Deutscher Gewerkschaftsbund

Sozialversicherung

SV-Beiträge - wer und wie?

Abhängig Beschäftigte, also alle Arbeitnehmer_innen in einem Angestelltenverhältnis, zahlen in die verschiedenen Sozialversicherungszweige ein. Die Beitragshöhe ergibt sich aus dem Bruttolohn und wird für jeden Sozialversicherungszweig separat festgelegt.

Übernimmt die/der Arbeitgeber_in zusätzlich zum Arbeitslohn deine Studiengebühren, werden auf diese Mehrleistung keine Sozialversicherungsbeiträge fällig, soweit das Studium im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse des/der Arbeitgeber_in ist.

Landläufig fallen die Sozialversicherungsbeiträge unter den Begriff der Lohnnebenkosten. Sozialversicherungspflichtig sind grundsätzlich alle Beschäftigungsverhältnisse, ausgenommen kurzfristige Beschäftigungen und 450-Euro-Jobs. Für Studierende, die nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten, gelten Sonderregelungen für die Beitragszahlung für die Sozialversicherung. Mehr zu den Sonderregeln und zur Beitragshöhe steht auf den übrigen Seiten dieser Rubrik.

Die Sozialversicherungsbeiträge werden von der Krankenkasse bei der/dem Arbeitgeber_in eingezogen und an die übrigen Sozialversicherungsträger weitergeleitet. Zu viel gezahlte Sozialversicherungsbeiträge sollten durch die Krankenkasse auf Aufforderung problemlos zurückerstattet werden.

Wenn das Arbeitsverhältnis nicht ordentlich gemeldet ist, können Sozialversicherungsbeiträge mindestens vier Jahre rückwirkend eingefordert werden. Das vorsätzliche Unterlassen einer Anmeldung wird sogar strafrechtlich verfolgt und kann zusätzliche empfindliche Geldstrafen - auch für die/den Arbeitnehmer_in - zur Folge haben.

Sozialversicherungsausweis

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Wenn du deine erste Beschäftigung antrittst (kann auch FSJ, FÖJ und Bundesfreiwilligendienst, Zivil- oder Wehrdienst sein), erhältst du automatisch von der Deutschen Rentenversicherung einen Sozialversicherungsausweis mit deiner Sozialversicherungsnummer.

Die erstmalige Ausstellung des Ausweises und die Vergabe der Versicherungsnummer veranlasst die Krankenkasse oder die Mini-Job-Zentrale beim Rentenversicherungsträger aufgrund der Meldung durch den/die Arbeitgeber_in. Das gilt auch, wenn du privat krankenversichert sein solltest.

In Ausnahmefällen kannst du die erstmalige Ausstellung des Sozialversicherungsausweises unter Vorlage der Geburtsurkunde beim Rentenversicherungsträger selbst veranlassen.

Wer im Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe oder im Beförderungsgewerbe, auf dem Bau, bei der Gebäudereinigung oder im Schaustellergewerbe arbeitet, musste früher in den Ausweis ein Passfoto einkleben und ihn während der Arbeit immer bei sich tragen. Mittlerweile muss dieser nicht mehr mitgeführt werden, es genügt einen Ausweis bei sich zu tragen, um sich identifizieren zu können. Er ist aber generell beim Arbeitsbeginn dem/der Arbeitgeber_in vorzulegen.

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