Deutscher Gewerkschaftsbund

Für die Solidarität - Die 20. DGB-Bundesjugendkonferenz

Die 20. DGB-Bundesjugendkonferenz 2017 – Ausbildung, Bildung, Demokratie: Die Gewerkschaftsjugend hat ihre politischen Leitlinien für die nächsten vier Jahre festgelegt.

BJK

© DGB-Jugend

Die 20. DGB-Bundesjugendkonferenz – junge Politik für die nächsten vier Jahre

"Still Loving Solidarity" lautete das Motto der diesmaligen DGB-Bundesjugendkonferenz vom 10. bis 12. November 2017 in Berlin. Die 104 Delegierten richteten ihre Forderungen direkt an die Politik: Per Initiativ­antrag und Polit-Talk wurden die Standpunkte der Gewerkschaftsjugend in die möglichen Koalitionsverhandlungen zur Regierungsbildung übermittelt.

Gute Ausbildung, ein starkes BAföG, billiges Wohnen und vieles weitere wurde gefordert, um den Interessen der jungen Generation in der Politik eine Stimme zu geben: Die Delegierten erwarten eine klare Regelung zum gesetzlichen Mindestlohn ohne Ausnahmen, die Aufwertung der Rentenansprüche für Geringverdiener_innen, die Wiedereinführung der Vermögens- und eine Reform der Erbschaftssteuer, die Anhebung des Spitzensteuer­satzes sowie das Schließen von Steuerschlupf­löchern.

Ein klares Bekenntnis gegen Rechts ging von der Konferenz aus: Es gibt offene Angriffe auf gewerkschaftliche Aktive und Veranstaltungen im öffentlichen Raum, "in unseren Häusern aber auch in den Sozialen Medien", wie DGB-Bundesjugendsekretärin Manuela Conte bei der Eröffnung feststellte.

Dies weckt böse Erinnerungen an längst vergangene Zeiten. Conte: "Es gilt: Wehret den Anfängen – Nie wieder Faschismus!" Auch bei ihren Antragsberatungen hatten die Delegierten die Interessen der jungen Generation im Blick. So beschlossen sie nach fast zehn Jahre langer innergewerkschaftlicher Diskussion das Bekenntnis zu einer Mindestausbildungsvergütung.

Selbstverständlich sei es weiterhin Ziel der Gewerkschaften, in allen Bereichen durch gute Tarifverträge gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen zu garantieren.

Die DGB-Jugend forderte darüber hinaus nachhaltige Verbesserungen bei den Pflichtpraktika und beim BAföG sowie die Abschaffung sachgrundloser Befristungen.

Prominenter gewerkschaftlicher Besuch kam aus Brasilien, Israel und Österreich. Auch der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann wie auch seine Stellvertreterin Elke Hannack hielten Reden. Hoffmann bezeichnete die DGB-Jugend als treibende Kraft der Politik, Hannack nannte sie ein starkes Netzwerk innerhalb und außerhalb des DGB zur Durchsetzung der Interessen der jungen Generation.


(aus der Soli aktuell 11-12/2017, Autorin: Soli aktuell)

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