Deutscher Gewerkschaftsbund

Wissen gegen rechts: Die DGB-Jugend-Argumentationskarten

Nimmt uns irgendwer die Arbeitsplätze weg? Nein. Mit ihren "Argumentationskarten 'Flucht und Asyl'" setzt die DGB-Jugend Fakten gegen Vorurteile.

Argumentationskarten

Fakten gegen Vorurteile: die DGB-Jugend-Argumentationskarten

Schlimme Fragen, gute Antworten: Ob in (Berufs-)Schule, auf der Arbeit, in sozialen Medien oder beim gemeinsamen Abendessen in der Familie – überall begegnen wir Vorurteilen, Halbwahrheiten und Behauptungen über die Auseinandersetzungen rund um die Aufnahme von Geflüchteten und Schutzsuchenden. Mit den aufwändig gestalteten "Argumentationskarten 'Flucht und Asyl'" nimmt die DGB-Jugend die gängigsten Vorurteile auf und entkräftet sie: vorn die knallige Behauptung, auf der Rückseite die Argumente.

Vor allem durch neue rechte Bewegungen wie Pegida und Parteien wie die Alternative für Deutschland (AfD) werden populistische rechte Parolen verbreitet. Umso wichtiger ist es, die inhaltliche Auseinandersetzung zu führen. "Wenn wir Menschen davon überzeugen möchten, sich uns anzuschließen und Position gegen rechte Parolen zu beziehen, müssen wir in der Lage sein, ihnen zu erklären, warum – und was das mit ihnen zu tun hat. Wenn soziale Nöte und Abstiegs-ängste von AfD, Pegida und Co. genutzt und geschürt werden, müssen diese und ihre Gründe benannt werden", heißt es im Vorwort.

Mit den Karten werden solche Strategien gekontert. Wenn es zum Beispiel heißt: "Die wollen doch nur Sozialleistungen", gilt es aufzuklären: 145 Euro Taschengeld bekommen Asylsuchende derzeit in Erstaufnahmeeinrichtungen zurzeit. In Zukunft soll das noch weniger werden. Geflüchtete suchen zuallererst Schutz vor Verfolgung und nicht mickrige Sozialleistungen.

Es ist aber auch wichtig, die Grenzen des Argumentierens zu kennen: Wenn man Menschen begegnet, die ein festes rechtes und menschenverachtendes Weltbild haben, dann sind die roten Linien aller noch so guten und sachlichen Argumente schnell überschritten. Diese Barrieren in einer verbalen Auseinandersetzung zu erfahren, kann sehr frustrierend und sogar beängstigend sein. Umso wichtiger ist es, sich beim Argumentieren mit seinen eigenen Ressourcen auf diejenigen zu konzentrieren, die offen sind für den sachlichen Austausch.


Die Argumentationskarten gibt es hier: http://jugend.dgb.de/-/aGj

Printexemplare gibt es über www.dgb-bestellsystem.de

(aus der Soli aktuell 3/2017, Autorin: Soli aktuell)

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