Deutscher Gewerkschaftsbund

Fair und gut bezahlt

DGB-Jugend und Hartz IV-Debatte: Mindestlohn statt Arbeitszwang.

Remmidemmi um Hartz IV – das Bundesverfassungsgericht hat ein wichtiges Urteil gefällt: Die Regelsätze müssen überprüft werden.

Im Februar 2010 hat der DGB-Bundesjugendausschuss das Urteil für Kinder und Jugendliche als richtungweisend begrüßt: "2,7 Millionen junge Menschen unter 25 Jahren müssen von Hartz IV leben. Das heißt für viele: Entbehrungen, Ausschluss vom gesellschaftlichen Leben und kaum Möglichkeiten der individuellen Entwicklung", sagt Bundesjugendsekretär René Rudolf.

Diese Menschen bräuchten faire Chancen und anständig bezahlte Arbeit. "Statt täglich neue Beschäftigungsideen für Arbeitslose auszubrüten, sollte sich FDP-Chef Guido Westerwelle lieber für Mindestlöhne stark machen", so Rudolf mit Blick auf aktuelle Debatten. Mindestlöhne entlasteten den Sozialstaat, denn die müssten nicht mehr vom Amt aufgebessert werden.

Unabhängig davon fordert die DGB-Jugend, dass nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung alle Jugendlichen auch in ein unbefristetes Vollzeitbeschäftigungsverhältnis übernommen werden. "Wir brauchen endlich ein Grundrecht auf Ausbildung und auf Beschäftigung", fordert Rudolf.

(aus der Soli 3/10, Autor: Jürgen Kiontke)

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