Deutscher Gewerkschaftsbund

Heiß diskutiert: Beschlüsse des BJA im Juni 2017

Berufliches Lernen, Staat, Ausbildungsreport: Die neuen Beschlüsse des DGB-Bundesjugendausschusses.

Hände in die Luft gereckt © DBJR

Der BJA hat abgestimmt...

Auf seiner Sitzung am 21. und 22. Juni 2017 hat der DGB-Bundesjugendausschuss Beschlüsse zu den Themen G20, Qualität der Berufsschule und zum Ausbildungsreport gefasst.

Darüber hinaus wurde über Standpunkte, die das Verhältnis zwischen Staat und Gewerkschaften beleuchten und die infolge der letztjährigen Sommerakademie entwickelt wurden, abgestimmt.

Die Beruflichen Schulen werden unterschätzt, dabei sind sie Orte der Vielfalt, der Chancengleichheit und ein wichtiger sozialer Faktor: Sie bieten Schüler_innen die Möglichkeit, die gesamte Breite an Bildungsabschlüssen zu erwerben und leisten wertvolle Integrationsarbeit.

Die DGB-Jugend fordert daher u. a. deutlich höhere Investitionen im Bereich der beruflichen Bildung. Angefangen bei der Bausubstanz, über eine zeitgemäße technische Infrastruktur bis hin zu Programmen für digitales Lernen sind Ausgaben notwendig. Die Lehrkräfte müssen gute Arbeitsbedingungen vorfinden. Und auch die Mitbestimmung der Schüler_innen ist zu stärken.

Was halten wir eigentlich vom Staat? Im August 2016 fand die Sommerakademie der DGB-Jugend statt, nun konnte das dazugehörige Papier verabschiedet werden. Darin geht es um das Verhältnis der Gewerkschaftsjugend zur Steuer- und Verteilungspolitik und zu Fragen der Sicherheit.

Darum geht es: Eine solidarische und gerechte Gesellschaft ist kein Selbstläufer, sondern unterliegt ständigen Veränderungsprozessen und braucht einen stabilen, transparent ausgehandelten gesetzlichen Rahmen. Insbesondere hat der Staat die öffentliche Daseinsvorsorge sicherzustellen (Gesundheit, Energie, Wasser, Mobilität). Er ist für Sicherheit verantwortlich: Aus DGB-Jugend-Sicht ist daher dafür zu sorgen, dass der öffentliche Dienst über ausreichend Personal und Ausrüstung verfügt. Und er muss Schutz vor ungezügeltem Wettbewerb bieten, gute soziale Leistungen und den Zugang zu kostenloser Bildung gewährleisten.

Auch ihr Verhältnis zur Bundeswehr hat die DGB-Jugend diskutiert. Wie bisher lehnt die Gewerkschaftsjugend den exklusiven Zugang der Bundeswehr zu Schulen im Rahmen des Jugendoffiziersprogramms ab.

Der Ausbildungsreport 2018 wird das Thema Arbeitszeit in der Ausbildung behandeln. "Wir werden einen Blick auf Überstunden, Erreichbarkeit und die Zeit zum Lernen werfen", sagt DGB-Jugend-Ausbildungsexpertin Anna Leona Gerhardt.


Die Beschlüsse werden auf der Website http://jugend.dgb.de/-/iEr veröffentlicht.

(aus der Soli aktuell 7/2017, Autorin: Soli aktuell)

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