Deutscher Gewerkschaftsbund

Gegen Krieg und Faschismus: Der Antikriegstag

Gedenktag seit 1957: Am 1. September mahnen DGB und Gewerkschaften wieder zum Antikriegstag.

Antikriegstag

 Wie jedes Jahr rufen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften zum Antikriegstag am 1. September auf. Mit dem Gedenktag erinnern sie an den Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen und den Beginn des zweiten Weltkriegs am 1. September 1939. Sie erinnern an Millionen Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und Andersdenkende, die wegen einer menschenverachtenden und faschistischen Ideologie verfolgt und ermordet wurden. Tenor: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Mit Blick auf die aktuelle politische Situation macht der DGB auch darauf aufmerksam, dass es die Zusammenarbeit in der Europäischen Union und ihren Vorläuferorganisationen war und ist, die in den letzten 71 Jahren Kriege und militärische Auseinandersetzungen zwischen den Mitgliedstaaten verhindert hat. Gewerkschafter_innen stünden zur EU und setzten sich gleichzeitig für die Achtung der Menschenrechte, für die verbesserte Teilhabe in der Gesellschaft ein.

Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, Gewalt gegen Geflüchtete und Menschen, die sich für sie engagieren, seien Angriffe auf die freiheitlichen demokratischen Grundprinzipien der Bundesrepublik Deutschland und ein Zeichen weit verbreiteter Menschenfeindlichkeit, des Hasses gegen Andersdenkende und von Demokratiefeindlichkeit. Für den DGB und seine Gewerkschaften steht fest: "Das Recht auf körperliche Unversehrtheit und auf Schutz vor Diskriminierung und Ausgrenzung gilt für alle, gleich ob mit oder ohne Migrations- oder Fluchterfahrungen. Wer diese Rechte einschränkt, kann sich nicht auf die Meinungs- oder Glaubensfreiheit berufen."


In der aktuellen Debatte um die Bekämpfung der terroristischen Bedrohung ist auch die Diskussion um den Einsatz der Bundeswehr im Inland wieder aktuell geworden. Ein Positionspapier des DGB findet ihr unter www.dgb.de/-/gAM


Ein digitales Dossier mit historischen Plakaten zum Antikriegstag gibt es auf www.dgb.de/-/DLn

(aus der Soli aktuell 8-9/2016, Autorin: Soli aktuell)

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