Deutscher Gewerkschaftsbund

Demonstration

  • Demo anmelden
  • Demo bekannt machen
  • Eventuell Abschlusskundgebung organisieren
  • Für einen geordneten Ablauf sorgen

Mit einer Demonstration könnt ihr eure Auffassung über die Abschiebung eurer Mitschülerin möglichst vielen Leuten näher bringen. Wenn ihr die Route, die ihr laufen wollt, so wählt, dass ihr möglichst vielen Menschen begegnet, habt ihr eine sehr gute Möglichkeit, eure Position mit Sprüchen, Plakaten und Fahnen öffentlich werden zu lassen.

Zunächst einmal müsst ihr die Demonstration beim Ordnungsamt eurer Stadt oder Gemeinde anmelden. Hierfür gibt es lokal unterschiedliche Fristen, generell gilt aber: je früher, desto besser. Ihr müsst das Thema, den gewünschten Weg, Datum und Uhrzeit, die geschätzte Teilnehmerzahl und die Kontaktdaten einer Verantwortlichen angeben. Den genauen Weg der Demonstration müsst ihr mit der Polizei absprechen, die für den ordnungsgemäßen Verlauf verantwortlich ist.

Habt ihr eure Demonstration angemeldet, könnt ihr mit der Mobilisierung hierfür beginnen. Dabei ist es wichtig, vielen Menschen im Vorfeld mitzuteilen, warum ihr diese Aktion macht und woraus eigentlich das Problem besteht. Sind sie überzeugt, dass euer Vorhaben unterstützenswert ist, werden sie auch eher zur Demo kommen und sich darüber hinaus engagieren. Wie ihr eine Aktion bekannt macht, könnt ihr unter Öffentlichkeitsarbeit nachlesen. Bei einer Demo ist es auf jeden Fall wichtig, dass eindeutig klar wird, wofür bzw. wogegen ihr demonstriert. Schaden kann es auch nicht, wenn ihr die Presse über eure Demo informiert. Schließlich wollt ihr ja, dass darüber berichtet wird.

Wenn ihr die Wirkung eurer Demonstration steigern wollt, lohnt es sich auf jeden Fall, im Anschluss eine Kundgebung zu veranstalten, denn dort könnt ihr eurer Meinung noch mal durch mehrere Reden Nachdruck verleihen. Um eine Kundgebung zu organisieren, müsst ihr zunächst einmal einen öffentlichen Platz finden, der groß genug für die geschätzte Teilnehmerzahl ist. Auch die Kundgebung muss beim Ordnungsamt angemeldet werden, ihr könnt die Kundgebung aber mit der Demo zusammen anmelden. Außerdem solltet ihr euch um eine Bühne, Podest, Balkon oder ähnliches bemühen, wo die Redenden gesehen werden können und um eine Beschallungsanlage, damit die Redenden auch gehört werden können. Hier gilt die Faustregel 1 Watt Leistung pro Quadratmeter Fläche mit 92 - 96 Dezibel Stärke. Und schließlich müsst ihr natürlich Redner einladen, die eure Position gut und nachdrücklich vertreten. Wenn ihr noch für Musik (entweder von CD oder sogar von einer Live-Band) und Verpflegung sorgt, dann wird die Abschlusskundgebung eurer Demo ganz bestimmt ein Erfolg.

Ihr seid als Veranstalter für einen geordneten Ablauf der Demonstration und der Kundgebung verantwortlich und deswegen auch verpflichtet, für Ordnungspersonal zu sorgen. Für je 50 geschätzte Teilnehmende muss eine mindestens 18 Jahre alte Person, die auch ruhig eine Schülerin sein kann, während der Demo sichtbar als Ordnerin erkennbar sein. Dafür reicht es, wenn sie durch eine Armbinde mit der Aufschrift "Ordner" gekennzeichnet ist. Es langt schon, wenn ihr so eine Armbinde mit einem Streifen weißem Krepppapier und einem schwarzem Filzstift bastelt. Um für einen geordneten Ablauf zu sorgen und auch, um Spruchchöre möglichst laut zum Besten zu geben, ist ein Megaphon nicht schlecht. Wenn ihr nicht selbst eins habt, könnt ihr es euch sicher beim DGB-Kreisverband ausleihen.

Nichts ist schlimmer für die Wirkung einer Demo als zu wenige Teilnehmer. Um sicher gehen zu können, dass viele Schüler eurer Schule auch wirklich an der Demo teilnehmen, könnt ihr im Demonstrationszug direkt nach dem Unterricht von eurer Schule aus loslaufen. Um schon im Vorfeld viele Schüler einzubinden, könnt ihr euch zum Beispiel nachmittags treffen, um Transparente zu malen. Wenn ihr ein kleines Rahmenprogramm schafft, wird die Attraktivität gesteigert. Bei so einer Gelegenheit könnt ihr die anwesenden Leute auch eingehender informieren.

Broschüre