Deutscher Gewerkschaftsbund

"Woche der Berufsbildung": Ausbildung der Zukunft braucht starke Interessenvertretung

Vom 16. bis 20. April 2018 ist "Woche der beruflichen Bildung" und Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Die Ausbildung der Zukunft brauche vor allem "eine starke Interessensvertretung im Betrieb", sagt DGB-Vize Elke Hannack. DGB-Bundesjugendsekretärin Manuela Conte betont die Rolle der Mitbestimmung im Jugendbereich: "Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAVen) unterstützen die Auszubildenden, haben immer ein offenes Ohr und scheuen keine Auseinandersetzung mit den Chefs, wenn es hart auf hart kommt."

Azubi Mädchen technischer Apparat

© Simone M. Neumann

Woche der beruflichen Bildung mit dem DGB: "Die Ausbildung der Zukunft braucht eine starke Interessensvertretung im Betrieb: nur so sind technische Innovationen und Herausforderungen wie die Digitalisierung auch im Sinne der Auszubildenden umsetzbar"

Mitbestimmung: Die Stärke der beruflichen Bildung

"Die Ausbildung der Zukunft braucht eine starke Interessensvertretung im Betrieb: nur so sind technische Innovationen und Herausforderungen wie die Digitalisierung auch im Sinne der Auszubildenden umsetzbar", so Hannack. "Deshalb ist es heute wichtiger denn je, dass junge Menschen mitbestimmen können, was mit ihnen und ihrer Zukunft passiert – auch im Ausbildungsbetrieb. Und wir wissen auch: Dort wo es starke Jugend- und Auszubildendenvertretungen, Betriebs- und Personalräte gibt, wird mehr und besser ausgebildet. Die Mitbestimmung zählt zweifelsohne zu den Stärken und Kernprinzipien der beruflichen Bildung in Deutschland."

Azubis zu Gast beim Bundespräsidenten

© Bundesregierung/Steffen Kugler

Manuel und Felix, die derzeit mitten in ihrer Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann und Hotelfachmann stecken und in der jungenNGG organisiert sind, haben im Rahmen der "Woche der beruflichen Bildung" gemeinsam mit der NGG-Vorsitzenden Michael Rosenberger mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender gesprochen

JAV unterstützt Auszubildende

Auch DGB-Bundesjugendsekretärin Manuela Conte betonte die Bedeutung der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) im Betrieb: "JAVen unterstützen die Auszubildenden, haben immer ein offenes Ohr und scheuen keine Auseinandersetzung mit den Chefs, wenn es hart auf hart kommt. Auch der Ausbildungsreport der DGB-Jugend zeigt, in den Betrieben mit Jugend- und Auszubildendenvertretung sind die Auszubildenden zufriedener als in den Betrieben ohne JAV. Jugend- und Auszubildendenvertretungen sind das Rückgrat guter Ausbildung im Betrieb."

"Besten-Auslese" ist kontraproduktiv

Die DGB-Bundesjugendsekretärin betonte aber auch: "Betriebsräte und Jugend- und Auszubildendenvertretungen brauchen mehr Mitbestimmungsrechte, wenn es um die Einstellungskriterien geht. Der Ausbildungsmarkt muss allen jungen Menschen gleichermaßen offen stehen. Eine Besten-Auslese bei der Auswahl von Auszubildenden ist da völlig kontraproduktiv."