Deutscher Gewerkschaftsbund

Abschlussarbeit in der Steuer angeben

Hallo Zusammen,

ich habe jetzt ein bisschen in dem Forum gelsen, aber noch nicht ganz die passende Antwort gefunden, deswegen frage ich lieber nochmal nach.

Ich verdiene während meiner Abschlussarbeit 600€/Monat für ein halbes Jahr. Bei diesen Steuerportalen steht, dass Jobs unter 450€/Monat und mit einem Job unter 3 Monaten nicht angegeben werden müssen. Ich habe jetzt leider beides nicht, aber die Arbeit ist ja Teil meiner Ausbildung.

Wenn ich das jetzt angeben muss, wird mein ganzer Verlusstvortrag aufgefressen und ich kann für dieses Jahr gar nichts gewinnen...

Gibt es da eine Möglichkeit oder habe ich Pech gehabt?

Viele Grüße und vielen Dank für eure Arbeit
Hendrik

Hendrik: 04.01.2018 17:53:11 |
Tags:
  • RE: Abschlussarbeit in der Steuer angeben

    Hallo Hendrik,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Auch Einkommen aus einer Masteranden-/Bachelorandentätigkeit sind steuerpflichtig, ebenso wie Einnhamen aus einer Ausbildungsvergütung. Dies müsste eigentlich die Firma, in der du deine Abschlussarbeit schreibst, dem Finanzamt melden.
    Bei 600€/Monat kommt es allerdings nicht zu Steuereinzügen, wenn du nicht noch andere Jobs hast. Der Steuergrundfreibetrag beträgt ab 2018 9000€/Jahr (plus ggf. 1000€ Werbungskostenpauschale bei abhängiger Beschäftigung). Erst wenn du mehr verdienst, wird Einkommenssteuer fällig – und auch nur auf den Betrag, der deinen Freibetrag (plus ggf. Vorsorgeaufwendungen, Sonderausgaben oder höhere Werbungskosten) übersteigt. https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​XQM

    Voraussetzung für den Verlustvortrag ist, dass du Verlust machst. Das geht bei Student_innen nur ohne Einkommen oder wenn sie Werbungskosten nachweisen, die ihr Einkommen übersteigen.

    Außerdem zur Info: Auch Einkommen aus kurzfristiger Beschäftigung (bis 3 Monate) und Minijobs (bis 450€/Monat) sind steuerpflichtig. Es können aber Einnahmen aus den beiden Jobarten pauschal versteuert werden (2% beim Minijob und 25% bei der kurzfristigen Beschäftigung), die dann so wie ich es verstanden habe, nicht beim Verlustvortrag berücksichtigt werden. Minijobs und kurzfristige Beschäftigungen über die Steuer-ID zählen auch beim Verlustvortrag als Einkommen.

    Im Zweifel lass dich von eine_r/m Steuerberater_in beraten oder (günstiger) suche einen Lohnsteuerhilfeverein auf.

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich persönlich in einem unserer Büros in deiner Nähe beraten lassen https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​inS oder dich auch gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße
    Andrea
    students at work

    Dies ist ein Service deiner Gewerkschaft, bitte empfiehl uns weiter und like uns auf Facebook! https:/​/​www.facebook.com/​dgb.studentsatwork

    S@W: 12.02.2018 16:47:17


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