Deutscher Gewerkschaftsbund

Krankmelden

Sobald du wegen Krankheit nicht in der Lage bist zu arbeiten, musst du das deinem Betrieb mitteilen. Das heißt am gleichen Tag vor Arbeitsbeginn solltest du dich melden und ihm auch gleich mitteilen, wie lange du voraussichtlich arbeitsunfähig sein wirst. Von deinem Arzt bzw. deiner Ärztin solltest du dir eine Krankschreibung geben lassen. Du erhältst dann zwei Zettel. Einer ist für den Arbeitgeber bestimmt, den zweiten Zettel schickst du an deine Krankenkasse.

Stethoskop mit Tabletten

DGB/Simone M. Neumann

Wenn du krank bist, solltest du immer eine Krankschreibung deines Arztes bei deinem Ausbilder bzw. deiner Ausbilderin einreichen. Verbindlich wird der gelbe Schein meistens aber erst bei drei Krankheitstagen, wobei du das mit deinem Ausbildungsbetrieb absprechen solltest. Bei deiner Krankmeldung musst du den Grund deiner Erkrankung nicht angeben.

Falls du im Betrieb erkrankst, dann kannst du natürlich nach Hause, oder am besten zum Arzt gehen. Aber du musst dich auf jeden Fall bei deinem oder deiner AusbilderIn abmelden. An Berufsschulen werden unterschiedliche Regelungen angewendet. DeinE KlassenlehrerIn wird dir sagen, wie und wann du dich krank zu melden hast. Falls dir dazu bis jetzt keine Informationen vorliegen, dann solltest du sicherheitshalber vor Beginn des Schultages im Sekretariat anrufen und Bescheid geben. Zu beachten ist, auch wenn du nur in der Berufsschule fehlst, musst du dich im Betrieb krankmelden!

Wenn du durch zu hohe Fehl- und Krankheitszeiten bis zur Anmeldung der Abschlussprüfung die vorgeschriebene Ausbildungszeit nicht abgeleistet hast, können dir Probleme bei der Zulassung zur Abschlussprüfung entstehen. In diesem Fall solltest du Kontakt zu deiner zuständigen Stelle (IHK) aufnehmen, denn das ist die entscheidungstragende Instanz.

Zusammengefasst kommt es darauf an dass in Sachen Krankheit dein_e AusbilderIn immer wissen muss, wo du steckst. Also: Vor Arbeitsbeginn anrufen und Atteste frühzeitig abschicken. Falls es am Ausbildungsplatz kriselt und dir deine Arbeitsunfähigkeit zum Vorwurf gemacht wird, kannst du das Attest alternativ auch per Einschreiben schicken oder von jemandem persönlich bringen lassen. Dann hast du im Zweifelsfall einen Nachweis über deine fristgerechte Krankmeldung. Denn, wenn du dich nicht korrekt krankmeldest, kannst du von deinem oder deiner AusbilderIn eine Abmahnung erhalten, die im Wiederholungsfall zu einer Kündigung führen kann.

Auch als AuszubildendeR hast du Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Wenn du länger als sechs Wochen krank bist, zahlt dir deine Krankenkasse das sogenannte Krankengeld. Erst wenn du sehr lange krankgeschrieben bist, hat dein Arbeitgeber die Möglichkeit den medizinischen Dienst der Krankenkasse einschalten, um die Diagnose deines behandelnden Arztes überprüfen zu lassen.

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