Deutscher Gewerkschaftsbund

Verdienst über 850 Euro, unter 20h

Hallo,

zur Zeit studiere ich noch in Köln und arbeite nebenbei als Werkstudent und Minijobber. Zur Zeit verdiene ich noch maximal 700 Euro im Monat und überschreite nicht die 20 Stunden Grenze. Krankenversichert bin ich privat über meine Eltern. Nun wurde mir eine Gehaltserhöhung angeboten und ich kann in Zukunft mehr als 850 Euro verdienen ohne aber über die 20 Stunden Grenze zu kommen. Was muss ich beachten? Kann ich dann noch über meine Eltern versichert sein? Verliere ich den Status als Student? Und wie sieht es mit sonstigen Abgaben (Sozialversicherung) aus?

Vielen Dank für die Hilfe!
LG

SH: 29.03.2018 10:50:11 |
Tags:
  • RE: Verdienst über 850 Euro, unter 20h

    Hallo,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Erstmal grundsätzlich: Auch als Student_in darfst du so viel arbeiten und verdienen, wie du möchtest. Auf deinen Status innerhalb der Uni hat das keinen Einfluss. Dort bist und bleibst du Student_in, solange du immatrikuliert bist.

    Beim sogenannten Werkstudent_innenstatus handelt es sich um einen Status innerhalb der Sozialversicherung (SV), den Vollzeitstudent_innen i.d.R. immer dann innehaben, wenn sie nicht mehr als 20h/Woche arbeiten https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​Xhi

    Für den Werkstudent_innenstatus ist deine Einkommenshöhe irrelevant. Solange du nicht mehr als 20h/Woche arbeitest, bleibt er erhalten.

    Wenn ich dich richtig ferstanden habe, bezog sich deine Gehaltsangabe auf beide Jobs zusammen? Das heißt, dass du im Werkstudijob allein (ohne Minijob) immer noch unter 850€/Monat verdienen wirst? Wenn ja, bleibt auch der Midijobstatus (dort werden die SV-Beiträge mit der Gleitzonenformel für dich günstiger berechnet) erhalten. https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​Xhb

    Aber selbst wenn du mit dem Werkstudjob alleine über 850€/Monat kommst, macht das nicht viel. Die Gleitzonenformel funktioniert so, dass dein für die Berechnung der SV-Beiträge zurgrundegelegtes Gehalt so errechnet wird, dass mit der Annäherung an die 850€-Grenze immer weniger Unterschied zu einer "normalen" Abrechnung spürbar ist (zum Schluss geht es nur noch um ct-Beträge...).

    Ob die Gehaltserhöhung Auswirkungen auf deine private Familienversicherung haben wird, kann ich dir allerdings nicht sagen. Private Krankenversicherungen (PKVen) unterliegen nicht den Regelungen aus der Sozialgesetzgebung, sondern es handelt sich dabei um privatrechtliche Verträge (von denen theoretisch jeder einzelne individuell vereinbart sein kann).
    Frage am besten direkt bei eurer PKV nach oder schau mal in eueren Versicherungsvertrag.

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne wieder an uns wenden.

    Beste Grüße
    Andrea
    students at work

    Dies ist ein Service deiner Gewerkschaft, bitte empfiehl uns weiter und like uns auf Facebook! https:/​/​www.facebook.com/​dgb.studentsatwork

    S@W: 16.04.2018 15:43:57


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