Deutscher Gewerkschaftsbund

Teambuilding

Weil's Spaß macht & mehr bringt! Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis!

Freitag, 10. September

Das neue Schuljahr hat begonnen und wie es sich gehört, wird auch das SV-Team der IGS Linden neu gewählt. Diesmal dabei sind Anna und Arthur aus der Oberstufe, Hassan, Steffi, Jan und Kathi aus der Mittelstufe sowie Mareike und Fatima aus der Orientierungsstufe. Die sechs haben dem SchülerInnenrat (SR) vor ihrer Wahl die Projekte vorgestellt, die sie im neuen Schuljahr gerne umsetzen wollen. Anna und Arthur wollen gerne eine Projektwoche zum Thema "Rassismus & Antisemitismus" durchführen. Hassan, Steffi und Mareike haben ein größeres Interesse daran, ein Schulfest zu organisieren, um Gelder für ein besseres Basketballfeld auf dem Schulgelände einzunehmen und Jan und Fatima wollen sich dafür einsetzen, dass es entweder ein generelles Rauchverbot gibt oder auch die Mittelstufen-Schüler in die Raucherecke dürfen, weil sie die ewig verqualmten und verdreckten Toiletten leid sind.

Der SchülerInnenrat findet alle Projekte sinnvoll, befürchtet aber, dass es bei der Umsetzung Schwierigkeiten geben kann, da man für die Umsetzung mehr als zwei, drei Personen benötigt. Das sieht auch das neue SV-Team so und schlägt dem SR vor, zur nächsten Sitzung einen Vorschlag zu entwickeln, wie alle Projekte umgesetzt werden können.

Montag, 13. September

Bei der ersten SV-Team-Sitzung machen sich die Neugewählten auch gleich an die Jahresplanung. Nach eifriger Diskussion kommen sie zu dem Ergebnis, dass es wohl am sinnvollsten wäre, drei Arbeitskreise zur Umsetzung der Projekte zu gründen. Diese Arbeitskreise nennen sie "Rassismus und Antisemitismus", "Linden Super-Sonic für ein neues Basketballfeld" und "Unsere Toilette soll schöner werden". Dem SV-Team ist natürlich klar, dass es ziemlich witzlos wäre, wenn sie alleine in den Arbeitskreisen arbeiteten und sie überlegen sich deshalb, wie sie möglichst viele ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler zur Mitarbeit motivieren können. Anfangs sind sie ratlos, kommen nach langen Überlegungen jedoch zu dem Ergebnis, dass sie mehrere Wege gehen müssen, um gute und zahlreiche Mitarbeit in den AKs zu gewährleisten. Diese Wege sehen aus, wie folgt: Zum einen wollen sie für jeden AK ein kleines Flugblatt gestalten, in dem erklärt wird, worum es in dem Arbeitskreis gehen soll und wann sie sich das erste Mal treffen werden. Natürlich sollen auch kleine Plakate für das SV-Brett gemacht werden, die ebenfalls auf die AKs aufmerksam machen. Das SV-Team ist überzeugt, so genügend Leute für die Mitarbeit zu gewinnen. Mit diesem Mobilisierungsplan zufrieden, laden sie auch gleich die kommende SR-Sitzung ein, um dort den Plan vorzustellen.

Montag, 27. September

Auf der SR-Sitzung sind die Klassensprecherinnen und Klassensprecher zufrieden mit dem Vorschlag, haben allerdings noch einen weiteren Vorschlag. Viele von ihnen wollen selbst in einem der AKs mitarbeiten und denken, dass es eine gute Idee wäre, mit den ganzen Leuten in den Arbeitskreisen ein Wochenende lang in eine Jugendbildungsstätte oder Jugendherberge zu fahren, wo die Arbeitskreise ihre Arbeit für das Jahr dann genau planen können. Das SV-Team ist von dieser Idee ebenfalls begeistert. Zusammen entscheiden sich die Schüler, das AK-Wochenende vom 5. bis 7.November durchzuführen. Um möglichst schnell Leute zu gewinnen, verabredet das SV-Team in der Pause nach der SR-Sitzung gleich übermorgen mit dem Info-Stand zu beginnen.

Mittwoch, 29. September

Der Info-Stand in den beiden großen Pausen läuft ziemlich gut. Für die AKs "Rassismus & Antisemitismus" und "Linden Super-Sonic für ein neues Basketballfeld" tragen sich jeweils ca. 20 Schülerinnen und Schüler in die Listen ein. Bei dem Arbeitskreis "Unsere Toilette soll schöner werden" sieht es zwar nicht ganz so gut aus, aber immerhin haben 5 Leute ihr Interesse bekundet.

Montag, 4. Oktober

Bei der SV-Team Sitzung sind alle sehr zufrieden. Da es noch gut einen Monat dauert bis das AK-Wochenende stattfindet, entscheiden sie sich dazu, die Schüler für den kommenden Freitag schon einmal einzuladen, um zum einen grob herauszufinden, was sie gerne in den Arbeitskreisen machen wollen und um zum anderen organisatorische Dinge für das Wochenende zu klären. Anna und Arthur gehen nach der Sitzung zur Schulleitung, um zu erfragen, welche Klassenräume sie nach der 6. Stunde nutzen können. Außerdem hat das SV-Team entscheiden, dass sie gerne die DGB-Jugendbildungsstätte in der Nachbarstadt für ihr AK-Wochenende nutzen wollen. Arthur hat sich bereit erklärt, diese zu buchen.

Freitag, 8.Oktober

Nach der 6. Stunde treffen sich alle Arbeitskreise. Die Ideen der Schüler für die jeweiligen Arbeitskreise sind recht vielseitig. Der Arbeitskreis "Rassismus & Antisemitismus" wünscht sich für das Wochenendseminar auch eine theoretische Auseinandersetzung mit ihrem AK-Thema. Sie entscheiden sich deswegen, einige Texte zum Thema auszusuchen, die bei dem AK-Wochenende auch gelesen werden sollen. Das SV-Team bittet die minderjährigen Teilnehmer außerdem, vor dem AK-Wochenende noch Einverständniserklärungen ihrer Erziehungsberechtigten in den SV-Briefkasten zu werfen und weist darauf hin, was mitgenommen werden muss.

5.- 7. November

Das Arbeitskreis-Wochenende ist ein voller Erfolg. Allen macht es Spaß, ein Wochenende lang zu ihrem Thema zu arbeiten und abends noch gemeinsam zu feiern. Auch das SV-Team ist sehr zufrieden. Bei dem AK-Wochenende entwickelt jeder AK einen Maßnahmenplan. Der AK "Rassismus & Antisemitismus" entscheidet sich außerdem zu einer engen Zusammenarbeit mit der Schülerzeitung, um so eine Ausgabe mit dem Schwerpunktthema zu machen. Als das Wochenende vorbei ist, sind alle etwas traurig, schon wieder nach Hause zu müssen, aber auch froh, so viel geschafft zu haben.

... und danach

Die AKs sind im weiteren Schuljahr schwer damit beschäftigt, ihre Projekte umzusetzen und kommen dabei gut voran. Nur der AK "Unsere Toilette soll schöner werden" ist nicht ganz erfolgreich; zwar schaffen sie es tatsächlich, die Toiletten qualmfrei zu kriegen, nur leider dürfen die Mittelstufenschüler nach wie vor nicht in die Raucherecke. Der AK "Rassismus & Antisemitismus" schafft es, eine super Projekt-Woche an der Schule durchzuführen und am Ende des Schuljahres wird auch das neue Basketballfeld eingeweiht.

Broschüre