Deutscher Gewerkschaftsbund

26-Stunden-Regel

Hallo Zusammen,

ich bin derzeit bei einem Unternehmen als Werkstudent angestellt. Dort arbeite ich in den Semesterferien 40h/Woche und in den Vorlesungszeiten 20h/Woche. Außerdem habe ich noch einen weiteren Minijob, welcher jeden Samstag 3 (temporär 6) Stunden in Anspruch nimmt.
Laut dem Werkstudentenprivileg darf ich ja innerhalb der Vorlesungszeiten maximal 20 Stunden arbeiten, es sei denn die Arbeit wird primär außerhalb der Vorlesungszeiten (Also z.B. am Wochenende) ausgeübt. Dabei muss ich jedoch die 26 Wochen Regel beachten und die stellt derzeit das Problem dar, denn ich weiß nicht wie diese 26 Wochen berechnet wird.
Folgende Lösungsansätze konnte ich dazu im Internet finden:
1. Jede Woche in der man über 20h ist entspricht einer Woche.
2. Es wird für ein Jahr die gesamte Arbeitszeit genommen und diese darf die 182 Tage nicht überschreiten. Dabei bin ich bisher davon ausgegegangen, dass es 182 Tage - 26 *2 = 130 Tage (Ohne Wochenenden) *8 Arbeitsstunden = Maximal 1040 Arbeitsstunden im Jahr sind, welche ich arbeiten darf.
3. Es werden nur die Wochen nach der Lösung aus 2 zusammenaddiert, in denen über 20 Stunden gearbeitet wurde.

Jedoch finde ich leider keine eindeutige oder offizielle Lösung und bin langsam ziemlich ratlos. Ich würde mich daher freuen, wenn ihr mich da erleuchten könntet. Am besten mit einer kleinen Beispielrechnung.

LG

keepitsimple: 13.03.2017 16:10:09 |
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  • RE: 26-Stunden-Regel

    Hallo,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Die Spitzenverbände in der Sozialversicherung haben die 26-Wochen-Regel zum Jahresanfang in einem neuen Rundschreiben konkretisiert und wieder auf seinen Ursprung zurückgeführt.

    Wenn du regelmäßig (unbefristet oder auf über 26 Wochen befristet) mehr als 20h/Woche arbeitest, entfällt der Werkstudent_innenstatus und du musst als Arbeitnehmer_in angemeldet werden. Auch dann, wenn der Teil deiner Arbeitszeit, der über 20h/Woche liegt, auf die Semesterferien, Wochenende oder abends/nachts entfällt. https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​Xhi (Hier findest du ganz oben auch das Rundschreiben verlinkt)

    Die 26-Wochen-Regel findet nur Anwenung bei (auf kurze Zeit) befristeten Beschäftigungen bzw. auf in den Semesterferien befristet aufgestockte Arbeitsverträge.

    Solltest du den Minijob also unbefristet oder auf mehr als ein halbes Jahr befristet ausüben, musst du in deinem bisherigen Werkstudijob als Arbeitnehmer_in voll sozialversicherungspflichtig angemeldet werden.
    Das bedeutet, dass von deinem Gehalt nicht mehr nur Beiträge in die Rentenversicherung (RV) eingezogen werden, sondern auch in die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung (KV, PV und AV). Du bist dann über deinen Job u.a. kranken- und arbeitslosenversichert bist du gar nicht.

    Kosten: Insgesamt knapp 20% SV-Abgaben vom Gehalt, dafür aber keine weiteren Kosten für KV/PV.

    Je nach Einkommenshöhe kann eine volle SV-Pflicht also sogar finanziell günstiger als der Status als Werkstudent. Außerdem erwirbst du Ansprüche auf Leistungen aus dem SV-System (z.B. auf Krankengeld oder später ggf. Alg I).

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich persönlich in einem unserer Büros in deiner Nähe beraten lassen https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​X2K oder dich auch gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße,
    Andrea
    students at work

    Dies ist ein Service deiner Gewerkschaft, bitte empfiehl uns weiter und like uns auf Facebook! https:/​/​www.facebook.com/​dgb.studentsatwork

    S@W: 15.03.2017 16:11:14


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