchancen hinaus. Das Interesse an der theoretischen Auseinandersetzung mit Problemstellungen innerhalb eines Studiengebietes spricht genauso dafür, ein Studium zu beginnen.

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