Deutscher Gewerkschaftsbund

Warum Mitglied werden?

Vielleicht kennst du das: Du fühlst dich an deinem Arbeitsplatz ungerecht behandelt. Dein Chef oder deine Chefin verlangen Dinge von dir, die mit deiner Ausbildung oder deinem Job gar nichts zu tun haben. Du wartest auf dein Geld oder schiebst ständig Überstunden. Du möchtest gerne mehr über deine Rechte erfahren und brauchst einen Rat?

Die Gewerkschaften sind deine Ansprechpartnerinnen für die Fragen und Sorgen am Arbeitsplatz. Mitglieder können sich in allen arbeitsrechtlichen Fragen beraten lassen. Dazu gehört auch, dass im Streitfall mit dem Arbeitgeber/der Arbeitgeberin Rechtsschutz* gewährt wird.

Der Job der Gewerkschaften ist es, für bessere Verhältnisse am Arbeitsplatz einzutreten. Das Verhältnis von ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen sollte einem fairen Austausch von Geld und Leistung entsprechen.

In vielen Fällen gilt in dem Betrieb ein Tarifvertrag, den die Gewerkschaft abgeschlossen hat. Darin werden zwischen der Gewerkschaft und der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber Absprachen über Lohn, Urlaub, Arbeitszeit etc. festgehalten. Ein solcher Vertrag gilt nur für Gewerkschaftsmitglieder.

Darüber hinaus bietet die Gewerkschaft allen Mitgliedern ein großes Bildungsangebot. Du kannst kostenfrei oder sehr günstig an Seminaren - zum Beispiel zum Thema "Bewerbungstraining" - oder auch an internationalen Jugendbegegnungen teilnehmen.

Zusätzlicher Fakt: Arbeitgeber entlassen Angehörige ­einer Gewerkschaft deutlich seltener als Nicht-Mitglieder. Für Frauen lohnt sich die Zugehörigkeit besonders. Den Nachweis erbringt eine Studie zu Gewerkschaftsmitgliedschaft und Entlassungen (siehe unten).

Überzeugt? Durch den Link unten findest du deine Mitgliedsgewerkschaft!

Nicht überzeugt? Dann frag Angela Merkel:

Olaf Scholz, Bundesminister für Arbeit und Soziales:
„… ein 35-jähriger, der von seinem Chef mitgeteilt bekommt, dass das Weihnachtsgeld gestrichen ist, denkt nichts Nettes über diesen, und wenn er klug ist, tritt er in eine Gewerkschaft ein …“

Zwischenruf Andrea Nahles (SPD):
„Aber in eine richtige!“

Darauf Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin:
„Wenn er klug ist, ist er schon drin!“

Aus dem Protokoll
der 154. Sitzung des Deutschen Bundestages am 10. April 2008
Diskussion zum Gesetzentwurf zur Rentenanpassung.


* Gewerkschaftlicher Rechtschutz ist umfassender, als der Service, den die üblichen Rechtschutzversicherungen bieten. Das gilt für alle DGB-Gewerkschaften, auch wenn jede Gewerkschaft Genaueres in ihrer eigenen Rechtschutzsatzung regelt. So ist zum Beispiel die kostenlose juristische Beratung bei der Prüfung von Arbeits- oder Aufhebungsverträgen bei uns selbstverständlich - bei Rechtsschutzversicherungen fast nie. Sie zahlen einen Anwalt oft nur, wenn eine rechtswidrige Handlung durch den Arbeitgeber/die Arbeitgeberin vorliegt.

Die Expert/innen in gewerkschaftlichen Geschäfts- und Verwaltungsstellen helfen auch dann, wenn kein Streitfall zu Grunde liegt. Sie checken Lohn- und Gehaltsabrechnungen und fordern mögliche Ansprüche für ihr Mitglied ein - zunächst außergerichtlich, notfalls auch vor Gericht. Ob Prüfung und Beratung, Prozessvertretung vor Gerichten oder Behörden: Mitgliedern entstehen keinerlei Kosten.