Deutscher Gewerkschaftsbund

Schriftliche Bewerbung

Die Bewerbung ist quasi das Spiegelbild des Bewerbers bzw. der Bewerberin: Wie will jemand die zukünftige Arbeit zufriedenstellend erledigen, wenn er oder sie noch nicht einmal in der Lage ist, sich selbst gut zu präsentieren? Daher ist es wichtig, dass du dir bei deiner Bewerbung Mühe gibst.

Buch 'Mit Erfolg BEWERBEN' ein leeres Blatt

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Die Bewerbung ist quasi das Spiegelbild des Bewerbers bzw. der Bewerberin: Wie will jemand die zukünftige Arbeit zufriedenstellend erledigen, wenn er oder sie noch nicht einmal in der Lage ist, sich selbst gut zu präsentieren? Daher ist es wichtig, dass du dir bei deiner Bewerbung Mühe gibst.

1. Warum schriftlich bewerben?

Die schriftliche Bewerbung ist der erste Bewerbungstest. Der Arbeitgeber kann anhand der Qualität der Bewerbungen die seiner Meinung nach besten Kandidat_innen auswählen. Die Kriterien, nach denen er vorgeht, sind vor allem: Ist die Form okay (keine Fehler, keine Flecken, keine Knicks)? Sind die Unterlagen vollständig? Passt das Profil des Bewerbers bzw. der Bewerberin zu der Stelle?

2. Wie schriftlich bewerben?

Du brauchst zunächst einmal die genaue Adresse, an die du deine Bewerbung schicken sollst. Sie ist meist exakt mit der Stellenbeschreibung in der Zeitung, im Internet oder in Aushängen angegeben. Wenn nicht oder wenn etwas unklar ist, zum Beispiel was genau in der Bewerbung drin sein soll: Anrufen und erkundigen. Das bringt nicht nur die gewünschten Informationen, sondern zeigt dem Arbeitgeber Interesse an der Stelle und erhöht die Chancen. Es kann gut sein, dass sich der Arbeitgeber im Bewerbungsgespräch an den Anruf der sich Bewerbenden erinnert: Man kennt sich schon, das sorgt für Vertrauen. Außerdem kann man das Telefonat gut im Anschreiben verwenden: "Sehr geehrter Herr Jochens, wie telefonisch besprochen sende ich Ihnen meine Bewerbung auf die Stelle der Mechatronikerin in Ausbildung ..." Nur zur Sicherheit: Schriftlich bewerben bedeutet - sofern der Arbeitgeber nichts anderes verlangt - Dokumente abzugeben, die mit dem Computer erstellt wurden.

Eine Bewerbung besteht meist aus drei Teilen: Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnis bzw. Nachweise über Praktika oder Kurse oder ähnliches (aber nicht Mitgliedsausweis der Jugend-Feuerwehr oder des Sportvereins!) Alle Papiere haben das Format DIN A4. Sie sollten wie aus einem Guss wirken und zusammen in einem Ordner (damit der Arbeitgeber keine Zettelwirtschaft verwalten muss) abgeheftet sein, und zwar so, dass die Blätter geschützt, ungelocht, leicht entnehmbar und gut sichtbar sind. Es bietet sich an einen Ordner zu nehmen, dessen Vorderseite durchsichtig ist, so kann der Arbeitgeber bequem das Anschreiben sehen. Gute Schreibwarenläden bieten eine große Auswahl an Ordnern. Klarsichtfolien sind tabu.

3. Anschreiben

Das Anschreiben ist der Text, den der Arbeitgeber zuerst lesen soll. Hier solltest du deutlich machen,

  • wie du von der angebotenen Stelle erfahren hast,
  • was du eigentlich willst,
  • was du derzeit machst, zum Beispiel, dass du Schüler bist,
  • wann du mit der Schule fertig bist und mit welchem Abschluss und
  • wann du deine Ausbildung beginnen könntest,
  • warum du diesen und keinen anderen Beruf erlernen willst,
  • warum du dich ausgerechnet bei dieser Firma und nicht woanders bewirbst,
  • wieso du glaubt geeignet zu sein,
  • dass du gern zu einem Vorstellungsgespräch erscheinen möchtest.

Bloß wie formuliert man das? Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten. Hier ein Beispiel:

Vielen BewerberInnen fällt es trotz Muster schwer, ein eigenes Anschreiben zu verfassen. In diesem Fall hilft zum Beispiel, wenn du dich zusammen mit älteren Geschwistern oder mit LehrerInnen oder Bekannten zusammensetzt und das Anschreiben formulierst. Auch gut: Jemanden zu kennen, der/die bereits eine Ausbildungsstelle gefunden hat. Die Person kannst du dann nach ihrer damaligen Bewerbung fragen. Die Bewerbung ist wie gesagt eine "Werbung", ein Versuch, dich selbst in gutem Licht darzustellen. Deswegen solltest du an gutem Schreibmaterial nicht sparen und für Anschreiben und Lebenslauf weißes und etwas dickeres Papier als normal verwenden. Gute Schreibwarenläden beraten gern.

Noch ein paar Details:

  • bei allen Papieren nur die Vorderseite benutzen, nicht die Rückseite
  • das Anschreiben sollte auf einer Seite Platz finden, aber nicht gequetscht sein
  • Schrifttyp kann zum Beispiel Arial sein, keine "unruhigen" Schriften verwenden
  • Schriftfarbe sollte schwarz sein
  • Schriftgröße sollte zwischen 10, 11 oder 12 liegen
  • linksbündig (Flattersatz) und einfacher Zeilenabstand.

Seitenränder: Hier ist sich die Fachwelt nicht einig. Zwar basiert das Anschreiben auf einem DIN-Format, doch das ist nicht in allen Punkten verbindlich. Wir empfehlen einen Seitenrand links und rechts so wie oben und unten von 2,5 Zentimetern. Damit ist man auf der sicheren Seite und man kann sich diese Zahl besser merken als verschiedene Maße. Das Anschreiben sollte (auch Lebenslauf) immer nur einmal verwendet werden – neue Bewerbung, neuer Ausdruck, neue Unterschrift. Die Anschreiben solltest du immer kopieren oder speichern, damit du im Fall der Einladung noch weißt, was du geschrieben hast.

Ansonsten: keine Flecken, keine Eselohren, nicht falten. Unbedingt alles Korrektur lesen lassen von Eltern, Freunden oder Lehrern. Unterschreiben sollte man mit schwarzer oder blauer Tinte.

4. Lebenslauf

Vorweg: Anhand des Lebenslaufes kann der Arbeitgeber den bisherigen Werdegang des Bewerbers nachvollziehen: Wie alt ist der Bewerber? Wo ist die Bewerberin groß geworden? Was hat sie bisher schon gemacht? Und so weiter.

Einige Tipps: Die Angaben in deinem Lebenslauf und Anschreiben müssen natürlich übereinstimmen. Der Lebenslauf sollte immer im Original abgegeben werden (also keine Kopie). Er muss mit derselben Datumsangabe wie auf dem Anschreiben unterschrieben sein, und auch mit demselben Füller oder Stift, mit dem das Anschreiben unterschrieben wurde. Auch den Lebenslauf solltest du auf jeden Fall Korrektur lesen lassen.

5. Bewerbungsfoto

Ganz wichtig ist das Bewerbungsfoto: Es sollte von einer Fotografin oder einem Fotografen gemacht werden (keine Urlaubs- oder Passfotos). Diese wissen in der Regel, worauf es ankommt. Viele FotografInnen machen eine Kopie des Fotos auf CD. Dann kannst du dir jederzeit neue Passbilder ausdrucken: Entweder direkt auf den Lebenslauf (achte auf eine hohe Auflösung, damit das Bild scharf ist), oder auf Fotopapier (achte darauf, dass du es dann sauber ausschneidest).

  • Farbig oder schwarz-weiß? Das kann jeder selbst entscheiden, beides ist möglich.
  • Größe: Nicht unter 4 Zentimeter Breite und 6 Zentimeter Höhe. Aber: Am besten den Fotografen oder die Fotografin fragen.
  • Position: Rechts oben auf dem Lebenslauf.
  • Anbringung: Mit Fotoecken auf dem Lebenslauf (Foto kann man so entnehmen und ggf. wiederverwenden).

Manchmal lösen sich die Fotos, also Namen und Anschrift auf der Rückseite notieren (mit Folienstift, damit die Tinte nicht verwischt); so weiß der Arbeitgeber, zu welcher Bewerbung es gehört. Das Foto sollte den Bewerber als seriöse, aber auch sympathische Person darstellen. Achte auf jeden Fall darauf, dass deine Kleidung dem Beruf angemessen gewählt ist, in den meisten Fällen sind Bluse, Hemd oder Anzug angemessen.

Warum das alles? Der Arbeitgeber will Angestellte, die man problemlos auf Kundschaft oder Geschäftskunden loslassen kann.

6. Zeugnisse/Nachweise

Die Kopien von Zeugnissen und Nachweisen sollten eine sehr gute Qualität aufweisen. Jede Leistung, die über den Schulunterricht hinaus erbracht und bescheinigt wurde, kannst du in der Anlage der Bewerbung mit aufführen, da sie das Interesse der Bewerberin bzw. des Bewerber an zusätzlichen Qualifikationen dokumentiert. Bei der Reihenfolge der Nachweise und Zeugnisse gilt: Zeugnis mit jüngstem Datum nach Oben, Zeugnis mit ältestem nach unten.

7. Versand

Du solltest die Bewerbung in der Regel in einem DIN C4-Umschlag verschicken, der mit Pappe verstärkt ist, damit die Unterlagen keinen Schaden nehmen. Der Umschlag ist etwas größer als Din A4. Wenn die Bewerbungsmappe umfangreicher ist, musst du eventuell einen größeren Umschlag nehmen, nämlich DIN B4. Auf den Umschlag kommen Adresse und Absender. Den Umschlag dazu so hinlegen, dass die Vorderseite nach oben zeigt und die Öffnung nach rechts. Dann kommt links oben die eigene und rechts mittig die Adresse des Empfängers.

Achtung wenn Postweg: Es bietet sich an, den Umschlag bei der Post frankieren zu lassen. So kann man sicher sein, dass der Umschlag ankommt und dass der Empfänger nicht dazu zahlen muss.

Noch etwas: Bei Absagen bekommt man in der Regel den Ordner mit allen Unterlagen außer dem Anschreiben zugesendet. Wenn der Ordner noch okay aussieht, kann man ihn noch einmal verwenden, genauso das Foto und die Zeugnisse.

8. Besonderheiten bei Onlinebewerbungen

Oftmals kannst du deine Bewerbung auch als Onlinebewerbung abschicken. Auch hier gilt im Zweifelsfall beim Arbeitgeber nachfragen, was genau in die Bewerbung soll. Achtung: Schick deine Bewerbung nicht an Email-Adressen, aus denen kein Personen-Name hervorgeht, wie zum Beispiel info@schallerbau.de. In diesem Fall solltest du die Firma anrufen und nach der Email-Adresse der Person fragen, die die Bewerbungen entgegen nimmt. Am besten gleich verbinden lassen und ggf. Details klären. Wichtig: die Onlinebewerbung sollte genauso sorgfältig vorbereitet sein, wie die schriftliche Bewerbung.

Es gibt verschiedene Arten der Online-Bewerbung:

Formular: Manchmal kannst du bereits vorgefertigte Formulare downloaden und ausgefüllt absenden oder online ausfüllen. Wenn es so ist: prima, denn so musst du nur tun, was das Formular sagt. Aber auch hier gilt: keine Rechtschreib-, Grammatik- oder Zeichensetzungsfehler!

Online-Kurzbewerbung: Bewerbungsanschreiben plus Lebenslauf. Wenn man etwas nachreichen soll, wird einem das mitgeteilt. Diese Form eignet sich auch für Initiativbewerbungen (auch Blindbewerbung genannt). Vollständige Online-Bewerbung, also mit Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnissen. Bei Kurzbewerbung und vollständiger Bewerbung gilt folgendes: Betreff: Hier sollte stehen, dass du dich bewirbst und auf welche Stelle, zum Beispiel so: "Bewerbung zur Mediengestalterin in Ausbildung". Der Betreff sollte nicht zu lang sein, also kann man auf das Datum der Stellenanzeige verzichten, jedoch im Anschreiben erwähnen.

Text der E-Mail: Achtung: Die Formatierung der Nachricht sieht auf einem Rechner so aus, auf einem anderen wieder ganz anders. Deswegen verzichte auf Fettungen, kursive Schrift, mehrere Schriftarten, Farben oder Grafiken.

Wir empfehlen das Anschreiben, den Lebenslauf und ggf. erwünschte (und dazu notwendigerweise gescannte) Zeugnisse in einem Anhang im PDF-Format zu speichern und der Email anzuhängen. In dem Email-Text sollte dann stehen: "Sehr geehrter Herr Jochens, wie telefonisch besprochen sende ich Ihnen meine Bewerbung auf die Stelle der Mechatronikerin (Stellenanzeige vom 22. März 2013 im Kölner Stadtanzeiger). Sie finden meine Bewerbung in dem angehängten Dokument (PDF-Format). Mit freundlichem Gruß Julia Meyer (einfach eintippen, keine gescannten Unterschriften) und dann darunter die Angaben: Julia Meyer, Wohnort, Telefon, Email-Adresse.

Diese Methode hat den Vorteil, dass die Bewerbung beim Arbeitgeber so ankommt, wie sie gemeint ist. Das heißt Formatierungsfehler sind - einmal als PDF gespeichert - ausgeschlossen. Auch der Arbeitgeber hat die komplette Bewerbung mit einem Klick auf seinem Bildschirm, kann sie mit einem Klick ausdrucken oder speichern.

Anschreiben im PDF: Verhält sich so, wie bei der schriftlichen Bewerbung. Absenderadresse: Bitte von privatem Account aus Email versenden (die Bewerbung ist Privatsache, also sollte sie nicht mit einem Firmennamen versendet werden, skurrile Absenderadressen sollte man vermeiden, je seriöser, je besser).

Anhänge: Sollten kurz, aber unverwechselbar sein, also zum Beispiel: J-Meyer1.pdf, J-Meyer2.pdf.

Tipp: Schick die Bewerbung vorher am besten an dich selbst, um zu überprüfen, ob alles so ankommt, wie es abgeschickt wurde.

9. Vorstellungsgespräch

Wenn du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, hast du die erste Hürde schon gemeistert. Zunächst ein paar Tipps: Es empfiehlt sich ausgeruht und pünktlich zu erscheinen.

Achte auf ein gepflegtes Äußeres: Die Haare sollten gewaschen und frisiert sein, Hände und Nägel sauber; du solltest angemessene Kleidung tragen, d.h. sie sollte der Situation entsprechen und du solltest dich darin wohlfühlen. Nicht empfehlenswert sind extreme Kleidungsstücke oder Jogginghosen. Ansonsten sparsam mit Schminke, Schmuck, Rasierwasser und Parfüm umgehen.

Denk daran: BewerberInnen sind keine Bittsteller, aber vorlaut sein kommt normalerweise nicht gut an. Plapper also nicht ungefragt drauf los, übertreibe nicht im Gespräch und achte darauf, dass deine Aussagen mit den Aussagen im Anschreiben und Lebenslauf übereinstimmen. Informiere dich im Vorfeld möglichst gut über den Betrieb/die Firma, wofür er steht und was er macht solltest du vor dem Gespräch auf jeden Fall wissen. Du solltest auch Antworten parat haben für Fragen nach deiner Berufswahl und deinem Interesse an dem Betrieb.

So verläuft das Vorstellungsgespräch in der Regel

Begrüßung und Einleitung des Gespräches durch den Arbeitgeber/Personalchef, zum Beispiel mit folgenden Fragen: „Haben Sie gut her gefunden?“; „Wie geht es Ihnen?“; „Welchen ersten Eindruck haben Sie von uns und warum?“

Thema Bewerbung und Berufswahl: „Warum dieser Beruf?“; „Warum unserer Betrieb?“; „Welche Erfahrungen haben Sie bisher gesammelt (zum Beispiel Praktikum)?“; „Weitere Bewerbungen für andere Berufe bzw. bei anderen Betrieben?“ Schule, Ausbildung: „Wie kommt es zu diesen Zensuren im Fach xy?“; „Was haben Sie unternommen, um Ihre Kenntnislücken in Fach xy zu füllen?“; „Wie sind die aufgeführten Fehlzeiten entstanden?“; „Was bedeutet der Satz in Ihrem Zeugniskopf: ... findet gegenüber seinen Mitschülern nicht den richtigen Ton...?“; „Warum sind Sie nicht weiter zur Schule gegangen?“; „Wie kommen Sie mit Ihren LehrerInnen bzw. MitschülerInnen aus?“; „Welche Möglichkeiten der Fortbildung haben Sie neben der Schule genutzt?“

Persönlicher, familiärer und sozialer Hintergrund:

Achtung: Intime und politische Fragen sind verboten. Sollten sie dennoch gestellt werden, darf man diese auch falsch beantworten. Wichtig ist aber, dass man sich im Gespräch nicht in Widersprüche verwickelt. Neuerdings wird man auch mit Intimfragen ausgetestet, wie weit sich BewerberInnen aushorchen lassen. In diesen Fällen: Nicht ausrasten, vielleicht ist es ja nur ein Test dafür, wie leicht oder wie schwer du dich aus der Ruhe bringen lässt. Du kannst folgendermaßen reagieren: „Wissen Sie, dies ist eine sehr persönliche Frage! Wir sollten jetzt wieder über meine Ausbildung bei Ihnen sprechen. Welche Abteilungen würde ich im Laufe meiner Ausbildung bei Ihnen durchlaufen?“

Fragen der Bewerber_innen: Sie können den Ausbildungsablauf betreffen, Übernahme- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Organisation und Verlauf des Berufsschulunterrichtes. Vielleicht gibt es einen Betriebsrundgang. Fragen sind gut, weil sie Interesse an der Ausbildung zeigen, aber nicht übertreiben.

Noch ein Tipp: Es erspart dem Arbeitgeber Mühe, wenn man den Termin des Vorstellungsgespräches nicht nur annimmt, sondern auch so schnell wie möglich bestätigt. Außerdem kommt es gut an, wenn man sich für das Gespräch bedankt und sich erkundigt, wann die Entscheidung über die Besetzung der Stelle getroffen wird. Das zeugt von Interesse und ist besser als einfach nur "Tschüss" zu sagen.

10. Einstellungstest

Manchmal wird er auch Eignungstest oder Assessment Center genannt, es geht aber immer darum, die BewerberInnen bestimmten Anforderungen auszusetzen, um zu beobachten, was sie können und was nicht. Der Test findet meist ergänzend zu einem Vorstellungsgespräch statt und kann sogar mehrere Tage dauern. Einstellungstests werden besonders dann angewendet, wenn der Arbeitgeber mehr wissen möchte, als er durch Zeugnisse und Gespräch herausbekommen könnte. In den Tests werden entweder manuelle Fertigkeiten geprüft oder es geht schlicht um Rechnen, Lesen, Schreiben oder um Wissen ("Wann fiel die Mauer?") oder Denkfähigkeit ("Schauen Sie sich die Reihenfolge der Symbole an und ergänzen Sie das fehlende Symbol"). Aber auch Fragen, die Rückschlüsse auf die Persönlichkeit der BewerberInnen zulassen, kommen vor ("Ist der Bewerber teamfähig, kreativ, entscheidungsfreudig etc.").

Weil Einstellungstest sehr unterschiedlich sind, können wir an dieser Stelle keine weiteren Tipps geben, außer: Es ist ratsam, sich vor dem Test zu informieren, zum Beispiel kann man anrufen und den Arbeitgeber fragen, was passieren wird, oder man kann jemanden fragen, der den Test bereits gemacht hat. Erst dann kann man sich vorbereiten und entsprechende Informationen einholen. Auf blauen Dunst büffeln und versuchen, fünf oder mehrere Jahre Schule in einer Woche nachzuholen, schlaucht eher als das es hilft.

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