Deutscher Gewerkschaftsbund

Wissenschaftlich Arbeiten

Präsentieren

Gut, wenn man etwas weiß. Besser, wenn man es auch vermitteln kann. Zu einem guten Vortrag gehört auch eine Visualisierung des Gesagten, am besten mit Hilfe von Powerpoint. So zumindest denken viele. Stimmt aber nicht. Wer seinen Vortrag nach Powerpoint überträgt und dort abliest, ist nicht nur ein schlechter Erzähler. Wenn er oder sie es dabei ordentlich blinken, fliegen und aufscheinen läßt, werden die Nerven der Zuhörer so sehr strapaziert, daß sie sich gar nicht merken, worums geht.
Im Regelfall ist deshalb die gute alte Folie auf dem Tagesichtprojektor (Polylux) die bessere Variante.

Wer trotzdem nicht auf .ppt verzichten will, findet hier ein paar Tipps, wie die Präsentation erträglich wird.

 Abschreiben

Wer im Betrieb oder im Geschäft klaut, fliegt raus. Wer in der Hochschule klaut, auch. Das galt schon immer. Aber durch das Verfassen von Seminar und Abschlußarbeiten am Rechner statt an der Schreibmaschine ist die Hürde, fremde Texte einfach zu kopieren seit einigen Jahren deutlich niedriger. Und zahlreiche online verfügbare Texte oder Seiten, auf denen Hausarbeiten heruntergeladen werden können, locken zusätzlich.

Seit Anfang 2011 die Plagiatsaffäre um einen auch sonst wenig kreativen Bundesminister das Thema neu an die Öffentlichkeit gebracht hat, steigt die Sensibilität bei vielen HochschullehrerInnen  - und damit auch der Kontrolldruck. Wer fremde Texte abschreibt und als ihr/sein eigenen ausgibt, verstößt gegen die Grundregeln wissenschaftlicher Arbeit - und riskiert damit Exmatrikulation und berufliche Zukunft.

Raten

Wer nichts lernen will, ist an der Hochschule fehl am Platz. Wer meint, es komme vor allem aufs Auswendiglernen an, auch. Leider gehören viele DozentInnen zur letzten Kategorie und die Verschulung des Studiums mit der Bolognareform, durch die nahezu jede Vorlesung mit ECTS-Punkten, also mit einem Test abgeschlossen wird, hat sogar einen neuen Begriff geboren: Bulimie-Lernen.

Wer da eineN PrüferIn hat, der/die sichs leicht machen will und einen Multiple-Choice-Test anbietet, hat Glück. Denn da kann man auch durch Raten gewinnen. Das ist zwar genausowenig wissenschaftlich wie Auswendiglernen, aber es kostet weniger Zeit.

Hinzu kommt: Für falsche Antworten darf es keinen Punktabzug geben. Das OVG NRW sagt, das entwertet die richtigen Antworten - damit wird dann nicht der Wissensstand bewertet, sondern die Risikobereitschaft der Geprüften.

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