Deutscher Gewerkschaftsbund

Auf der Suche

Leider ist es nicht immer einfach, einen Ausbildungsplatz zu finden. In vielen Regionen in Deutschland gibt es immer noch zu wenig Ausbildungsplätze. Deshalb darfst du nicht enttäuscht sein, wenn es nicht sofort mit deinem Traumjob klappt. Hier bekommst du alle wichtigen Infos, die dir bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz weiterhelfen. Wir haben die fünf wichtigsten Fragen zusammengestellt – und für dich beantwortet.

1. Wie finde ich einen Ausbildungsplatz?

Wenn du eine duale Ausbildung machst, heißt das, dass du in einem Betrieb arbeitest und ausgebildet wirst und zusätzlich eine Berufsschule besuchst. Ausbildungsplatzangebote für duale Ausbildungsberufe findest du schnell und einfach im Internet.

Auch die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer haben oftmals regionale Ausbildungsplätze auf ihrer Homepage ausgeschrieben.

Falls du dich bei einem großen Unternehmen bewerben willst, kannst du es auch direkt über deren Website versuchen. Auch in regionalen Zeitungen finden sich immer wieder Annoncen mit Ausbildungsstellenangeboten. Wichtig ist auch, dass du dich als Ausbildungsplatzsuchender bei der Agentur für Arbeit in deiner Nähe meldest – dann kann dich dein Berufsberater auf Angebote aufmerksam machen.

2. In welchen Regionen gibt es Ausbildungsplätze?

Entscheidend für den Erfolg deiner Bewerbung ist auch die Region, in der du dich bewirbst. In manchen Regionen "streiten" sich mehrere Azubis um einen dualen Ausbildungsplatz. In anderen Regionen gibt es mehr Ausbildungsplätze als Bewerber_innen. Vor allem in größeren Städten und Ballungsgebieten gibt es oft noch ausreichend Ausbildungsplätze. Deshalb solltest du dir überlegen, ob vielleicht sogar eine bundesweite Bewerbung für dich in Frage kommt. In vielen Städten gibt es Wohnheime für Auszubildende, in denen du unterkommen und Gleichgesinnte treffen kannst.

3. Wann am besten bewerben?

Viele große Unternehmen besetzen ihre Ausbildungsplätze bereits ein Jahr vor Ausbildungsbeginn. Hier solltest du dich also schon, wenn möglich, ein Jahr vor deinem Schulabschluss um die Bewerbung kümmern. Es gibt aber auch viele Betriebe, die ihre Ausbildungsplätze kurzfristig ausschreiben. Du kannst dich also auch während deines Abschlussjahres immer weiter bewerben, auch nach dem 1. September - denn eine duale Ausbildung kannst du jederzeit beginnen!

4. Wie bezahle ich die Bewerbungskosten?

Bewerben kann teuer werden. Um die Kosten einzuschränken, solltest du immer zuerst in dem Betrieb anrufen und fragen, ob die Stelle noch frei ist, bevor du eine schriftliche Bewerbung schickst. Falls die Betriebe es wünschen, ist natürlich auch eine Onlinebewerbung sehr günstig. Unter bestimmten Voraussetzungen kann dir die Bundesagentur für Arbeit einen Zuschuss zu deinen Bewerbungskosten geben. Sprich darüber mit deinem Berufsberater oder deiner Berufsberaterin und hebe dir alle Belege für die Bewerbungskosten gut auf.

5. Was tun, wenn ich keinen Ausbildungsplatz finde?

Du solltest dich auf jeden Fall immer weiter bewerben, da du jederzeit eine Ausbildung beginnen kannst und nicht nur zum 1. September. Gerade in oder nach der Probezeit werden immer wieder Ausbildungsplätze frei, so dass Nachvermittlungen über die Bundesagentur für Arbeit möglich sind. Dort werden noch freie Ausbildungsstellen angeboten und Jugendliche vermittelt. Du solltest dich aber nicht zu irgendeiner Ausbildung überreden lassen, nur damit du etwas gefunden hast.

Du kannst dir überlegen, weiter die Schulbank zu drücken. Grundsätzlich gilt: Je höher der Bildungsabschluss, desto mehr Möglichkeiten ergeben sich. Eine Berufsfachschule kann als Alternative zu einer allgemeinbildenden Schule das Richtige für dich sein, wenn du schon weißt, in welche berufliche Richtung du gehen möchtest. Die Schule gibt es in diversen Fachrichtungen. Der Vorteil: Du wirst auf eine berufliche Ausbildung vorbereitet. Der Abschluss wird auf eine weiterführende duale Ausbildung angerechnet, du verlierst keine Zeit oder erwirbst einen vollwertigen Berufsabschluss.

Oftmals werden auch viele Türen geöffnet, wenn du nach Alternativberufen Ausschau hältst, in denen es noch freie Ausbildungsstellen gibt. Mit einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss erwirbst du - mit einem bestimmten Notendurchschnitt - die Mittlere Reife. Und über Weiterbildungen oder den zweiten Bildungsweg kannst du nach der Ausbildung immer noch nach verschiedenen Spezialisierungen Ausschau halten.

Als Überbrückung zu deiner Traumausbildungsstelle sind Job oder Praktikum eine Möglichkeit, um Arbeitserfahrung zu sammeln und erste Kontakte zu knüpfen. Wichtig: immer an den weiteren Lebenslauf denken, also sich die Tätigkeit in Form eines Arbeits-oder Praktikumszeugnis bestätigen lassen. Ein gutes Praktikum soll aus Sicht der DGB-Jugend an Regeln gebunden sein, was die Betreuung, Dauer und Vergütung angeht.

Auch ein Freiwilliges Soziales Jahr bietet dir die Möglichkeit, Zeit zu überbrücken und etwas Sinnvolles zu tun. Einsätze sind nicht mehr nur im Sozialen möglich, sondern auch im kulturellen, ökologischen und politischen Bereich.

 

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