Deutscher Gewerkschaftsbund

Studentische Hilfskraft wird zum normalen Angestellten rückwirkend umgestellt

Hallo liebes Team!

Ich bin aktuell im 14 Fachsemster meines Masterstudiums und habe das Studium am 01.10.2015 begonnen.

Während der gesamten Zeit war ich im Tarifvertrag als Studentische Hilfskraft für etwa 8h/Woche angestellt.
Nun wurde beim Unternehmen eine Betriebsprüfung durchgeführt.
Im Oktober 2016 bekam ich die erste Korrektur und im März 2017 die nächste Korrektur meine Lohnabrechnung.
Das Resultat ist, dass ich bei der ersten Korrektur kaum Gehalt bekommen habe, bei der zweiten gar kein Gehalt. Warum das ganze ? Weil der Arbeitgeber mich von der Studentischen Hilfskraft rückwirkend (seit dem Zeitpunkt als ich das Masterstudium angefangen habe) als normalen Angestellten mit den ganzen Sozialabgaben beschäftigen darf.
Ich habe einen konsekutiven Masterstudiengang und wunder mich, dass das der Grund ist, dass ich nicht mehr als Studentische Hilfskraft tätig sein darf. Vor allem ist aber die Rückwirkende Änderung und Nachzahlung der Beträge ärgerlich. Zwar bekomme ich von der Krankenkasse alle Studentischen Beiträge erstattet aber ich weiss nicht wie viel ich noch nachzahlen muss und vor allem ob das gesetzlich in Ordnung ist... Kann der Arbeitgeber dies einfach tun, obwohl es sein Fehler ist ?

Alex: 13.03.2017 21:31:32 |
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  • RE: Studentische Hilfskraft wird zum normalen Angestellten rückwirkend umgestellt

    Hallo Alex,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Aufgrund deiner Angaben kann ich nicht einschätzen, ob da ein Fehler passiert ist und falls ja, wessen "verschulden" das ist/war.

    Grundsätzlich kann bei einer Betriebsprüfung schon festegestellt werden, dass ein_e Arbeitnehmer_in falsch angemeldet war und dies dann - auch rückwirkend - korrigiert werden.
    Ob das in deinem Fall korrekt ist, kann ich nicht beurteilen. Dass du in einem Masterstudiengang bist, kann allerdings nicht der Grund sein.
    Studierst du vielleicht Teilzeit? Hast du eventuell noch andere Jobs? Hast du ggf. deine Informations- und Meldepflichten (regelmäßige Abgabe der Immabescheinigung, Mitteilung über andere Jobs etc.) nicht erfüllt?

    Liegt kein Verschulden auf deiner Seite vor, können maximal die fälligen Arbeitnehmer_innenbeiträge (auch rückwirkend) eingezogen werden, dafür bekommst du die Beiträge zur studentischen Krankenversicherung zurück, was sich in der Regel die Waage hält bzw. für dich sogar finanziell günstiger sein kann.
    Der Arbeitgeber_innenanteil muss (ebenfalls auch rückwirkend) von deine_n Arbeitgeber_innen getragen werden.

    Frage doch am besten mal bei deiner Krankenversicherung nach und/oder versuche herauszufinden, was die Begründung deiner Arbeitgeber_innen für die rückwirkende Ummeldung ist. Fordere zudem eine genaue Lohnabrechnung ein, gerade auch über die Aufrechnung mit rückwirkend erhobenen Sozialversicherungsbeiträgen.

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich persönlich in einem unserer Büros in deiner Nähe beraten lassen https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​X2h oder dich auch gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße,
    Andrea
    students at work

    Dies ist ein Service deiner Gewerkschaft, bitte empfiehl uns weiter und like uns auf Facebook! https:/​/​www.facebook.com/​dgb.studentsatwork

    S@W: 15.03.2017 16:22:58


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