Deutscher Gewerkschaftsbund

M. Schröder ist stellv. DBJR-Vorsitzender

Ende Oktober 2017 fand in Berlin die 90. Vollversammlung des DBJR statt. "Students at work"-Berater Matthias Schröder erklärt, warum er jetzt dem Vorstand angehört.

Matthias Schröder

© Privat

Als stellvertretender DBJR-Vorsitzender mitverantwortlich, dass Jugendpositionen Gehör finden: Matthias Schröder von der DGB-Jugend

Matthias, auf der Vollversammlung des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR) bist du als Vertreter der DGB-Jugend zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden. Glückwunsch! Welche Bedeutung hat dieses Amt?
Als Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände und Jugendringe bringt der DBJR auf den Tisch, was junge Menschen bewegt. Er vertritt also die Interessen der Jugend gegenüber Politik und Öffentlichkeit, wobei die Positionen von den Aktiven der Verbände gemeinsam gestaltet werden. Als stellvertretender Vorsitzender bin ich mit dafür verantwortlich, dass unsere Standpunkte Gehör finden und unsere Beschlüsse umgesetzt werden.

Welche Themen waren der DGB-Jugend wichtig?
Wir haben einen Antrag zur Perspektive der Jugendverbände auf die Rente eingebracht. Damit wollen wir uns in die aktuelle Debatte zur Zukunft der Alterssicherung einschalten, in der teilweise Rentner_innen gegen die Jugend ausgespielt werden. Dieser Generationenkonflikt ist jedoch konstruiert: Wenn alle Einkommensarten in die Alterssicherung einbezogen werden, ist die Rente krisenfest und solidarisch finanziert. Die Delegierten stimmten dem Antrag mit großer Mehrheit zu. Mir ist es wichtig, dass die Gewerkschaftsjugend präsent ist. Die Interessen von Auszubildenden, jungen Beschäftigten und Studierenden müssen selbstverständlich vertreten sein, wenn es um die Jugend geht.

Auf welchen Feldern wird der Verband künftig besonders aktiv?
Die Anträge deckten viele Themen ab. Von Bedingungen für ehrenamtliches Engagement, über Internationales bis zum Wahlrecht für alle. Wie in der Vergangenheit wird antirassistisches Engagement auch künftig natürlich wichtig bleiben. Hierzu gab es einen eigenen Antrag.

Was sind deine Ziele für deine Vorstandarbeit?
Dass wir weiter unbequem sind, für die Interessen der Jugend einstehen und konkrete Verbesserungen fordern. Mit Blick auf die AfD, die z.B. auch Jugendverbände in ihrer Eigenständigkeit angreift, dürfen wir uns nicht spalten lassen, sondern müssen gemeinsam für eine freie, demokratische Gesellschaft einstehen.


(aus der Soli aktuell 11-12/2017, Autorin: Soli aktuell)

Hier geht's zum Soli-Archiv

WIR IM SOCIAL WEB