Deutscher Gewerkschaftsbund

Einmischen, Mitbestimmen, Mitwirken

Ausbildung 4.0? Gewerkschaft 4.0! Tobias Wieber von der IG Metall sagt, was Digitalisierung in seiner Branche bedeutet und worin er die Aufgabe der Gewerkschaftsjugend sieht.

Tobias Wieber

Tobias Wieber ist stellvertretender Betriebsratsvorsitzender und IG Metall-Jugendbildungsreferent.

Ausbildung 4.0 bedeutet: Fortschritt, Zukunft, Risiko. Doch wenn wir hier nicht die richtigen Schritte gehen, bleiben wir auf der Strecke.

Daher gilt ganz klar: Mitgestalten und Mitmachen. Versuchen, den Fortschritt und die Digitalisierung bestmöglichst für unsere Kolleg_innen mitzugestalten.

Meine größten Sorgen: zum einen, dass durch die Veränderungen Arbeitsplätze wegfallen könnten und es zu Entlassungswellen kommt. Und zum anderen, dass der Faktor Mensch und die sozialen Komponenten ins Hintertreffen geraten. Durch die Digitalisierung werden aber auch viele Abläufe aufgrund der Vernetzung vereinfacht und effizienter gestaltet. Dass die Facharbeiter_innen von Morgen dies bereits zu Beginn des Berufslebens lernen, ist ein wichtiger Punkt.

Die Grundsteine in Sachen Zukunftsplanung und Fortschritt werden bereits in der Ausbildung gelegt.

Ich sehe die Hauptaufgabe der Gewerkschaftsjugend im Einmischen, Mitbestimmen, Mitwirken. Vor der Veränderung nicht die Augen zu verschließen, sondern mit der Entwicklung im Rahmen der Industrialisierung mitzugehen.

Wollen Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung zukunftsfähig bleiben, müssen sie die Interessen und Erwartungen der jungen Beschäftigten ernstnehmen. Die Gewerkschaftsjugend gestaltet die Entwicklung der Arbeitswelt mit. Sie hat klare Vorstellungen von guter Arbeit und Ausbildung, die auch beim Thema Digitalisierung nicht aufhören.

Die Position der DGB-Jugend zur Digitalisierung: http://jugend.dgb.de/-/pvJ