Deutscher Gewerkschaftsbund

Prüfungen

Zwischenprüfung

Die Zwischenprüfung findet in der Regel nach der Hälfte der Ausbildungszeit statt. Für die Teilnahme an der Zwischenprüfung muss dich deinE AusbilderIn freistellen. An dem Ergebnis der Zwischenprüfung können du und deinE AusbilderIn ablesen, ob du das Ausbildungsziel bis zu diesem Zeitpunkt erreicht hast. Zwischen - und Abschlussprüfung unterscheiden sich insofern, dass die Zwischenprüfung nicht bestanden werden muss. Trotzdem solltest du deine Ergebnisse ernst nehmen: Wenn sie sehr gut sind, kannst du eventuell die Ausbildung verkürzen. Wenn sie sehr schlecht sind, solltest du in deiner Berufsschule oder bei der Bundesagentur für Arbeit nachfragen, ob es für deinen Beruf „Ausbildungsbegleitende Hilfen“ (abH) gibt: Das ist eine kostenlose Unterstützung für Azubis.

Wenn in der Ausbildungsordnung deines Berufes geregelt ist, dass die Abschlussprüfung in zwei zeitlich getrennten Abschnitten durchgeführt wird entfällt die Zwischenprüfung (§48 Berufsbildungsgesetz).

Abschlussprüfung

Am Ende deiner Ausbildung steht die Abschlussprüfung. Wenn du diese bestehst, hast du dein Ausbildungsziel erreicht. Für die Durchführung der Prüfung sind die Kammern zuständig. Darum musst du dort für die Prüfung angemeldet sein. Normalerweise geschieht dies durch deineN AusbilderIn, der/die auch die anfallenden Prüfungsgebühren zahlt, denn für die Auszubildenden ist die Prüfung gebührenfrei (§37 Berufsbildungsgesetz).

Wenn du massive Probleme mit deiner/deinem AusbilderIn hast und in deiner Ausbildung kaum etwas gelaufen ist, wie es hätte laufen sollen, solltest du dich zu deiner eigenen Sicherheit bei der zuständigen Stelle (siehe Stempel auf deinem Ausbildungsvertrag zum Beispiel IHK, Innung) erkundigen, ob du auch angemeldet bist. Falls dein Ausbildungsverhältnis durch eine Kündigung in den letzten Monaten vor der Abschlussprüfung endet, solltest du dich schnell selbst anmelden, da es bestimmte Fristen gibt.

Um zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden, musst du die Zwischenprüfung gemacht haben, deine vorgeschriebene Ausbildungszeit abgeleistet und ein vollständigen schriftlichen Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) vorgelegt haben.

DeinE AusbilderIn muss dich für die Teilnahme an der Abschlussprüfung freistellen. Unter 18-Jährige müssen auch an dem Tag vor der schriftlichen Abschlussprüfung freigestellt werden.

Externe Abschlussprüfung

Die externe Abschlussprüfung darf auch jedeR ablegen, der das Eineinhalbfache der Ausbildungszeit in dem entsprechenden Beruf gearbeitet hat und/oder durch Arbeitszeugnisse nachweisen kann, dass er/sie die Kenntnisse und Fertigkeiten erworben hat, die eine Zulassung zur Abschlussprüfung rechtfertigen (§45 Berufsbildungsgesetz). Auch Zeiten der Berufstätigkeit in einem ähnlichen Beruf können anerkannt werden. Mehr Informationen dazu gibt es bei der Bundesagentur für Arbeit und bei der zuständigen Stelle.

 

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