Deutscher Gewerkschaftsbund

Finanzmarkt-Reform

Die gewerkschaftlich unterstützte Kampagne “Global Finance” will den Finanzmarkt regulieren.

Die globalen Finanzmärkte haben die schwerste Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit verursacht. Um der Probleme Herr zu werden, wurden viele Banken mit Steuergeldern "stabilisiert".

Die Folgen der Finanzkrise haben Schritt für Schritt alle Lebensbereiche erfasst. Weltweit sind Arbeitsplätze, Ersparnisse, Renten und öffentliche Dienstleistungen in Gefahr.

In Gewerkschaftskreisen ist schon lange klar: Damit die Menschen nicht auf der Strecke bleiben, muss der Finanzmarkt reguliert werden. DGB und IG Metall haben sich deshalb der Kampagne "Regulate Global Finance Now!" angeschlossen.

Ziel ist – neben der Regulierung des globalen Finanzwesens – die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. So könnten Spekulationen eingedämmt werden. Dies würde zu höheren Einkünften des Staates führen und einen Übergang zu integrativen, gerechteren und umweltfreundlichen Gesellschaften erleichtern. Die bisher von der Europäischen Union unterbreiteten Vorschläge greifen zu kurz und werden den Anforderungen eines soliden Finanzsystems nicht gerecht.

"Es braucht feste Regeln, um dem wahnwitzigen Treiben der Finanzjongleure ein Ende zu bereiten, und einen neuen Rahmen, der stärker das Gemeininteresse berücksichtigt", schreiben die InitiatorInnen. Wichtig sei jetzt, die Transparenz und Rechenschaftspflicht derjenigen Institutionen zu erhöhen, die sich mit der Regulierung und Beaufsichtigung der Finanzmärkte befassen.


www.europeansforfinancialreform.org



(aus der Soli aktuell 7/10, Autor: Jürgen Kiontke)

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