Deutscher Gewerkschaftsbund

Wohngeld

Folgende Studierende sollten einen Wohngeldantrag in Erwägung ziehen:

  • Wer BAföG als Bankdarlehen bezieht, kann Wohngeld beantragen.
  • Wer BAföG bezieht und bei ihren/seinen Eltern wohnt, die beide ALG II beziehen, kann Mietzuschuss nach Hartz IV beantragen und braucht daher kein Wohngeld.
  • Wer BAföG bezieht und mit einem ALG II-Empfänger (der nicht zu seinen/ihren Eltern gehört) in einem Haushalt lebt, kann einen Wohngeldanspruch haben (obwohl einE BAföG-EmpfängerIn, die/der allein lebt, keinen Wohngeld-Anspruch hat).
  • Studierende, die dem Grunde nach keinen Anspruch auf Bafög haben, können Anspruch auf Wohngeld haben (nicht solche Studierenden, die nur wegen Unterhaltsansprüchen gegen die Eltern oder ausreichenden eigenen Vermögens keine Bafög-Leistungen erhalten).
  • Studierende, die ein Stipendium (z.B. von einem Begabtenförderungswerk) erhalten, können auch einen Anspruch auf Wohngeld haben.
  • Studierende mit Visum zu Studienzwecken - siehe unsere Informationen zu "Studienfinanzierung für international Studierende"

Die Höhe des Wohngeldanspruchs ist abhängig von deinem Einkommen und in vielen Fällen auch vom Einkommen derjenigen, mit denen Du zusammenwohnst. Zum Einkommen zählen neben den steuerpflichtigen Einkünften, z.B. aus Erwerbsarbeit, u.a. auch eine Waisenrente oder ein Stipendium.

Wohngeld beantragt man beim Sozialamt oder bei der Wohngeldstelle der eigenen Gemeinde. Wie auch beim Bafög wird das Wohngeld erst ab dem Monat der Antragstellung gewährt. Es empfiehlt sich also, den Antrag nicht auf die lange Bank zu schieben. Die zahlreichen Nachweise zum Antrag können auch nachgereicht werden. Wenn das Wohngeldamt sie einfordert, solltest du es aber nicht so lange warten lassen - sonst verlierst du den Anspruch wegen fehlender Mitwirkung.
In jedem Fall jedoch benötigst du einen Bescheid des Bafög-Amtes, dass du kein Bafög (mehr) erhältst.