Deutscher Gewerkschaftsbund

Werstudent: Zweitstudium und 40h/Woche

Hallo,

Ich werde mein Bachelor Studium (WiWi, 6. FS, 9. HS) dieses Wintersemester (bis Ende März 2018) abschließen. Danach bin ich weiterhin als Student im Zweitstudium (ev. Theologie) eingeschrieben. Vom 16. Februar bis 20. April werde ich in Frankfurt ein bezahltes Praktikum machen (Vollzeit, 2000 €). Arbeiten werde ich effektiv nur bis zum 13. April (danach Urlaub).

Kann ich mich im Praktikum als Werkstudent anstellen lassen? Die Vorlesungsfreie Zeit geht bis zum 08. April, also mein Arbeitszeitraum eine Woche drüber, mein Anstellungszeitraum (inkl. Urlaub) sogar zwei. Gibt es eine Regel die das kurzzeitige Überschreiten der 20 Stunden/Woche erlaubt?

Ansonsten sehe ich nur die Möglichkeit mich als kurzfristiger Beschäftigter anstellen zu lassen, um die Sozialabgaben zu vermeiden!?
Ich danke euch für eure Hilfe!

Liebe Grüße,
Lukas

Lukas: 18.12.2017 09:54:57 |
  • RE: Werstudent: Zweitstudium und 40h/Woche

    Hallo Lukas,

    vielen Dank für deine Anfrage.

    Bei dem Praktikum stellt sich grundsätzlich die Frage, ob es ein Pflichtpraktikum oder ein freiwilliges Praktikum ist. Pflichtpraktika sind in der Studienordnung vorgeschrieben und daher Teil der Ausbildung.

    Ein freiwilliges Praktikum hingegen ist ein besondere Beschäftigungsverhältnis. Um als Werkstudent*in zu zählen, darf die wöchentliche Arbeitszeit nur in der vorlesungsfreien Zeit 20h wöchentlich übersteigen (weitere Ausnahmen: Nacht- und Wochenendarbeit) (siehe: https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​Xhi). Ob du dabei dann Urlaub hast ist nebensächlich, da die Dauer deines Arbeitsvertrags entscheidend ist, nicht ob du tatsächlich in einer bestimmten Woche arbeitest.

    Eine kurzfristige Beschäftigung muss von vornherein auf 70 Arbeitstage bzw. maximal 3 Monate (Achtung, die Regelung gilt nur bis Ende 2018) begrenzt sein. Zudem darf sie nicht berufsmäßig ausgeübt werden - muss also von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung sein ( https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​XhU). Erfüllt eine Beschäftigung diese Kriterien, kann sie als kurzfristige Beschäftigung gelten und somit geringfügig und damit sozialversicherungsfrei sein.

    Jedoch zählt das Entgelt als Einkommen. Bei Überschreiten der jährlichen Freigrenzen (2018: 9.000 € Einkommenssteuerfreibetrag und 1.000 € Werbungskostenpauschale bei abhängigen Beschäftigungen) muss für den übersteigenden Teil Einkommenssteuer gezahlt werden.

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich auch persönlich in unserem Büro bei dir vor Ort beraten lassen https:/​/​jugend.dgb.de/​-/​X2n oder dich gerne wieder an uns wenden.

    Schöne Grüße,
    Marco

    students at work

    Dies ist ein Service deiner Gewerkschaft, bitte empfiehl uns weiter und like uns auf Facebook! https:/​/​www.facebook.com/​dgb.studentsatwork

    S@W: 05.02.2018 10:21:01


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