Deutscher Gewerkschaftsbund

Minijob, Werkstudentenjob und Familienversichert bleiben

Hallo S@W,

ich bin momentan Student und habe einen Minijob und eine Werkstudententätigkeit. Der Minijob wirkt sich NICHT mit mtl. 450€ aus sondern zum Beispiel mit 250€ mtl.. Diese Beschäftigung läuft nun schon das ganze Jahr. Jetzt habe ich zusätzlich eine Werkstudententätigkeit begonnen. Meines Wissens nach darf ich in meinem Fall nur 450€ mtl. verdienen, um in der Familienversicherung zu bleiben. Sind die 450€ ein Durchschnittsgehalt auf 12 Monate gesehen oder ein Maximalwert, welcher monatlich nicht überschritten werden darf?
Wie in meinem Fall zu sehen ist, habe ich die ersten Monate keine 450€ durchschnittlich verdient. Darf ich mit meiner Werkstudententätigkeit mein monatliches Gesamtgehalt so auffüllen, dass ich auf durchschnittlich 450€ (auf das Jahr gesehen) komme, auch wenn mein montliches Gesamtgehalt 450€ überschreitet? Somit wäre mein durchschnittsgehalt 450€ aber mein Gehalt für ein paar Monate über 450€. Muss ich mich für die Monate mit einem Gehalt über 450€ selber versichern?

Viele Grüße

Maxi: 10.07.2018 11:37:50 |
Tags:
  • RE: Minijob, Werkstudentenjob und Familienversichert bleiben

    Hallo Maxi,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Die Einkommensgrenze in der gesetzlichen Familienversicherung beträgt 435€/Monat (das entspricht ca. 518€/Monat brutto) ODER 450€/Minijob. Verdienst du mehr, musst du dich selbst studentisch kranken- und pflegeversichern (ca. 90€/Monat). https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​XQz

    Wenn du einen Minijob ausübst, bei dem die Gehaltshöhe schwankt, kannst du auch in der Familienversicherung bleiben, wenn einzelne Monate über 450€ liegen, solange es im Durchschnitt der Beschäftigungsmonate nicht mehr als 450€/Monat sind. https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​Xge

    Wenn du nun aber zu deinem Minijob mit 250€/Monat eine Werkstudent_innentätigkeit mit über 450€/Monat aufnimmst (bei bis zu 450€/Monat wäre es ein weiterer Minijob), würdest du mit deinem Minijob zusammen mindestens auf 700€/Monat brutto kommen - und damit sicher aus der gesetzlichen Familienversicherung fallen. Du müsstest dich dann selbst studentisch versichern, könntest aber wieder zurück in die Familienversicherung über deine Eltern wechseln, wenn dein Einkommen wieder unter die Einkommensgrenze sinkt (und du noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet hast), z.B. wenn einer der Jobs wieder wegfällt.
    Ausschlaggebend ist im Zweifel der Durchschnitt der Beschäftigungsmonate, nicht der Jahresdurchschnitt.

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich auch gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße
    Andrea
    students at work

    Dies ist ein Service deiner Gewerkschaft, bitte empfiehl uns weiter und like uns auf Facebook! https:/​/​www.facebook.com/​dgb.studentsatwork

    S@W: 10.07.2018 13:21:48


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