Deutscher Gewerkschaftsbund

Deutscher Personalräte-Preis: Jugend hält fit

Erfolgreich verarztet: Bei der Verleihung des diesjährigen Deutschen Personalräte-Preises setzten sich JAVis mit Gesundheitsthemen durch.

JAV Uni Essen

Das hat gepasst: DGB-Bundesjugendsekretär Florian Haggenmiller (r.) gratuliert den JAVis der Uniklinik Essen zum Sonderpreis der DGB-Jugend anlässlich der Verleihung des Deutschen Personalräte-Preises. © DGB/Simone M. Neumann

Wer glaubt, das gute Leben spielt bei Jugendlichen im öffentlichen Dienst keine Rolle, hat sich geirrt. Bei der Verleihung des diesjährigen Deutschen Personalräte-Preises am 25. November in Berlin punkteten bei den Sonderauszeichnungen JAVis zweimal mit Gesundheitsthemen. Den Sonderpreis der DGB-Jugend bekam die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) des Uniklinikums Essen. Die jungen Interessenvertreter_innen setzten sich erfolgreich für eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung von Krankenpflegeassistent_innen ein. 140 Euro mehr gibt’s seitdem. Glückwunsch!

Damit aber nicht genug: Auch die Gesamt-JAV der Berliner Stadtreinigungsbetriebe wurde ausgezeichnet, und zwar mit dem Sonderpreis der Versicherung HUK-Coburg: für die Initiierung und Organisation eines jährlichen Gesundheitstages für Auszubildende und dual Studierende.

DGB-Bundesjugendsekretär Florian Haggenmiller gratulierte. Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende, übernahm die Ehrung der Preisträger_innen. DGB-Chef Reiner Hoffmann hielt die Festrede und der Staatsrechtler Ulrich Battis ehrte als Vertreter der Jury die Goldpreisträger mit einer Laudatio.


Impressionen: Die Verleihung des Deutschen Personalräte-Preises 2014

Den Hauptpreis räumte der Personalrat der Stadt Mülheim an der Ruhr ab, den "Deutschen Personalräte-Preis 2014" in Gold. Die kommunale Interessenvertretung verhinderte einen pauschalen Stellenabbau. Durch Abschluss einer Dienstvereinbarung konnte ein langfristig angelegtes Konzept zur Personalkostenreduzierung und zur Veränderung der Altersstruktur effizient umgesetzt werden.

Den Preis in Silber erhielt der Gesamtpersonalrat der Stadt Nürnberg. Das Gremium erzielte eine zukunftsfähige Vereinbarung zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Unter dem Titel "Sozialkodex Gute Arbeit" setzen die Personalrät_innen Schwerpunkte auf prekäre Beschäftigung und den Umgang mit leistungsgewandelten Beschäftigten.

Der Hauptpersonalrat des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz machte den dritten Platz. Der hatte ein langfristiges Personalentwicklungskonzept in hessischen Forstbetrieben implantiert.

Die Preise gab's im Rahmen des von DGB und Hans-Böckler-Stiftung veranstalteten Schöneberger Forums, der jährlichen Fachtagung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

Der Deutsche Personalräte-Preis ist eine Initiative der Fachzeitschrift "Der Personalrat". Bereits zum vierten Mal seit 2010 würdigt der Preis vorbildliche Personalratsarbeit in Deutschland. Preiswürdig sind Initiativen und Projekte von Personalräten, die Arbeitsbedingungen, das Arbeitsumfeld oder die sozialen Bedingungen für die Beschäftigten verbessern. Eine hochkarätig besetzte Jury aus Gewerkschafter_innen, Wissenschaftler_innen und Praktiker_innen traf dazu ihre Auswahl aus über 50 eingereichten Projekten.

DPRP-Teilnahmeaufruf 2015 (PDF, 3 MB)

Und weiter geht's: Auch nächstes Jahr werden wieder Personalräte-Preise vergeben. Jugendvertretungen im öffentlichen Dienst: Macht mit! Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2015

DPRP-Info (PDF, 4 MB)

Alle Infos zur Preisverleihung und den Preisträger_innen gibt's im DPRP-Rundbrief!

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