Deutscher Gewerkschaftsbund

DGB-Jugend-Blickpunkt "Fake News": Die richtigen Informationen

Wer belügt hier eigentlich wen? Die DGB-Jugend veröffentlicht einen "Blickpunkt" zum Thema "Fake News" und zeigt auf, wie man falsche Informationen erkennt und welche Maßnahmen man gegen sie ergreifen kann.

Fake News Cover Hände und Handy

© DGB-Jugend

"Fake News": die unangenehme Begleiterscheinung der Digitalisierung

Gerade rechtspopulistische Parteien und Personen verbreiten gezielt stark vereinfachte oder falsche Meldungen über die sozialen Netzwerke. Auf Facebook und Twitter finden sich zahlreiche vorurteilsbehaftete Beiträge rechtspopulistischen Inhalts, in denen über Geflüchtete, Homosexuelle oder politische Gegner_innen gehetzt wird und Lügen verbreitet werden. Mittlerweile hat sich dafür der englische Begriff "fake news" etabliert.

Auch gegen Gewerkschaften wird agitiert. Wie ist es möglich, dass solche Nachrichten als Wahrheit akzeptiert werden? Diese und weitere Fragen behandelt die DGB-Jugend in ihrem neuen Blickpunkt "Fake News: Wer belügt hier eigentlich wen? Hintergrundwissen und Gegenstrategien". Die Broschüre enthält eine Darstellung der Probleme und Fakten, sie zeigt auf, wie man die gefälschten Infos als solche erkennt und zeigt gewerkschaftliche Strategien aus. Geschrieben hat sie der DGB-Jugend-Aktive Josef Holnburger, der im Rahmen seines Studiums über das Thema geforscht hat.

Das größte Problem der "Fake News" sei, so Holnburger, dass eine Aufklärung über Falschinformationen oft nicht mehr möglich sei. Während "Fake News" innerhalb von kürzester Zeit teilweise millionenfach auf Facebook gelesen und geteilt würden, erreiche die Richtigstellung nur wenige Personen.

"Gerade deshalb ist es wichtig, dass 'Fake News' schon im Vorfeld als solche erkannt werden und die Verbreitung verhindert wird", schreibt DGB-Bundesjugendsekretärin Manuela Conte im Blickpunkt.

Deshalb weist die DGB-Jugend nicht nur auf die Problematik dieser Falschinformationen hin und sensibilisiert für das Thema. Die DGB-Jugend gibt damit auch Handlungsempfehlungen, die bei der Erkennung von "Fake News" helfen – und damit rechtspopulistische Strategien im Netz als solche aufdecken.

Da die Relevanz sozialer Medien wohl auch in Zukunft weiter zunehmen wird und die Verbesserung künstlicher Intelligenz die Problematik von "Fake News" – und auch "Social Bots" genannte Textmaschinen, die automatisierte Beiträge generieren – verschärfen kann, ist es besonders wichtig, uns als junge Gewerkschafter_innen in diesem Bereich frühzeitig zu qualifizieren: News zu hinterfragen und uns unsere eigene Meinung zu bilden.

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