Deutscher Gewerkschaftsbund

Umfragen und Arbeitskreise

BJA: Die wichtigsten Ergeb­nisse der Sitzung vom 4. und 5. Mai 2010 in Steinbach.

Am 4. und 5. Mai 2010 tagte der DGB-Bundesjugendausschuss (BJA) in Steinbach/Taunus. Der BJA ist das zentrale Gremium der Gewerkschaftsjugend im laufenden Betrieb: Hier treffen sich haupt- und ehrenamtliche junge GewerkschafterInnen, um über Politik zu diskutieren und diese mitzugestalten.

Jugendarbeitsschutz
Der BJA beschließt Aktivitäten der Gewerkschaftsjugend zum Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG), das von Arbeitgeberseite immer wieder angegriffen wird. So wird es eine Aktion mit Postkarten geben, mit denen auf zentrale Probleme von Azubis mit der Verletzung des Jugendarbeitsschutzes aufmerksam gemacht werden soll. Ziel: Junge Leute in den Betrieben sollen sich gegen Verschlechterungen im Bereich des Jugendarbeitsschutzes positionieren können. Verteilt werden die Karten über JugendvertreterInnen und Betriebs-/ oder Personalräte und bei der DGB-Berufsschultour. Später wird es eine öffentlichkeitswirksame Aktion mit ihnen geben. Daneben wird die Kampagnen-Homepage www.haende-weg.de reaktiviert. 

Starttag der Aktivitäten ist der 9. August 2010, dem 50. Jahrestag des Inkrafttretens des ersten JArbSchG.

Wie wollen wir leben?
Der Rücklauf an Fragebögen bei der seit Mitte März 2010 laufenden internen Erhebung der DGB-Jugend zum Thema "Wie wollen wir leben?" ist rege: Zukunft steht für junge Gewerkschaftsmitglieder ganz oben. Die DGB-Jugend ist dran am Thema und bezieht alle mit ein. Und so wird es auch bleiben.

Nun soll diskutiert werden: Was ist notwendig, um die Zukunftsdebatte in die junge Generation zu tragen? Geplant ist zunächst ein weiterer Runder Tisch. Zudem wird die Debatte um die Zukunftsperspektiven aus der Sicht der jungen Generation bekannt gemacht und für verschiedene Medien aufbereitet. Dafür soll es Aktions-, Presse- und Onlinemodule geben.

Bis Anfang Juni 2010 können noch Antworten eingereicht werden.

Bildungspolitik

Einen schönen Gruß hat der BJA an die Bologna-Konferenz am 17. Mai 2010 in Berlin ausrichten lassen. Dort soll im Rahmen des Hochschulpaktes III die Lehre verbessert werden (Motto: "Vertrauen gewinnen"). Der BJA hat eigene Ideen zu dem Thema mit den "DGB-Vorschlägen für einen nationalen Aktionsplan" – insbesondere, was Chancengleichheit, Durchlässigkeit, Ausstattung und Studienordnung angeht. Tenor: Der Bund muss seiner Verantwortung gerecht werden und zur qualitativen Verbesserung des Studiums beitragen.

AK Antirassismus
Der BJA beschließt, wie auf der DGB-Bundesjugendkonferenz 2009 besprochen, die Einrichtung eines bundesweiten Arbeitskreises Antirassismus. Er soll die Aktivitäten gegen Rechtsextremismus von Gewerkschaftsjugend und anderen AkteurInnen vernetzen. Der AK soll drei Mal im Jahr zusammenkommen.

Berufsschularbeit
Eine Befragung innerhalb der Gremien der Gewerkschaftsjugend wird es in Sachen Berufsschultour geben. Thema: Stellenwert, Umfang und Bedingungen der  Berufsschularbeit. Was kann für die Nachbetreuung getan werden, wie kann die Zusammenarbeit verbessert werden?

Im Frühjahr 2011 soll der Prozess mit einem von allen Mitgliedsgewerkschaften und DGB-Bezirken getragenen Berufsschulkonzept enden.

Jugendbildungsarbeit
Die gewerkschaftliche Jugendbildungsarbeit der DGB-Jugend und der Mitgliedsgewerkschaften soll miteinander und nicht nebeneinander stattfinden. Deshalb wird der Bereich Jugend beim DGB-Bundesvorstand einmal pro Jahr eine Fachtagung für alle Bildungszuständigen der Mitgliedsgewerkschaften und der DGB-Jugend veranstalten.

Diese Bildungskonferenzen sollen dem Austausch von Konzepten und Ideen als auch der inhaltlichen Arbeit an aktuellen Themen dienen. Die erste Konferenz dieser Art wird Anfang 2011 stattfinden.

Termine
Der BJA hat die Sitzungstermine 2011 festgelegt: 26./27. Januar 2011 in Berlin. Und dann 24./25. Mai, 27. September und 13./14. Dezember 2011; die Orte sind noch offen.


(aus der Soli aktuell 5/10, Autor: Jürgen Kiontke)

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