Deutscher Gewerkschaftsbund

Werkstudent nach Abschlussarbeit

Hallo! Ich gebe im September meine Abschlussarbeit ab, bin aber noch bis Februar immatrikuliert. Über meine Mutter bin ich privat versichert. Bis Februar würde ich gerne eine werkstudentenstelle annehmen, habe aber gelesen, dass ich meinen Status verliere, sobald ich die Thesis abgebe. An meiner Hochschule werden die Unterlagen(Bescheid über Endergebnisse) erst per Post versandt wenn ich dies anfordere. Kann ich also bis Februar mit der Anforderung warten um bis zu diesem Zeitpunkt noch als Werkstudent arbeiten zu können? Ich hoffe, Sie können mir helfen! Vielen Dank und VG

Ina: 03.08.2018 22:27:45 |
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  • RE: Werkstudent nach Abschlussarbeit

    Hallo Ina,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Der Werkstudent_innenstatus endet mit dem Ende deiner Hochschulausbildung. Auch wenn seit der Konkretisierung des neuen Rundschreibens Ende 2016 nicht mehr das Absolvieren der letzten Prüfungsleistung als Ende angesehen wird, sondern der Ablauf des Monats, in dem du schriftlich über das Gesamtergebnis der Prüfungsleistung unterrichtet wurdest (da reicht auch schon ein vorläufiges Zeugnis), heißt das nicht, dass die Hochschulausbildung erst beendet ist, wenn du selbst eine postalische Zustellung deines Bescheids über das Endergebnis/dein endgültiges Zeugnis beantragst.
    Wie das genau gehandhabt wird, wenn deine Uni von sich aus nichts postalisch verschickt, kann ich dir leider nicht sagen, die gesetzgeberische Wille ist aber schon recht deutlich. Erkundige dich dazu am betsen dirket bei deiner Krankenkasse.

    Aber egal, ob du noch als Werkstudentin angemeldet werden kannst oder nicht - das heißt nicht, dass du den Job nicht machen kannst. Beim sogenannten Werkstudent_innenstatus handelt es sich lediglich um einen Status innerhalb der Sozialversicherung (SV), nicht um eine arbeitsrechtliche Kategorie https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​Xhi
    Endet der Werkstudent_innenstatus endet also nicht automatisch dein Arbeitsvertrag. Du musst dann lediglich anders angemeldet werden.

    Zum Vergleich: Wirst du in der SV als Werkstudentin angemeldet, werden von deinem Gehalt nur Beiträge in die Rentenversicherung (RV) eingezogen werden, nicht aber in die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung (KV, PV, AV). Krankenversichern musst du dich dann selbst auf eigene Kosten und arbeitslosenversichert bist du gar nicht.
    Kosten: 9,3% RV vom Gehalt + eigene KV/PV (studentisch ca. 90€/Monat, ggf. "freiwillig" mind. 160€/Monat)
    Wirst du voll sv-pflichtig als Arbeitnehmerin angemeldet, werden von deinem Gehalt anteilig Beiträge in die RV, KV, PV und AV abgeführt.
    Kosten: Insgesamt knapp 20% SV-Abgaben vom Gehalt, keine weiteren Kosten für KV/PV.

    Je nach Einkommenshöhe ist eine volle SV-Pflicht für dich also sogar finanziell günstiger als der Status als Werkstudentin. Außerdem erwirbst du Ansprüche auf Leistungen aus dem SV-System (z.B. auf Krankengeld oder später ggf. Alg I). https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​ina

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße
    Andrea
    students at work

    Dies ist ein Service deiner Gewerkschaft, bitte empfiehl uns weiter und like uns auf Facebook! https:/​/​www.facebook.com/​dgb.studentsatwork

    S@W: 06.08.2018 16:02:53


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