Deutscher Gewerkschaftsbund

Unfallversicherung (im Job)

Wenn ihr ordnungsgemäß mit Lohnsteuerkarte beschäftigt seid, zahlt der/die ArbeitgeberIn für euch Beiträge zur Unfallversicherung.

Öffentliche ArbeitgeberInnen, wie zum Beispiel Hochschulen, zahlen an die gesetzlichen Unfallkassen - private ArbeitgeberInnen an die gewerblichen Berufsgenossenschaften.

Auch im Praktikum, egal ob Pflicht- oder freiwilliges Praktikum, seid Ihr über die/den ArbeitgeberIn unfallversichert.

Die Unfallversicherung deckt die Kosten, für Rehabilitation und Heilmittel ab, aber auch für den notwendigen Ersatz einer beim Unfall beschädigten Brille u.ä. Versichert sind:

  • Arbeitsunfälle (Unfälle bei der Arbeit oder im Zusammenhang mit der Arbeit, z.B. beim Betriebssport)
  • Wegeunfälle (Unfälle auf dem Weg zur Arbeit und dem Heimweg. Umwege oder private Unterbrechungen - wie zum Beispiel der Abstecher zur Tankstelle - sind nicht versichert. Ausnahme: Kinder zur Betreuung bringen und wieder abholen.)
  • Berufskrankheiten (Die Krankheit musst du dir bei der Arbeit zugezogen haben und sie muss in der Berufskrankheiten-Verordnung anerkannt sein.)

Eine solche Unfallversicherung besteht nicht bei Honorarjobs oder freiberuflicher Arbeit (hier seid ihr für solche Versicherung selbst verantwortlich), nicht bei DiplomandInnenjobs und natürlich nicht bei 'Schwarzarbeit'.

Bei Honorarjobs oder freiberuflicher Arbeit solltet ihr eine freiwillige Unfallversicherung bei der zuständigen Berufsgenossenschaft abschließen.

Wer beim privaten Hausbau oder vergleichbaren Bauarbeiten mithilft - egal ob kostenlos oder gegen Lohn- , ist dabei auch unfallversichert. Voraussetzung ist, dass es sich nicht nur um eine Gefälligkeitsleistung handelt und dass der/die BauherrIn die HelferInnen der Berufsgenossenschaft meldet.

Wenn ihr einen Arbeitsunfall oder einen Unfall auf dem Weg vom oder zum Arbeitsort habt, fragt bei eurer/m ArbeitgeberIn, ob der Unfall auch bei der Berufsgenossenschaft gemeldet wurde.

Unproblematisch für euch ist dabei, ob die/der ArbeitgeberIn deine Beschäftigung überhaupt bei der Berufsgenossenschaft angemeldet hat – gerade bei Minijobbern wird das oft vergessen. Ihr seid, wenn ihr legal beschäftigt seid, trotzdem abgesichert – die/der ArbeitgeberIn muss die Beiträge (und eventuell Bußgelder) nachzahlen.

Einige ArbeitgeberInnen schließen zusätzlich eine freiwillige Gruppenunfallversicherung für ihre Beschäftigten ab. Die Prämien (Beiträge zu dieser Unfallversicherung), die der/die ArbeitgeberIn zahlt, sind Teil des (steuer- und sozialversicherungspflichtigen) Arbeitslohnes. Je nach Art der Versicherung müssen Steuern und SV-Beiträge für diese Prämien zeitgleich mit der Prämienzahlung oder wenn die Versicherung im Schadensfall leistet oder wenn bei ArbeitgeberInnenwechsel die Versicherungsansprüche von der/dem ArbeitgeberIn mitgenommen werden entrichtet werden.

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