Deutscher Gewerkschaftsbund

Die Gewerkschaftsjugend ruft zur Demo am Frauenkampftag auf

Gemeinsam mit anderen Jugendverbänden ruft die Gewerkschaftsjugend am Internationalen Frauentag am 8. März 2014 zu einer bundesweiten Demonstration in Berlin auf: Denn die Diskriminierung junger Frauen auf dem Arbeitsmarkt ist ein akutes Problem.

Unter dem Motto "Still lovin' feminism" mobilisiert die Gewerkschaftsjugend gemeinsam mit anderen Jugendverbänden und Organisationen am 8. März 2014 zu einer Demonstration in Berlin. Die DGB-Jugend will damit besonders auf die Ungleichbehandlung junger Frauen auf dem Arbeitsmarkt aufmerksam machen: "Die Diskriminierung von jungen Frauen ist, entgegen aller Sonntagsreden von Gleichstellung, immer noch ein aktuelles Problem", sagt DGB-Bundesjugendsekretär Florian Haggenmiller. "Obwohl junge Frauen bessere Bildungsabschlüsse erzielen als junge Männer, haben sie es schwerer einen Ausbildungsplatz zu finden, werden nach der Ausbildung seltener übernommen und arbeiten zehn Mal häufiger in Niedriglohnbeschäftigung als junge Männer. Von Chancengleichheit und Gerechtigkeit kann hier noch lange keine Rede sein."

Verschärfend kommt hinzu, dass junge Frauen häufig in Berufen eine Berufsausbildung beginnen, in denen strukturell niedrigere Ausbildungsvergütungen gezahlt werden. Dies ergab der Ausbildungsreport 2013, eine repräsentative Studie der DGB-Jugend. In den alten Bundesländern verdienten junge Frauen demnach durchschnittlich 715 Euro in der Ausbildung, junge Männer jedoch 751 Euro. Ein ähnliches Bild zeigte sich auch in den neuen Bundesländern, wo junge Männer durchschnittlich 692 Euro und junge Frauen durchschnittlich nur 642 Euro Ausbildungsvergütung erhielten.

Haggenmiller führt weiter aus, dass insbesondere die Finanz- und Wirtschaftskrise in vielen europäischen Staaten negative Auswirkungen für junge Frauen hat: Unter den jungen Menschen ohne Arbeit, den so genannten NEETs (Not in Education, Employment or Training), sind es in vornehmlich Frauen, die nicht mehr arbeitssuchend gemeldet sind, sondern "inaktiv" auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sind.

Die Gewerkschaftsjugend fordert deshalb:

  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am selben Ort
  • Eine bessere Anerkennung, bessere Ausbildungsbedingungen und höhere Löhne in klassisch "weiblichen Berufsfeldern"
  • Eine stärkere Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischem Berufswahlverhalten in der schulischen Berufsvorbereitung
  • Eine europaweite Jugendgarantie, die allen in Europa lebenden jungen Menschen (bis 29 Jahre) einen qualitativ guten Ausbildungsplatz zusichert.


Was: Demonstration (mehr Informationen unter www.frauenkampftag2014.de)

Wann: 8. März 2014 um 13 Uhr

Wo: Auftaktkundgebung am Bahnhof Gesundbrunnen (Berlin), Schlusskundgebung mit anschließendem Konzert am Rosa-Luxemburg-Platz (Berlin)

 

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