Deutscher Gewerkschaftsbund

Die DGB-Jugend sagt: Nie wieder Krieg - gegen soziale Spaltung!

Die DGB-Jugend ruft zum Antikriegstag am 1. September 2013 auf.

"Nie wieder Krieg": Seit 1957 erinnert der DGB mit diesem Sinnspruch an die Schrecken des 1. und 2. Weltkriegs. Wie jedes Jahr zum 1. September machen DGB und Mitgliedsgewerkschaften auch 2013 deutlich: Die deutschen Gewerkschaften stehen für Frieden, Demokratie und Freiheit. Der Antikriegstag hat auch einen spezifischen Jugendaspekt: "Die DGB-Jugend ist gegen die Militarisierung der Gesellschaft, insbesondere von Kindern und Jugendlichen", sagt DGB-Bundesjugendsekretär Florian Haggenmiller. Vor allem die verstärkte Werbung der Bundeswehr in Schulen stört die Gewerkschaftsjugend. "Wir sprechen uns gegen die Bundeswehr als Lehrkraft oder in der Berufsberatung aus. An Schulen, in Ausbildungsbetrieben, an Hochschulen und Arbeitsämtern hat sie nichts verloren. Wir lehnen auch Kooperationen zwischen der Bundeswehr und Kultusministerien ab", sagt Haggenmiller.

Anstelle militärischer Mittel braucht die Welt Entmilitarisierung und gewaltfreie Lösungen, dafür stehen die Gewerkschaften. Im DGB-Aufruf heißt es: "Nie wieder darf von deutschem Boden ein Krieg ausgehen." Die Bundesregierung wird aufgefordert, jegliche direkte oder indirekte Unterstützung von militärischen Interventionen, die nicht von einem UN-Mandat gedeckt sind, zu unterlassen oder zu beenden. Und: Die Bundeswehr soll vollständig aus Afghanistan abgezogen werden.

Gegen den Krieg - Blume gegen Rakete

© DGB

DGB und Gewerkschaften stellen auch die zivile Produktion über Rüstungsexporte. Daher wird das neue Abkommen der Vereinten Nationen zum Waffenhandel begrüßt, auch wenn die vielen Schwächen bekannt sind. Die existierenden Rüstungsexportkontrollen seien aber lückenhaft. "Ein wirksames internationales Abkommen zur Waffenkontrolle muss daher eine nachvollziehbare Prüfung vor der Exportgenehmigung und eine effektive Endverbleibkontrolle vorsehen."

Die Arbeitnehmerorganisationen streben eine Welt ohne Atom- und andere Massenvernichtungswaffen an. Mögliche Ursachen von Konflikten und Kriegen sind zu beseitigen, Deutschland muss seine Rüstungsausgaben senken. "Wir treten für Frieden und sozialen Fortschritt ein." Die ungelöste Krise in Europa könne jedoch für beides zur Gefahr werden. Daher sei dringend ein Politikwechsel für mehr Demokratie und soziale Gerechtigkeit nötig. Insbesondere die dramatische Jugendarbeitslosigkeit ist eine schwere Hypothek für Europas Zukunft. Gefordert: ein Zukunftsinvestitionsprogramm, ein "Marshall-Plan für Europa".

Die Geschichte verpflichtet GewerkschafterInnen auch, sich zum entschiedenen Widerstand gegen jede Form von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus zu bekennen. "Nazis haben nirgendwo etwas zu suchen. Deshalb bieten wir ihnen überall die Stirn. Und deshalb wollen wir in Deutschland das Verbot der NPD."

www.dgb.de/-/sg2

 

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