Deutscher Gewerkschaftsbund

Engagiert für die junge Generation: Manuela Conte wird DGB-Bundesjugendsekretärin

Manuela Conte von der IG Metall wird zum 1. April 2017 die neue Bundesjugendsekretär des DGB.

Manuela Conte

@ IG Metall

Freut sich auf die DGB-Jugend: Manuela Conte

Wenn Manuela Conte ihr neues Amt als Bundesjugendsekretärin des DGB am 1. April 2017 antritt, laufen die Vorbereitungen für zwei große Projekte der DGB-Jugend schon auf Hochtouren: die Kampagne zu den Bundestagswahlen am 24. September und die Bundesjugendkonferenz des DGB am vom 10. bis zum 12. November dieses Jahres. "Ich freue mich auf die Arbeit, gerade in diesem spannenden Jahr", sagt die 34-jährige Gewerkschafterin von der IG Metall.

Ihre Grundhaltung: "Die DGB-Jugend wird sich weiter für gute Ausbildungs-, Arbeits- und Lebensbedingungen einsetzen. Wir stehen zu den Werten einer offenen, toleranten und vielfältigen Gesellschaft."

Auf jeden Fall im Blick hat sie die sozialen Faktoren der deutschen Bildungslandschaft. Jedes Jahr aufs Neue belegen Studien, dass die Bildungskarrieren in Deutschland vom Status der Eltern abhängig sind. So studieren fast alle Kinder von Akademiker_innen, aber nur wenige, deren Eltern Arbeiter_innen sind. "Klar ist, dass die Bildungspolitik verbessert und die Durchlässigkeit gestärkt werden muss", sagt sie.

Manuela Conte wurde auf der Sitzung des DGB-Bundesjugendausschusses, dem Gremium der ehren- und hauptamtlichen Jugendvertreter_innen aller DGB-Gewerkschaften am 22. Februar in Berlin einstimmig gewählt. Sie folgt auf Florian Haggenmiller, der seit 2012 im Amt ist. Conte ist schon lange in der Gewerkschaftsszene aktiv: Die gelernte Reiseverkehrskauffrau engagierte sich bereits zu Beginn ihrer Ausbildung ehrenamtlich in der Gewerkschaftsjugend, zunächst bei der Transnet, der heutigen EVG.

Nach einem gesellschaftspolitischen Studium an der Europäischen Akademie der Arbeit, wo sie auch Lehrgangsassistentin wurde, absolvierte sie ein Traineeprogramm bei der IG Metall. Danach war sie zunächst Jugendprojektsekretärin in den IG Metall-Geschäftsstellen Wuppertal und Remscheid-Solingen, dann Politische Sekretärin in der Geschäftsstelle Köln-Leverkusen mit den Schwerpunkten Jugend, Berufliche Bildung und Mitgliederentwicklung.

Zuletzt war sie beim IG Metall-Vorstand in Frankfurt/Main für die strategischen Schwerpunkte der Jugendarbeit verantwortlich. Dort kümmerte sie sich u. a. um Bildung und Kampagnenarbeit. Auch die Jugendbildungsarbeit und die Betreuung der Bezirke Berlin-Brandenburg-Sachsen und Nord-rhein-Westfalen gehörten zu ihren Verantwortungsbereichen.

Beste Voraussetzungen für ihr neues Amt, dessen zentrale Arbeitsplatzbeschreibung das soziale Engagement für junge Menschen schlechthin sein dürfte. Oder wie Conte sagt: "Unsere Bildung darf nicht weiter kaputt gespart werden. Auf die veränderten Anforderungen an die junge Generation können wir mit einer klaren Vorstellung von guter Bildung antworten. Bildung ist auch die Antwort auf Hass und Intoleranz. Als Gewerkschaftsjugend stehen wir mit Herz und Verstand für Integration und Teilhabe."

Bildung bedeutet ihr dabei mehr als nur "verwertbare" Qualifikationen: "Ich meine damit auch die Förderung von persönlichen Kompetenzen, die unabdingbar sind für eine offene, freie und faire Gesellschaft und Demokratie. Selten waren wir in den vergangenen Jahren so offensiven und fundamentalen Angriffen auf unsere zentralen Werte und Normen ausgesetzt wie im Moment. Wir als DGB-Jugend werden deutlich die Stimme erheben und uns für unsere Werte und unsere Ideen stark machen."


(aus der Soli aktuell 3/2017, Autorin: Soli aktuell)

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