Deutscher Gewerkschaftsbund

Blickpunkt: Nur "besorgte Bürger"?

AfD und Pegida: Die neue Rechte

Wir geben einen Überblick über die neuen rechten Akteure, ihre Forderungen und Aktivitäten. Wir stellen Informationen zu Aktionsmöglichkeiten und Argumentationsstrategien für junge Gewerkschafter_innen bereit, um zu verhindern, dass sich rechte Strukturen in den Betrieben und Bildungsstätten breitmachen. Von DGB-Bundesjugendsekretär Florian Haggenmiller.

Florian Haggenmiller

© Simone M. Neumann

Rassistische Übergriffe, Aufmärsche und Demonstrationen nehmen in Deutschland massiv zu. Die Verschiebung der politischen Diskussionskultur nach rechts hat längst stattgefunden. Es droht ein gesellschaftliches Klima, das von Intoleranz, Ausgrenzung, Autorität und Demokratiefeindlichkeit geprägt ist.

Bedingt durch Kriege, Terror und Unterdrückung haben über eine Million Menschen im Jahr 2015 in Deutschland Schutz gesucht (siehe auch: DGB-Jugend-Blickpunkt Flucht, Asyl und Migration). Die extreme Rechte stellt die Situation der Geflüchteten so dar, dass sie u.a. die Ursachen für soziale Ungerechtigkeit in Deutschland seien. Geflüchtete werden somit zu "Sündenböcken" gemacht. Die extreme Rechte versucht mit ihrer rassistischen Hetze in der Mitte der Gesellschaft Fuß zu fassen. Diesen ­Bestrebungen treten wir als Gewerkschaftsjugend entschieden entgegen!

Dominiert werden die Diskussionen vor allem durch die Akteur_innen der Partei "Alternative für Deutschland" und der rechten Pegida-Bewegungen. Mit diesem Blickpunkt wollen wir euch einen Überblick über diese Akteur_innen, ihre Forderungen und Aktivitäten geben.

Weiter werden Aktions­möglichkeiten und Argumentationsstrategien für uns Gewerkschafter_innen vorgestellt, um zu verhindern, dass sich ­solche Strukturen auch in unseren Betrieben, (Berufs-)Schulen, Universitäten oder unserer Stadt entwickeln!

Denn gerade mit Blick auf die deutsche Vergangenheit rufen wir auf: Nationalismus und Rassismus sind keine Alternative!