Deutscher Gewerkschaftsbund

Zum Abschluss der Bundesjugendkonferenz in Berlin

In Vorbereitung des DGB-Bundeskongresses im Mai 2014 fand die 19. DGB-Bundesjugendkonferenz vom 8. bis 10. November 2013 in Berlin unter dem Motto "Zukunft gemeinsam gestalten" statt. Im Rahmen der Debatten am Samstag und Sonntag forderte die Gewerkschaftsjugend die verhandelnden Parteien auf, Jugendthemen mit auf die Agenda der Koalitionsverhandlungen zu nehmen.

Florian Haggenmiller, DGB-Bundesjugendsekretär, sagte:
"Die Jugend kommt in den derzeit stattfindenden Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und SPD zu kurz. Auf die Agenda gehören die Themen der jungen Generation. Bildung darf nicht länger vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Wir brauchen mehr Ausbildungsplätze und eine höhere Ausbildungsqualität.

Wer morgen Fachkräfte braucht, muss heute ausbilden. Schmalspurausbildung und Modularisierung sind der falsche Weg. Zudem brauchen wir einen guten und sicheren Berufseinstieg für junge Menschen. Dazu gehört zunächst ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn. Aus Sicht der Gewerkschaftsjugend sind 12,40 Euro/Stunde angemessen – 8,50 Euro/Stunde sind dazu der erste, überfällige Schritt.

Der Missbrauch von Praktika muss ein Ende haben. Darüber hinaus fordern wir wirksame Investitionsprogramme zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und sagen Nein zur Sparpolitik in Europa.“

Hier die zentralen Forderungen des Beschlusses "Jugendthemen auf die Agenda der Koalitionsverhandlungen":

Die DGB-Jugend fordert die CDU, CSU und die SPD auf, im Koalitionsvertrag folgende Forderungen der DGB-Jugend mit auf die Agenda zu nehmen:

  • Verbesserung der Ausbildungsbedingungen, Steigerung der Qualität der Ausbildung.
  • Eine Ausbildungsgarantie für alle Jugendlichen.
  • Gute und sichere Beschäftigung für junge ArbeitnehmerInnen: gesetzliche Regelungen zur Verhinderung des Missbrauchs von Praktika, Regulierung der Leiharbeit, die unbefristete Übernahme von Azubis und ein allgemeiner, gesetzlicher  Mindestlohn, ohne Differenzierungen.
  • Eine gute Bildung: bessere finanzielle Ausstattung aller Bildungseinrichtungen und Abschaffung aller direkten und indirekten Bildungsgebühren.
  • Für ein soziales Europa: Zur Bekämpfung der europäischen Jugendarbeitslosigkeit benötigen wir ein EU-Programm zur Jugendbeschäftigung.
  • Für eine solidarische Alterssicherung: Abschaffung der Rente mit 67.
  • Für eine solidarische und offene Gesellschaft: Für ein Verbot aller faschistischen Organisationen und Parteien und eine umfangreiche Finanzierung von Programmen gegen Rechts.
  • Für eine gute Jugendverbandsarbeit muss der Etat des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP) um 1,5 Millionen Euro erhöht werden.


Weitere Informationen zur DGB-Bundesjugendkonferenz (BJK):
Die BJK ist das höchste beschlussfassende Gremium der Gewerkschaftsjugend. Die Jugendverbände der acht Einzelgewerkschaften – GdP, GEW, IG BAU, IG BCE, EVG, IG Metall, NGG, und ver.di – entsenden die Delegierten. Insgesamt vertreten sie rund 500.000 junge Gewerkschaftsmitglieder.

http://jugend.dgb.de

Infos:
DGB Bundesvorstand
Abteilungsleiterin Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
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