Deutscher Gewerkschaftsbund

Waffen? Nein, Danke! Zum Antikriegstag 2018

DGB und Gewerkschaften rufen zum Antikriegstag am 1. September auf.

Nie wieder Krieg: Taube auf blauem Grund

© DGB-Jugend

Wir sagen: Nie wieder Krieg! Abrüsten statt Aufrüsten!

Der diesjährige Rüstungsexportbericht der Bundesregierung dokumentiert, wohin im Jahr 2017 deutsche Waffen verkauft wurden. Viele der Lieferungen gingen in Staaten mit katastrophaler Menschenrechtsbilanz oder in solche, die aktiv in bewaffnete Konflikte involviert sind. Muss das eigentlich sein? Nein, natürlich nicht.

Der DGB sagt: "Nie wieder Krieg! Abrüsten statt Aufrüsten!" Am 1. September ist Antikriegstag. Dann gedenken die Gewerkschaften des Grauens und des unermesslichen Leids der beiden Weltkriege, die über 80 Millionen Tote gefordert haben.

Das Risiko von militärischen Auseinandersetzungen ist so groß wie seit 1989 nicht mehr: Mehr als 30 Kriege und bewaffnete Konflikte toben derzeit rund um den Globus. Die USA und Russland modernisieren ihr Atomwaffenarsenal. Auch China, Nordkorea, Indien und Pakistan tragen dazu bei, dass sich die Welt erneut ein nukleares Wettrüsten liefert.

Wachsende Instabilität und die zunehmende Bereitschaft, eigene Interessen mit militärischer Gewalt durchzusetzen, prägen das internationale Geschehen. Die Folge: Heute sind weltweit 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Die meisten von ihnen mussten ihre Heimat verlassen, weil dort Krieg oder Bürgerkrieg herrscht.

Dieser Wahnsinn muss ein Ende haben. Deshalb lehnen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften das NATO-Ziel ab, die Rüstungsausgaben der Bündnispartner auf zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung zu erhöhen. Für die Staaten Europas würde dies bedeuten, dass ihre Militäretats von 500 Milliarden Euro auf 800 Milliarden anwachsen. Die deutsche Bundesregierung ist aufgefordert, mit ihren EU-Partnern eine gemeinsame europäische Strategie der friedenssichernden Konflikt- und Krisenprävention zu erarbeiten sowie ihre Exportpolitik ui überdenken.


Infos: www.dgb.de/-/RZR

(aus der Soli aktuell 8-9 2018, Autorin: Soli aktuell)