Deutscher Gewerkschaftsbund

Gegen Vorurteile im Alltag

Die DGB-Jugend beteiligt sich an den "Internationalen Wochen gegen Rassismus" vom 12. bis 15. März 2012 - und ruft zum Mitmachen auf.

Bunt, laut, engagiert: Die DGB-Jugend beteiligt sich auch dieses Jahr wieder wie in den Jahren zuvor aktiv an den "Internationalen Wochen gegen Rassismus", die vom 12. bis 25. März 2012 stattfinden werden.

"Unser Ziel ist es, den Jugendlichen eindeutig zu vermitteln, dass Rassismus und Antisemitismus in unserer Gesellschaft nichts verloren haben", schreibt die DGB-Jugend West. "Wir wollen den alltäglichen Rassismus in unserer Gesellschaft benennen und verdeutlichen, wie stark dieser teilweise ausgeprägt ist."

Dazu werden in den Aktionswochen unterschiedliche Programmpunkte zusammengestellt, um möglichst viele Menschen für das Thema zu sensibilisieren. So organisiert die DGB-Jugend Saar - seit Jahren sehr stark in den "Wochen" engagiert - eine bunte Mischung aus Konzerten, Comedy, Kabarett und Work­shops an Schulen. Eines der Highlights: "Interkulturelle Satire in bester Form" - mit Oliver Polak, der sich zum Ziel gesetzt hat, den jüdischen Humor nach Deutschland zurückzubringen (Eigenwerbung: "Das Tel Aviv der deutschen Comedy"). Er wird am 18. März 2012 im Jugendzentrum Försterstraße in Saarbrücken auftreten.

"Alle sind aufgerufen, mitzumachen", sagt der DGB-Jugendbildungsreferent Saar, Mike Kirsch. Gerade Jugendlichen werde der Einstieg in die rechte Szene durch Lifestyle-Angebote, Konzerten oder sonstigen Freizeitangebote vereinfacht. "Und genau dies muss verhindert werden."

Jetzt ist noch genug Zeit, Veranstaltungen anzumelden. Auf der Kampagnen-Homepage findet sich ein laufend aktualisierter Kalender. Eigene Veranstaltungen lassen sich mit einem Online-Formular melden.

Ihre Wurzeln haben die "Wochen" in einer UNO-Resolution der siebziger Jahre, in der alle damaligen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen aufgefordert wurden, jedes Jahr eine Woche der Solidarität mit Opfern und GegnerInnen des Rassismus zu veranstalten. Der 21. März ist dabei der offizielle Gedenktag für das Massaker von Sharpeville: Bei einer Demonstration an diesem Tag im Jahr 1960 erschoss die südafrikanische Polizei im Johannesburger Township Sharpeville 69 Menschen, die gegen die ungerechten Passgesetze des damaligen Apartheid-Regimes protestiert hatten.

Seit 2001 werden die "Internationalen Wochen gegen Rassismus" in ganz Deutschland offiziell mit Veranstaltungen begleitet. Hauptorganisator ist der Interkulturelle Rat in Deutschland.

www.internationale-wochen-gegen-rassismus.de


(aus der Soli aktuell 1/12, Autor: Soli aktuell)