Deutscher Gewerkschaftsbund

Minijob neben "Werkstudententätigkeit"

Liebes DGB-Jugend-Team,

ich laß einige eurer Beiträge zu den Arbeitsverhältnissen, wenn man neben der Werkstudententätigkeit noch einen Minijob annimmt. So hab ich meinen Minijob auf 450€ Basis im Freibad pauschal besteuern lassen (2%), da ich an der HFT Stuttgart noch eine mehr als geringfügig bezahlte Tätigkeit (HiWi) nachgehe. So nahm ich an der Steuerklasse 6 entgangen zu sein, jedoch stelle ich auf der ersten Gehaltsabrechnung fest, dass mir mehr als die Hälfte abgezogen wurde. Wie passt das zusammen? Ich arbeite ca. 20h unter der Woche an meinem HiWi und nur am Wochenende arbeite ich zusätzlich zwischen 7-14h je nach dem ob es ein oder zwei Schichten werden. Ist mir ein Fehler unterlaufen?

Danke für die Hilfe.
Viele Grüße
Alex

Alexander: 06.07.2017 12:29:19 |
Tags:
  • RE: Minijob neben "Werkstudententätigkeit"

    Hallo,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Grundsätzlich ist es in der Tat so, dass neben einer regulären Beschäftigung (bei Studis auch im Werkstudent_innenstatus) ein Minijob ausgeübt werden kann. Für den Minijob werden dann 3,7 Prozent für die Rentenversicherung (RV) fällig und die entsprechenden Steuern, also in deinem Falle der pauschalen Versteuerung 2 Prozent.
    Für den regulären Job werden dann bei Werkstudent_innen nur die RV-Beiträge von 9,35 Prozent fällig, solange das Studium im Vordergrund steht (regelmäßig nicht mehr als 20 Arbeitsstunden pro Woche; Ausnahmen möglich). Steuern werden für die reguläre Beschäftigung fällig, wenn du über den Grundfreibetrag von aktuell 8.820 Euro + 1.000 Euro Werbungskostenpauschale kommst.

    Von daher verstehe ich nun auch nicht wirklich, woher die hohen Abzüge kommen.
    Arbeitest du ggf. innerhalb des Zeitraumes von einem Jahr (vom Ende der Beschäftigung her gerechnet) in mehr als 26-Wochen über 20 Stunden? Denn das wäre ein Kriterium, das gegen den Werkstudent_innenstatus spricht. Gleiches trifft zu, wenn die Tätigkeit unbefristet ist und sich somit gar nicht prüfen lässt, ob in mehr als 26 Wochen innerhalb eines Jahres über 20 Stunden gearbeitet wird.

    Aber auch dann solltest du nicht auf Abgaben von 50 Prozent kommen. Ich würde dir empfehlen noch mal mit den Personalabteilungen / Chef_innen der beiden Jobs zu sprechen und nachzufragen, wie die Anmeldung in der Sozialversicherung erfolgt ist. So aus der Ferne kann ich dir leider keine endgültige Antwort geben :-(

    Mehr zu Werkstudent_innen hier: https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​Xhi und hier zu Minijobs und den Kombinationsmöglichkeiten: https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​Xge
    Zudem noch hier Infos zur Kombination von Beschäftigungen: https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​XhB

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße

    Matthias
    students at work

    Dies ist ein Service deiner Gewerkschaft, bitte empfiehl uns weiter und like uns auf Facebook! https:/​/​www.facebook.com/​dgb.studentsatwork

    S@W: 08.08.2017 17:52:09


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